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Softwarelizenzen im Wert eines Kleinwagens

Im Serverraum des Unternehmens ist es weniger ordentlich als in den übrigen Räumen. In der Ecke neben der Tür liegen orangefarbene Kabel, die noch verlegt werden müssen, ausgemusterte Computer stehen an den Wänden. Hier liegt das ungelöste Technikproblem der Firma.

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Erst kürzlich sei ein neuer Server angeschafft worden, um größere Datenmengen verarbeiten zu können, erzählt Hansen. Man habe sich für ein ausbaufähiges Modell entschieden. Das Mainboard kann mit maximal 512 GByte Arbeitsspeicher bestückt werden. Hansen entschied sich für eine Ausstattung, die eher der unteren Leistungsklasse entspricht, und konfigurierte den neuen Server mit 8 GByte RAM und einem XEON-E5-Prozessor mit acht Kernen und 2,4 GHz Taktung.

Das Mainboard des Servers ermöglicht auch die Nutzung eines Prozessors mit 14 Kernen, die mit 2,6 GHz getaktet sind; es ist also noch Luft nach oben. Für das Speichern der Daten wurden vier SSDs mit insgesamt 720 GByte Speicherplatz verbaut sowie zwei herkömmliche Festplattenlaufwerke mit einer Speicherkapazität von 4 TByte.

Microsoft nutzt die Abhängigkeit aus

Der Knackpunkt ist laut Hansen aber nicht die Hardware, sondern die Software, die auf dem Server laufen soll. Bisher hat die Firma auf Produkte von Microsoft gesetzt. Hansen stand beim Erwerb des neuen Servers vor der Entscheidung, neue Lizenzen für Windows Server 2012 zu kaufen. Doch Microsoft habe einen Kostenvoranschlag gemacht, "der sich gewaschen hat", sagt Hansen. "Frech" nennt er ihn. Das Unternehmen nutze die Abhängigkeit der Firma von einem Softwareprodukt aus: "Wir haben uns vor etlichen Jahren mit Access 97 an Windows gebunden, und nun haben wir die Rechnung dafür bekommen."

Neben den Kosten für jeden Prozessorkern, den der neue Server vorzuweisen hat, und möglichen Kosten für virtuelle Maschinen, die auf dem Server laufen, fallen bei Microsoft Lizenzgebühren für sogenannte Client Access Licenses an. Das sind zusätzliche Lizenzen für jeden angeschlossenen Arbeitsplatz, der auf den Server zugreift.

Wachsen, ohne arm zu werden

Mit dem Angebot von Microsoft entstünden bei der anvisierten Menge von 60 bis 80 Computern im Unternehmen Kosten, die den Wert eines Kleinwagens überschreiten würden. "Wir wollen wachsen, aber nicht arm werden. Das ist mit Microsoft nicht möglich", sagt Hansen. Denn bei dessen Lizenzmodell entstünden nochmals Kosten für jeden Arbeitsplatz, der zusätzlich eingerichtet werde. "Das behindert unser Wachstum."

Microsoft nennt diese Lizenzpolitik bedarfsgerecht und kundenorientiert. Jürgen Dick, Cloud Platform Lead bei Microsoft, verweist darauf, dass man überschüssige Lizenzen auch zurückgeben könne und somit als Unternehmen nicht das Risiko eingehe, auf den Lizenzen sitzenzubleiben. Außerdem gebe es Preisvorteile für Unternehmen, die wachsen, da sich die Preise für Lizenzen bei Microsoft an der Unternehmensgröße orientierten. Wer als Unternehmen schnell wächst und größer wird, bekommt als Dankeschön einen Rabatt von Microsoft.

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bellerophon1210 31. Mai 2016

Die Switche blinken und die kann man angreifen und herzeigen. CALs haben keinen WAF...

bellerophon1210 31. Mai 2016

Richtig. Trotzdem muss man das als Techniker lernen. Ich gehe sogar so weit zu...

killproc 31. Mai 2016

Das einfachste wäre doch einfach eine Plattformunabhängige Web-Oberfläche zu...

Snoozel 26. Mai 2016

Es gibt (oder gab?) von HP Switche in der größe einer Netzwerkdose, hinten Uplink, Strom...

Gixxerkart 25. Mai 2016

@Golem: Diesen Artikel und auch den über den bösen "Dirty Harry" fand ich persönlich...


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