Unterbrochene Leitungen: Handynetz in Hochwassergebieten weiter stark gestört

Die Provider haben mit vielen Problemen beim Wiederaufbau des Mobilfunks zu kämpfen. Die Telekom setzt vermehrt auf Anbindungen per Richtfunk.

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Die Kommunikation ist in den Hochwassergebieten weiterhin stark gestört.
Die Kommunikation ist in den Hochwassergebieten weiterhin stark gestört. (Bild: Christof Stache/AFP via Getty Images)

Die Telekommunikationsbetreiber kommen bei der Wiederherstellung der Fest- und Mobilfunknetze in den Hochwassergebieten nur langsam voran. Die ausgefallenen Mobilfunkstationen seien vor allem in der Region des Ahrtals im nördlichen Rheinland-Pfalz für die Deutsche Telekom teilweise noch gar nicht zu erreichen, sagte Telekom-Sprecher Peter Kespohl am 18. Juli 2021 auf Anfrage von Golem.de. Sowohl die Stromversorgung der Anlagen als auch deren Festnetzanbindung seien teilweise unterbrochen.

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Wegen der ausgefallenen Kommunikationsnetze ist derzeit in den stark betroffenen Hochwassergebieten teilweise unklar, wie viele Menschen noch vermisst werden oder sich doch noch in Sicherheit bringen konnten. Zudem erschwert der fehlende Mobilfunk die Arbeit der Rettungskräfte.

Laut Kespohl konzentriert sich die Telekom daher zunächst auf die Wiederherstellung des Handynetzes. Dabei bestehe das Problem, dass die Sendeanlagen in der Regel über das Festnetz angebunden seien. Es werde geprüft, ob die Standorte mit Richtfunk versorgt werden könnten. Hier sei jedoch häufig die fehlende Stromversorgung das Problem, was teilweise mit Notstromaggregaten behoben werden könne. Eine Satellitenanbindung als Alternative sei hingegen nicht vorgesehen.

Durch das Hochwasser wurden sowohl Kabelverzweiger als auch größere Vermittlungsstellen zerstört. Zudem wurden Leitungen, die unter Straßen oder in Brücken verlegt sind, häufig unterbrochen. Deren Wiederherstellung werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen, sagte Kespohl. Im rheinland-pfälzischen Gerolstein stellte das Unternehmen inzwischen eine mobile Vermittlungsstelle auf. Damit sollten in Kürze wieder Festnetzanschlüsse hergestellt werden.

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Nach Angaben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) baut der rheinland-pfälzische Landesbetrieb Daten und Information derzeit "mobile Ersatzstationen" für den Digitalfunk auf. Diese dienen laut Digitalministerium der Kommunikation der Sicherheits- und Rettungskräfte untereinander. Die Bevölkerung könne diese Systeme nicht nutzen.

Die Telekom verteilte inzwischen auch Notsets mit Smartphones, SIM-Karten und Powerbanks in Notunterkünften von Hochwasseropfern. Laut Kespohl wurden in einer ersten Charge 300 Geräte in den Unterkünften in Bad Münstereifel, Mechernich, Bad Neuenahr, Schleiden und Swisttal ausgegeben. Weitere Lieferungen sollen folgen.

Die Situation der anderen Mobilfunkanbieter wie Telefónica und Vodafone sieht derzeit ähnlich aus. Dies liegt unterem anderen daran, dass die Firmen dieselben Mobilfunkstandorte nutzen.

Nachtrag vom 18. Juli 2021, 14:17 Uhr

Zur Situation in den Katastrophengebieten teilte Vodafone am Sonntag mit: "Aktuell sind in den Krisenregionen noch ein Sechstel der Stationen vom Netz. Entweder weil diese Standorte vom Hochwasser stark beschädigt oder völlig zerstört wurden." Um zeitnah vielen Kunden das Netz zurückzubringen, seien rund 200 funktionierende Stationen neu justiert und so deren Reichweite deutlich erhöht worden. Diese funkten jetzt auch in Gebiete, deren Stationen vom Hochwasser zerstört worden seien und lieferten dort eine LTE- und GSM-Basisversorgung.

Derzeit seien in den Katastrophengebieten noch weniger als zehn Prozent aller Kunden ohne Basis-Empfang. Um Standorte wieder zu aktivieren, bringe Vodafone so genannte mobile Basisstationen auf Spezialtransportern in das Gebiet.

An 25 Standorten werde derzeit mit höchster Priorität gearbeitet. "Wenn diese Stationen wieder am Netz sind - möglichst im Laufe des Wochenendes und in der nächsten Woche - hoffen wir, im gesamten Katastrophengebiet wieder eine Grundversorgung hergestellt zu haben", sagte ein Sprecher.

Nachtrag vom 18. Juli 2021, 19:56 Uhr

Die Deutsche Telekom präzisierte am Sonntagabend den Stand der Reparaturarbeiten. "Mittlerweile sind mehr als die Hälfte der aufgefallenen Mobilfunkstandorte der Telekom wieder am Netz. In vielen Orten ist eine Grundversorgung mit Mobilfunk wieder gewährleistet", sagte Kespohl. Durch die Unwetter seien etwa 130 Standorte in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ausgefallen.

Es gebe Orte, in denen eine komplett neue Infrastruktur für das Festnetz aufgebaut werden müsse. Das werde in einigen Regionen mehrere Wochen dauern. Auch in diesen Fällen gebe es Notfallmaßnahmen. So solle in den kommenden Tagen ein oberirdisches Glasfaserkabel eine provisorische Versorgung im Ahrtal sicherstellen.

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Sylvan1 19. Jul 2021

Nein - das ist falsch. 68,1 % der Telekomaktionen befinden sich im Streubesitz. Dem Bund...

BarneyM 19. Jul 2021

Blahblahblah. Einfach mal nach "Vodafone Newsroom" googlen, und dort die aktuelle(n...

Tuxraxer007 19. Jul 2021

Kann ich nicht bestätigen, ich wohne auf dem Land und bei uns ist LTE und 5G gut versorgt.

Tuxraxer007 19. Jul 2021

Ein Mobilfunknetz besteht nicht nur aus den Sendeanlagen überall auf den Dächern, die...



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