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Unter Druck: Von der Leyen fordert Aufklärung von Amazon

Der ARD-Bericht über die Behandlung von Leiharbeitern bei Amazon zieht weitere Kreise. Nun forderte die Bundesarbeitsministerin Aufklärung von Amazon und droht der Leiharbeitsfirma mit Lizenzentzug.
/ Andreas Donath
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Ursula von der Leyen im Dezember 2012 (Bild: Getty Images/Sean Gallup)
Ursula von der Leyen im Dezember 2012 Bild: Getty Images/Sean Gallup

Eine Dokumentation der ARD über die vermeintlich schlechte Behandlung von Leiharbeitern bei Amazon hat die Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) auf den Plan gerufen. Die Politikerin verlangte in der Zeitung Welt am Sonntag von Amazon(öffnet im neuen Fenster) , den Fall aufzuklären. Sie sagte gegenüber der Zeitung, dass der Bericht von unverzüglich eingesetzten Sonderprüfern noch diese Woche vorliegen soll. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, drohte von der Leyen der Leiharbeitsfirma mit Lizenzentzug. Die Zeitarbeitsagentur selbst hat sich bislang nicht geäußert.

Der Sicherheitsdienst Hensel European Security Services (H.E.S.S.), dessen Mitarbeiter nach dem ARD-Bericht die Leiharbeiter schikaniert haben sollen, äußerte sich in einer Pressemitteilung ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ) und wies den Vorwurf zurück, dass das Unternehmen rechtsradikale Ansichten pflege oder unterstütze. Das Tragen von Thor-Steinar-Bekleidung habe man per Dienstanweisung verboten. Auch die sonstigen Vorwürfe aus dem ARD-Bericht weist das Unternehmen zurück.

Shitstorm für Amazon

Im Internet machen derweil Amazon-Kunden ihrem Unmut Luft, rufen zum Boykott des Unternehmens auf und kündigen an, beim Versandhändler nichts mehr zu bestellen. Besonders auf der Facebook-Seite(öffnet im neuen Fenster) von Amazon werden neue Produktankündigungen praktisch ausnahmslos mit kritischen Kommentaren zur Situation der Leiharbeiter versehen.

Der Chef des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP), Volker Enkerts, sagt zu der Situation(öffnet im neuen Fenster) , dass keines der Mitgliedsunternehmen im Fall Amazon nachweislich für die Unterbringung und Verpflegung der Zeitarbeitnehmer verantwortlich war, noch dass irgendein Zeitarbeitsunternehmen die besagte Sicherheitsfirma beauftragt habe. Alle in der ARD-Sendung vorgebrachten Anschuldigungen hätten nach Darstellung von Enkerts nichts mit der Personalgestellung zu tun.


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