Unsicheres Smartphone: Trump wirft Obama Abhöraktion vor

Barack Obama soll das Smartphone von Donald Trump vor dessen Wahl im vergangenen November abhören haben lassen - diesen Vorwurf hat der amtierende US-Präsident auf Twitter erhoben. Wie in früheren Fällen nennt er keine Quelle für seine Anschuldigungen.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Goldenes Smartphone mit Trump-Konterfei
Goldenes Smartphone mit Trump-Konterfei (Bild: Vasily Maximov/Getty Images)

US-Präsident Donald Trump hat seinen Amtsvorgänger Barack Obama auf Twitter als "kranken Typ" bezeichnet und ihm vorgeworfen, die Nachrichtendienste mit dem Abhören seines Handys beauftragt zu haben. Auch sein Wohnsitz im Trump Tower in New York soll abgehört worden sein. Belege für seine Behauptungen brachte Trump nicht bei.

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Trump schrieb: "Wie tief ist Präsident Obama gesunken, meine Telefone während des heiligen Wahlprozesses anzuzapfen. Böser (oder kranker) Typ!" Trump verglich das angebliche Vorgehen mit dem Watergate-Abhörskandal, bei dem der ehemalige US-Präsident Richard Nixon das Wahlkampfhauptquartier der Demokraten im Watergate-Hotel in Washington hatte abhören lassen.

Die Gerüchte wurden zunächst von rechtsgerichteten alternativen Medien in den USA erhoben. So hatte der Talk-Radio-Host Mark Levin berichtet, Obama habe entsprechende Untersuchungen angeordnet. Später griff die offen rechtsextreme Webseite Breitbart News die Behauptungen auf, ebenfalls ohne Belege zu nennen. Der ehemalige Breitbart-Mitarbeiter Steve Bannon arbeitet als enger Berater von Trump im Weißen Haus und wird auch als Chefideologe des US-Präsidenten bezeichnet.

Bannon bezeichnet sich selbst als "Leninist", dessen Ziel es sei, das Staatsgefüge zu zerstören und als "ökonomischen Nationalisten". Immer wieder enden Behauptungen alternativer Medien als vermeintliche Fakten im Twitter-Stream des Präsidenten.

Untersuchungen gegen Trump

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Tatsächlich hat es in der Vergangenheit offenbar Untersuchungen gegen Trump gegeben. Die New York Times hatte über die Untersuchungen berichtet. Entsprechende Überwachungsanordnungen seien nicht vom US-Präsidenten, sondern vom Chef des FBI, James Comey, genehmigt worden.

Angebliche Beziehungen zwischen russischen Regierungsstellen und dem Lager von Donald Trump sorgen seit Wochen für Aufregung. Trumps erster Nationaler Sicherheitsberater, Mike Flynn, musste zurücktreten. Trumps Justizminister und Oberster Staatsanwalt der USA, Jeff Sessions, steht wegen mehrerer Treffen mit einem Botschafter Russlands in der Kritik.

Auch Trumps Smartphone, mit dem die Anschuldigungen verfasst wurden, steht immer wieder in der Kritik. Er benutzt offenbar nach wie vor ein altes, nicht speziell gesichertes Android-Smartphone. Dieses könne von fremden Staaten leicht gehackt werden, warnen Sicherheitsexperten.

Nachtrag vom 5. März 2017, 13:10 Uhr

Ein Sprecher Barack Obamas hat die Abhörvorwürfe von US-Präsident Donald Trump gegen seinen Amtsvorgänger scharf zurückgewiesen. "Es war eine Kardinalregel der Regierung Obama, dass kein Mitarbeiter des Weißen Hauses sich jemals in eine unabhängige Untersuchung einmischt, die vom Justizministerium geführt wird", erklärte Kevin Lewis am Samstag in einem auch auf Twitter verbreiteten Statement. "Dieser Praxis zufolge hat weder Präsident Obama noch sonst jemand aus dem Weißen Haus jemals die Überwachung eines US-Bürgers angeordnet. Alle anderen Unterstellungen sind einfach falsch."

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Noppen 07. Mär 2017

Da bin ich aber gespannt. Werde doch mal konkret: wo genau hat er Obama bislang übertroffen?

ptepic 07. Mär 2017

kwt :-D

Ach 06. Mär 2017

Das ganze Team, inklusive Propaganda Barbie.

helgebruhn 06. Mär 2017

Hehe leider nicht, es würde niemandem auffallen :) Noch verrücktere Tweets, wie der...



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