Unsichere Passwörter: Angriffe auf Microsoft-Konten um 300 Prozent gestiegen
Angriffe auf Microsoft-Nutzerkonten haben nach Angaben des Unternehmens(öffnet im neuen Fenster) im ersten Halbjahr 2017 um 300 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zugenommen. Das geht aus dem IT-Sicherheitsbericht des Unternehmens hervor. Für die Zunahme der Angriffe macht Microsoft unter anderem die Verfügbarkeit von immer mehr veröffentlichten Passwörtern aus größeren Hacks verantwortlich, außerdem unsichere, einfach erratbare Passwörter und Phishing-Angriffe. Nicht alle Angriffsversuche waren auch erfolgreich.
Bei größeren Angriffen wurden zum Beispiel 68 Millionen Passwort-Hashes von Dropbox-Nutzern veröffentlicht, auch 117 Millionen Zugangsdaten des mittlerweile zu Microsoft gehörenden sozialen Netzwerkes Linkedin sind im Netz abrufbar. Microsoft empfiehlt Nutzern, möglichst einmalige, starke Passwörter zu verwenden: "Eines der wichtigsten Dinge, die Nutzer tun können, um sich selbst zu schützen, ist die Verwendung einmaliger Passwörter für jede Webseite." Auch Zwei-Faktor-Authentifizierung könne vor entsprechenden Angriffen schützen.
Mehr "bösartige" IP-Adressen verwendet
Nach Angaben von Microsoft haben außerdem die Loginversuche von als bösartig eingestuften IP-Adressen um rund 44 Prozent zugenommen. Hier empfiehlt das Unternehmen Admins, Loginversuche mit einer Liste vertrauter IP-Adressen abzugleichen.
Der Bericht basiert auf einer Auswertung von Microsofts eigenen Sicherheitssystemen. Jeden Monat würde man 450 Milliarden Authentifizierungen verarbeiten, etwa 400 Milliarden E-Mails auf Phishing und Malware überprüfen und 18 Milliarden Webseiten nach potenziell schädlichen Inhalten durchsuchen. In den Bericht fließen sowohl Daten aus dem Consumerbereich als auch aus dem Enterprise-Geschäft ein.
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