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Wenn Geräte mit unsicherer Software ausgeliefert werden, müssen Händler ihre Kunden darüber informieren, fordern Verbraucherschützer.
Wenn Geräte mit unsicherer Software ausgeliefert werden, müssen Händler ihre Kunden darüber informieren, fordern Verbraucherschützer. (Bild: Mobistel)

Unsichere Android-Version: Verbraucherschützer verklagen Händler

Wenn Geräte mit unsicherer Software ausgeliefert werden, müssen Händler ihre Kunden darüber informieren, fordern Verbraucherschützer.
Wenn Geräte mit unsicherer Software ausgeliefert werden, müssen Händler ihre Kunden darüber informieren, fordern Verbraucherschützer. (Bild: Mobistel)

Müssen Händler Kunden über möglicherweise unsichere Software auf Smartphones informieren? Das soll eine Zivilklage gegen eine Media-Markt-Filiale klären. Verbraucherschützer hoffen auf eine Signalwirkung.

Verbraucherschützer haben eine Zivilklage gegen eine Media-Markt-Filiale in Köln eingereicht. Sie bemängeln, dass dort ein Smartphone mit einer unsicheren Android-Version verkauft wurde, die bekannte Sicherheitslücken enthält und für die der Smartphone-Hersteller keine Updates bereitstellt. Darüber hätte der Händler seine Kunden informieren müssen.

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Man habe sich für eine Klage gegen Händler entschieden, weil sie für "Verbraucher der unmittelbare Vertragspartner" seien, sagte Christine Steffen von der Verbraucherschutzzentrale der Süddeutschen Zeitung. "Es kann nicht sein, dass ich ein neuwertiges Gerät in einem Markt kaufe, das mit Sicherheitslücken behaftet ist, die auch im Nachhinein, wenn ich es in Betrieb nehme, nicht geschlossen werden und ich das nicht weiß."

Keine Updates vom Smartphone-Hersteller

Es geht um das Smartphone Cynus T6 der Firma Mobistel, das zeitweilig für 99 Euro in der Media-Markt-Filiale verkauft wurde. Auf dem Gerät ist Android 4.4 alias Kitkat installiert - Erscheinungstermin September 2013. Kitkat hat aktuell einen Verbreitungsanteil von 17,1 Prozent und liegt immerhin an dritter Stelle hinter Android 6.0 und Android 5.1. Google behebt noch aktiv Fehler im Quellcode des Betriebssystems.

Die hat der Hersteller aber wohl nicht in seiner Version für das Cynus T6 umgesetzt. Die Verbraucherzentrale hatte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gebeten, das Smartphone zu untersuchen. Experten hätten zahlreiche bekannte Schwachstellen in der Android-Version auf dem Cynus T6 entdeckt und den Hersteller Mobistel im September 2016 darüber informiert, teilte das BSI der Süddeutschen Zeitung mit. Eine der Lücken ermöglicht die Übernahme des Smartphones durch Dritte. Mobistel habe weder auf die Anfrage des BSI reagiert noch Updates zur Verfügung gestellt. Es sei auch nicht möglich gewesen, eine neuere Variante des Betriebssystems auf dem Smartphone zu installieren, teilte das BSI mit.

Mittlerweile ist das Smartphone bei Media Markt nicht mehr erhältlich. Die Verbraucherzentrale wolle aber nicht den Verkauf von Smartphones verhindern, sondern Verbrauchern eine informierte Entscheidung ermöglichen, sagte Steffen.


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Blackburn 22. Jul 2017

Er könnte den Hersteller ganz einfach fragen und verlangen, den Updateplan vertraglich...

robinx999 22. Jul 2017

Grau ist alle Theorie. Teilweise ist ja noch ein Importeur / Großhändler zwischen Händler...

Salzbretzel 21. Jul 2017

Alles muss Irgendwann irgendwo anfangen. Smartphones hat fast jeder, Kameras wenige. Das...



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