Abo
  • IT-Karriere:

Unruhe: Microsoft nimmt Schließung von Büros in Deutschland zurück

Wegen "einiger Unruhe" in der Belegschaft gegen die Pläne werden die Microsoft-Standorte Bad Homburg, Böblingen und Hamburg nicht geschlossen und in Homeoffice umgewandelt.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Microsoft Center in Berlin
Das Microsoft Center in Berlin (Bild: Microsoft)

Wegen Unruhe in der Belegschaft werden die Microsoft-Standorte Bad Homburg, Böblingen und Hamburg nicht geschlossen. Das geht aus einer E-Mail an die Mitarbeiter hervor, die Golem.de vorliegt. Bisher war geplant, alle Beschäftigten aus den Standorten ins Homeoffice zu versetzen.

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Heilbronn
  2. Hochschule Heilbronn, Heilbronn

Weil Telefon- und Videokonferenzen selbstverständlich geworden seien, bedinge "gute Zusammenarbeit nicht mehr den täglichen Weg ins Büro", hatte Microsoft am 1. August 2013 erklärt. Der Konzern habe sich "deshalb entschlossen, in unserer Welt des neuen Arbeitens bei Microsoft Deutschland ein neues Kapitel aufzuschlagen".

"Diese Absicht hat viele Diskussionen und einige Unruhe ausgelöst, die wir bedauern", heißt es in dem Schreiben mit Datum vom 10. Dezember 2013. "Auch künftig werden örtliche Betriebsräte die Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vertreten." In den drei betroffenen Niederlassungen arbeiten rund 500 der 2.700 Beschäftigten des Softwarekonzerns in Deutschland. Zuvor wurde Spiegel Online berichtet, dass der Microsoft-Betriebsrat in Bad Homburg eine Arbeitszeitregelung gefordert hatte, um ständige unbezahlte Überstunden zu beenden. Stattdessen sei der Standort geschlossen und die Mitarbeiter ins Homeoffice versetzt worden.

Microsoft werde "im Ergebnis" auch "künftig Offices in Böblingen, Bad Homburg und Hamburg haben, die wie Berlin und Köln und künftig München in der Fläche reduziert" würden, erklärte das Unternehmen in der Rundmail. Für Böblingen stehe die Anmietung einer neuen Fläche unmittelbar bevor. Für Bad Homburg und Hamburg sei der Konzern noch auf der Suche.

Der Bad Homburger Betriebsratschef Michael Striffler sagte Spiegel Online, dies zeige, "ohne Arbeitnehmervertreter hätte die Unternehmensführung die Schließungen einfach durchführen können."

Microsoft-Sprecher Thomas Mickeleit erklärte Golem.de, die Strategie des Homeoffice, das sogenannte Workplace-Advantage-Konzept (WPA), bleibe an allen Standorten erhalten. "Es ist keine Abkehr von der bisherigen Strategie. Wir haben allerdings festgestellt, dass wir das nur sinnvoll umsetzen können, wenn wir an den Standorten festhalten. Die ursprüngliche Idee, nur Service-Points mit Meetingräumen zu haben, reicht nicht aus. Deshalb diese Entscheidung". Es sei keine Entscheidung gegen Heimarbeit.

Nachtrag vom 10. Dezember 2013, 16:21 Uhr

Striffler erklärte Golem.de: "Es gab an allen drei Standorten Mitarbeiterumfragen durch die Betriebsräte. Alle ergaben, dass die Mitarbeiter zwischen 75 und 95 Prozent weiter eine Niederlassung haben wollten."



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,99€
  2. 2,40€
  3. 38,99€
  4. 0,49€

matok 11. Dez 2013

Das muss Microsofts Leitspruch sein.

PhilSt 11. Dez 2013

Man darf aber auch nicht vergessen, dass Homeoffice ein hohes Maß an Selbstorganisation...


Folgen Sie uns
       


Motorola One Vision - Hands on

Das zweite Android-One-Smartphone von Motorola heißt One Vision. Es hat eine 48-Megapixel-Kamera von Samsung, die vor allem auf gute Aufnahmen bei schwachem Licht optimiert wurde. Das Smartphone mit dem 7:3-Display kommt Ende Mai 2019 für 300 Euro auf den Markt.

Motorola One Vision - Hands on Video aufrufen
Sicherheitslücken: Zombieload in Intel-Prozessoren
Sicherheitslücken
Zombieload in Intel-Prozessoren

Forscher haben weitere Seitenkanalangriffe auf Intel-Prozessoren entdeckt, die sie Microarchitectural Data Sampling alias Zombieload nennen. Der Hersteller wusste davon und reagiert mit CPU-Revisionen. Apple rät dazu, Hyperthreading abzuschalten - was 40 Prozent Performance kosten kann.
Ein Bericht von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Open-Source Technology Summit Intel will moderne Firmware und Rust-VMM für Server
  2. Ice Lake plus Xe-GPGPU Intel erläutert 10-nm- und 7-nm-Zukunft
  3. GPU-Architektur Intels Xe beschleunigt Raytracing in Hardware

Bundestagsanhörung: Beim NetzDG drohen erste Bußgelder
Bundestagsanhörung
Beim NetzDG drohen erste Bußgelder

Aufgrund des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes laufen mittlerweile über 70 Verfahren gegen Betreiber sozialer Netzwerke. Das erklärte der zuständige Behördenchef bei einer Anhörung im Bundestag. Die Regeln gegen Hass und Hetze auf Facebook & Co. entzweien nach wie vor die Expertenwelt.
Ein Bericht von Justus Staufburg

  1. NetzDG Grüne halten Löschberichte für "trügerisch unspektakulär"
  2. NetzDG Justizministerium sieht Gesetz gegen Hass im Netz als Erfolg
  3. Virtuelles Hausrecht Facebook muss beim Löschen Meinungsfreiheit beachten

Lightyear One: Luxus-Elektroauto fährt auch mit Solarstrom
Lightyear One
Luxus-Elektroauto fährt auch mit Solarstrom

Ein niederländisches Jungunternehmen hat ein ungewöhnliches Fahrzeug entwickelt, das Luxus und Umweltfreundlichkeit kombiniert. Solarzellen auf dem Dach erhöhen die Reichweite um bis zu 220 Kilometer.
Von Wolfgang Kempkens

  1. Elektromobilität Verkehrsminister will Elektroautos länger und mehr fördern
  2. Elektroautos e.GO Mobile liefert erste Fahrzeuge aus
  3. Volkswagen Über 10.000 Vorreservierungen für den ID.3 in 24 Stunden

    •  /