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Unreal Engine: Epic Games macht KI-Agenten zu Spieleentwicklern

KI-Agenten kommen in den Unreal Editor für Fortnite. Die Systeme schreiben Code, erstellen Inhalte und testen Projekte selbstständig.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Fortnite (Bild: Epic Games)
Artwork von Fortnite Bild: Epic Games

Künstliche Intelligenz soll in Zukunft nicht mehr nur beim Schreiben einzelner Codezeilen helfen. Epic Games integriert sogenannte KI-Agenten jetzt in den Unreal Editor für Fortnite (UEFN). Die neue Funktion basiert auf dem offenen Model Context Protocol(öffnet im neuen Fenster) (MCP) und verbindet Entwicklungswerkzeuge wie Claude Code, Codex oder Cursor unmittelbar mit dem Editor.

Dadurch können KI-Systeme erstmals zahlreiche Aufgaben direkt innerhalb der Entwicklungsumgebung übernehmen. Dazu gehört nicht nur das Schreiben von Programmcode. Die Agenten können laut Epic Games auch Verse-Code kompilieren, Objekte in Spielwelten platzieren, Geräte konfigurieren, Benutzeroberflächen erstellen und sogar automatische Tests starten.

Für Entwickler könnte sich dadurch der gesamte Arbeitsablauf verändern. Bislang beschränkten sich viele KI-Werkzeuge vor allem auf die Unterstützung beim Programmieren. Durch die Anbindung an die Engine werden die Systeme nun zu einer Art digitalem Co-Entwickler, der mehrere Arbeitsschritte eigenständig ausführen kann.

Nach Angaben von Epic Games bleiben alle von der KI erzeugten Inhalte vollständig editierbar. Automatisch erstellte Objekte oder Codeabschnitte lassen sich also wie herkömmliche Projektbestandteile weiterbearbeiten und anpassen.

Technisch basiert die neue Funktion auf dem Model Context Protocol, einem offenen Standard, der große Sprachmodelle mit externen Anwendungen verbindet. Inzwischen unterstützen zahlreiche KI-Werkzeuge das Protokoll. Entwickler sind dadurch nicht an einen einzelnen Anbieter gebunden, sondern können verschiedene KI-Dienste über dieselbe Schnittstelle nutzen.

KI-Agenten in der Unreal Engine 6

Vorerst steht die Funktion ausschließlich als Betaversion im Unreal Editor für Fortnite zur Verfügung. Nach der Aktivierung des MCP-Toolsets in den Projekteinstellungen lässt sich die Verbindung mit kompatiblen KI-Anwendungen herstellen.

Der vielleicht spannendste Aspekt versteckt sich allerdings am Ende der Pressemitteilung von Epic Games. Das Unternehmen bezeichnet die neue Architektur ausdrücklich als Wegbereiter für die Unreal Engine 6. Weil UEFN und die klassische Unreal Engine künftig auf dieselbe Werkzeugbasis zugreifen, könnten KI-Agenten langfristig zu einem festen Bestandteil der Spieleentwicklung werden.

Noch ist die Funktion auf den Unreal Editor für Fortnite beschränkt und zudem als Beta gekennzeichnet. Die Ankündigung gibt jedoch einen ersten Einblick, wie sich Epic Games die nächste Generation seiner Entwicklungswerkzeuge vorstellt.


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