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Unreal Engine 4: Untote, Sternenkrieger oder Blutsauger?

Dead Island 2 , Jedi Survivor und Redfall sind trotz Gemeinsamkeiten sehr unterschiedlich. Golem.de sagt, wer sich welches Spiel anschauen sollte.
/ Peter Steinlechner
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Cal Kestis in Star Wars Jedi Survivor (Bild: Bild: Respawn Entertainment / Screenshot: Golem.de)
Cal Kestis in Star Wars Jedi Survivor Bild: Bild: Respawn Entertainment / Screenshot: Golem.de

Für Fans von Actionspielen sind es gute Zeiten: Mit Dead Island 2, Star Wars Jedi Survivor und Redfalls sind gleich drei aufwendig produzierte Blockbuster innerhalb weniger Tage auf den Markt gekommen.

Es gibt sogar eine große Gemeinsamkeit: Alle drei basieren auf der Unreal Engine 4 – was man beim Spielen allerdings nicht sieht, weil die Titel jeweils eine sehr eigene Optik bieten.

Golem.de stellt die drei Titel kurz vor, erklärt die wichtigsten Unterschiede und was es an Besonderheiten und bei der Technik zu beachten gibt.

Dead Island 2: Leben und Sterben in LA

Szenario: Zombies überrennen Los Angeles, und nur wir als Hauptfigur sind immun. Das Spiel schickt uns in Stadtviertel wie Bel Air, Beverly Hills und Santa Monica. Das sorgt für einen schön makabren Kontrast zwischen Luxusvillen mit Palmen im Sonnenschein und den vermodernden Untoten.

Die Umgebungen sind zwar nicht offen, das gute Leveldesign vermittelt aber den Eindruck von relativer Bewegungsfreiheit.

Gameplay: In Dead Island 2 treten wir in der Ich-Perspektive an, ein relativ großer Teil der Auseinandersetzungen findet auf kurze Distanz statt. Schusswaffen finden wir erst später im Spiel. Stellenweise können wir Fallen legen, etwa indem wir Wasser unter Strom setzen. Es gibt nur einen Schwierigkeitsgrad, der relativ hoch ist.

Technik: Es gibt keine Berichte über besondere technische Probleme mit Dead Island 2, das Spiel gilt als weitgehend ausgreift. Es ist für Xbox One und Series X/S, Playstation 4 und 5 sowie für Windows-PC erhältlich.

Besonderheiten: Die Zombies können auf vielfältige Art endgültig getötet und in Einzelteile zerlegt werden – das kann man stellenweise auch geschmacklos finden. Die deutsche Version (USK ab 18 Jahre) ist gegenüber der internationalen Fassung geschnitten; Details stehen im Test .

Dead Island 2 – Trailer (Gameplay)
Dead Island 2 – Trailer (Gameplay) (14:08)

Empfohlen für: Dead Island 2 eignet sich für erfahrene Gamer mit einem Faible für morbid-makabre Action. Das Spiel ist relativ langsam und erfordert immer wieder taktische Überlegungen.

Jedi Survivor und Redfall

Star Wars Jedi Survivor: Lichtschwert und Macht

Szenario: Wackere Rebellen gegen das tyrannische Imperium – und mittendrin der Jedi Cal Kestis, der neun Jahre vor der Schlacht von Yavin durch das Universum zieht. Mit ihm besuchen wir mehrere Himmelskörper.

Die meiste Zeit verbringen wir in den Canyons des Planeten Koboh in Auseinandersetzungen mit Sturmtruppen und Monstern sowie ab und zu einem Oberboss.

Gameplay: Kämpfen, klettern und knobeln – Jedi Survivor bietet eine relativ bunte, aber stimmig wirkende Mischung aus mehreren Elementen, die wir in der Schulterperspektive bewältigen. In den Gefechten sind Reflexe beim Blocken und Parieren gefragt, eine Fernkampfwaffe erhalten wir erst spät.

Die Kletterpartien und Rätsel sind auch für Einsteiger fast ganz ohne Frust zu meistern. Es gibt mehrere, sehr gut abgestimmte Schwierigkeitsgrade.

Technik: Schon im Test sind uns Ruckler und andere Probleme aufgefallen. Inzwischen hat sich das Entwicklerstudio Respawn Entertainment für die technischen Probleme entschuldigt und einen ersten Patch veröffentlicht – weitere sollen folgen.

Jedi Survivor ist für Xbox Series X/S, Playstation 5 und für Windows-PC erhältlich, ältere Konsolen werden nicht bedient.

Besonderheiten: Im Verlauf der Handlung findet Cal Kestis mehrere Lichtschwerter, die jeweils für einen anderen Kampfstil stehen. Das lädt zum Experimentieren ein und auch dazu, seinen eigenen Weg mit der Macht und anderen Elementen aus Star Wars zu finden.

Star Wars Jedi Survivor – Fazit
Star Wars Jedi Survivor – Fazit (02:09)

Empfohlen für: Fans von Star Wars dürften mit Jedi Survivor fast vom ersten Moment an viel Spaß haben. Wer keine Lust auf Bugs und das Herumärgern mit der Technik hat, sollte noch ein paar Wochen auf Fehlerkorrekturen warten.

Redfall: Ballern und Blutsauger

Szenario: Das Städtchen Redfall steht im Mittelpunkt des gleichnamigen Actionspiels der Arkane Studios. In dem Ort können wir uns weitgehend frei bewegen, es gibt schöne Hafenanlagen und andere sehenswerte Viertel.

Allerdings patrouillieren Soldaten auf den Straßen – und vor allem treffen wir immer wieder auf Vampire, die besonders herausfordernde Gegner sind.

Gameplay: In Redfall kämpfen wir in der Ich-Perspektive gegen die Feinde, dabei geht es häufig um Feuergefechte aus teils großer Distanz – etwa mit dem Scharfschützengewehr.

Die Auseinandersetzungen sind nicht allzu hektisch und rasant, die Schwierigkeitsgrade fair. Das Finden von Missionszielen ist stellenweise eine Herausforderung – und manchmal ganz schön nervig.

Technik: Wie im Test geschrieben , wirkt Redfall nicht sehr ausgereift. Es gibt teils spürbare Ruckler – immerhin nicht kontinuierlich, sondern nur an bestimmten Stellen, so dass wir die meiste Zeit gut spielen können.

Allerdings finden sich noch weitere Bugs. Das Spiel unterstützt auf Xbox Series X/S nur Bildraten von 30 fps (eine PS5-Version gibt es nicht).

Besonderheiten: Eigentlich ist Redfall als Koop-Shooter für bis zu vier Teilnehmer gedacht. Allerdings kann man den Titel auch problemlos Solo spielen. Die Ausrichtung auf Multiplayer hat allerdings mit dafür gesorgt, dass viele Missionen sehr formelhaft wirken und die Story praktisch keine Rolle spielt.

Redfall – Trailer (Launch)
Redfall – Trailer (Launch) (02:39)

Empfohlen für: Wer einfach nur eine schicke Umgebung erkunden und dabei simple Feuergefechte haben möchte, sollte einen Blick auf Redfall werfen. Wer mehr Spannung und dramatischere Action möchte, ist fehl am Platz.

Das Spiel ist im Xbox/PC Game Pass (Abo ab 10 Euro/Monat) enthalten, Mitglieder können den Titel also ohne besonderes Risiko ausprobieren. Der reguläre Preis von 70 Euro erscheint für das Gebotene zu hoch.


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