Abo
  • Services:

Unlauterer Wettbewerb: App-Store-Anbieter beschwert sich über Google

Der Suchmaschinenkonzern Google muss sich in Europa wegen einer weiteren Wettbewerbsbeschwerde verantworten. Anbieter von alternativen App-Stores beklagen darin, aus Android-Geräten herausgehalten zu werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Drittanbieter von App-Stores sehen sich durch Google benachteiligt.
Drittanbieter von App-Stores sehen sich durch Google benachteiligt. (Bild: aptoide.com/Screenshot: Golem.de)

Der portugiesische Android-App-Store Aptoide hat sich bei der EU-Kommission über den US-Konzern Google beschwert. Wie das Wall Street Journal berichtet, wird Google vorgeworfen, die Installation alternativer App-Stores auf Android-Geräten zu behindern. Google missbrauche dabei seine Marktmacht, um seinen eigenen App-Store, Google Play, zu verbreiten, heißt es weiter.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Dresden
  2. über duerenhoff GmbH, Mannheim

Google errichte systematisch Hürden, wenn Nutzer alternative App-Stores installieren wollten, sagte Aptoides Mitbegründer und CEO, Paulo Trezentos. Die in Lissabon ansässige Firma kündigte an, zusammen mit anderen unabhängigen App-Stores gemeinsam gegen Google vorgehen zu wollen. Aptoide verfügt dem Bericht zufolge über sechs Millionen Nutzer im Monat. Die Seite ermöglicht es ihnen, einen eigenen Store anzulegen und Anwendungen anzubieten.

In seiner Beschwerde behauptet Aptoide weiter, dass Google notwendige Android-Dienste mit Google Play verknüpfe und in seinem Chrome-Browser den Zugang zur Aptoide-Website blockiere. Letztgenannten Vorwurf können wir jedoch nicht bestätigen, da sich die Seite problemlos mit einem Android-Handy per Chrome aufrufen lässt.

Nach Darstellung Trezentos wurde die Installation der Aptoide-App von Version zu Version schwieriger. Unter der Android-Version 2.1 hat eine Vergleichsgruppe von zehn bis zwölf Personen zehn Schritte benötigt, um den App-Store zu installieren. Dies ist 80 Prozent der Nutzer gelungen. Unter 2.3 seien nach dem Bericht 13 Schritte erforderlich gewesen, die Erfolgsquote auf 45 Prozent gesunken. Die dritte Vergleichsgruppe nutzte die Version 4.0. Dabei sind 14 Schritte notwendig gewesen, die nur jeder fünfte erfolgreich bewältigt hat. So hat Trezento zufolge Google die Zustimmung für die Installation von Apps mit "unbekannter Herkunft" in der Version 4.0 unter zehn anderen Optionen gut versteckt.

Google sieht sich inzwischen einer ganzen Reihe von Wettbewerbsbeschwerden ausgesetzt. Neben dem Verfahren zur Google-Suche, das in absehbarer Zeit entschieden werden könnte, haben sich laut Wall Street Journal inzwischen auch Nokia, Microsoft, Oracle und ein Dutzend anderer Firmen darüber beschwert, dass Google seine eigenen Anwendungen mit Android bevorzugt behandle.



Anzeige
Top-Angebote
  1. mit Gutschein: SUPERDEALS (u. a. HP Windows Mixed Reality Headset VR1000-100nn für 295,20€ statt...
  2. mit den Gutscheinen: DELL10 (für XPS13/XPS15) und DELL100 (für G3/G5)
  3. mit Gutschein: ASUSZONE (u. a. VivoBook 15.6" FHD mit i3-5005U/8 GB/128 GB für 270,74€ statt...
  4. (u. a. Canon EOS 200D mit Objektiv 18-55 mm für 477€)

Neuro-Chef 21. Jun 2014

Auch interessant, danke!

hackCrack 20. Jun 2014

Die sprechen hier über Hürden? Du must einen einzigen hacken entfernen aus den...

tangonuevo 18. Jun 2014

Welche Textverarbeitungs-vertreibenden Webseiten haben sie den zu verdrängen versucht...

tangonuevo 18. Jun 2014

Es gibt das sogenannte Kartellrecht, daß nur Unternehmen betrifft, die in einem...

FreiGeistler 18. Jun 2014

Amazon hat einen App-Shop, ist aber kein OS. Den Amazone Store kann man AUCH nach...


Folgen Sie uns
       


Sonnet eGFX Box 650W - Test

Die eGFX Box von Sonnet hat 650 Watt und ist ein externes Grafikkarten-Gehäuse. Sie funktioniert mit AMDs Radeon RX Vega 64 und wird per Thunderbolt 3 an ein Notebook angeschlossen. Der Lüfter und das Netzteil sind vergleichsweise leise, der Preis fällt mit 450 Euro recht hoch aus.

Sonnet eGFX Box 650W - Test Video aufrufen
Automatisiertes Fahren: Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau
Automatisiertes Fahren
Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau

Der Staupilot im neuen Audi A8 soll der erste Schritt auf dem Weg zum hochautomatisierten Fahren sein. Doch die Verhandlungen darüber, was solche Autos können müssen, sind sehr kompliziert. Und die Tests stellen Audi vor große Herausforderungen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Nach tödlichem Unfall Uber entlässt 100 Testfahrer für autonome Autos
  2. Autonomes Fahren Daimler und Bosch testen fahrerlose Flotte im Silicon Valley
  3. Kooperationen vereinbart Deutschland setzt beim Auto der Zukunft auf China

Battlefield 5 Closed Alpha angespielt: Schneller sterben, länger tot
Battlefield 5 Closed Alpha angespielt
Schneller sterben, länger tot

Das neue Battlefield bekommt ein bisschen was von Fortnite und wird allgemein realistischer und dynamischer. Wir konnten in der Closed Alpha Eindrücke sammeln und erklären die Änderungen.
Von Michael Wieczorek

  1. Battlefield 5 Mehr Reaktionsmöglichkeiten statt schwächerer Munition
  2. Battlefield 5 Closed Alpha startet mit neuen Systemanforderungen
  3. Battlefield 5 Schatzkisten und Systemanforderungen

Krankenversicherung: Der Papierkrieg geht weiter
Krankenversicherung
Der Papierkrieg geht weiter

Die Krankenversicherung der Zukunft wird digital und direkt, aber eine tiefgreifende Disruption des Gesundheitswesens à la Amazon wird in Deutschland wohl ausbleiben. Die Beharrungskräfte sind zu groß.
Eine Analyse von Daniel Fallenstein

  1. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche
  2. Medizintechnik Implantat wird per Ultraschall programmiert
  3. Telemedizin Neue Patienten für die Onlinepraxis

    •  /