Abo
  • Services:
Anzeige
OpenBSD mit 64-Bit-Zeit
OpenBSD mit 64-Bit-Zeit (Bild: OpenBSD)

Unix: OpenBSD 5.5 löst Unix-Zeitproblem

Die Unix-Zeit von OpenBSD nutzt nun fast ausschließlich eine 64-Bit-Variable und löst damit das Jahr-2038-Problem. Die Installation ist zudem signiert.

Anzeige

In dem Ur-Unix der Bell Labs wurde die Zeit in einer 32-Bit-Variablen gespeichert, was in direkt oder indirekt darauf aufbauenden Betriebssystemen übernommen worden ist. Diese Variable time_t läuft im Jahr 2038 über, weil damit für positive und negative Werte nur zweimal 68 Jahre gespeichert werden können. OpenBSD 5.5 hat dieses Problem durch einen Wechsel hin zu einer 64-Bit-Variablen behoben.

Mit dieser neuen Variablen lassen sich zumindest theoretisch etwas weniger als 300 Milliarden Jahre repräsentieren. Für die Umstellung hat das Team seinen gesamten Quellcode überprüft und viele verschiedene Programme angepasst, darunter auch Spiele sowie zahlreiche Ports. Für die Teile des Systems, die mit 64 Bit nicht umgehen können, kommt von nun an eine vorzeichenlose Variable zum Einsatz, die bis zum Jahr 2106 benutzt werden kann.

Signierte Installation

Mit Hilfe des neuen Signify-Kommandos sind die Installationsroutine selbst sowie sämtliche Pakete kryptografisch signiert. Noch ist die Installation ohne Überprüfung der Signatur möglich, wird vom Entwickler-Team aber nicht empfohlen. Außerdem vertraut die Paketinstallation pkg_add standardmäßig nur noch signierten Paketen.

Darüber hinaus lassen sich nun Installationen erstellen, die ohne Aufsicht durchlaufen. Dieser Vorgang lässt sich über eine spezielle Konfigurationsdatei kontrollieren. Für x86-kompatible Architekturen bietet das Team auch selbst erstellte Abbilder an, die auf USB-Speicher geschrieben werden können.

Die vielfach verwendete Firewall pf besitzt ein neues System zum Einreihen der Pakete mit entsprechend neuer Syntax. Der Zufallszahlengenerator arc4random nutzt die ChaCha20-Stromverschlüsselung von Daniel J. Bernstein und das Zufallszahlensystem des Kernels verwendet Daten aus dem Bootloader, um Funktionen auch im frühen Bootprozess bereitzustellen.

Für Desktop-Nutzer enthaltene Ports sind unter anderem Gnome 3.10, KDE SC 4.11, aktuelle ESR-Releases von Firefox und Thunderbird, Chromium 32 oder auch Libreoffice 4.1.4. Weitere Änderungen und eine Auflistung weiterer Ports finden sich in der Ankündigung. Installationsabbilder sind über die Spiegelserver des Projekts verfügbar.


eye home zur Startseite
robinx999 11. Mai 2014

Keine ahnung warum, das reine rechnen mit solchen daten klappt noch, das setzen der Zeit...

Nerd_vom_Dienst 03. Mai 2014

Echt mal, die kriegen auch nix Dauerhaftes zustande! In 5 Mrd~ Jahren explodiert schon...

Tantalus 02. Mai 2014

Die bewahren Dich nur vor exornitanten Stromkosten für 24 Jahre lang Bier kühlen...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Feynsinn, Garching, Fulda, Ingolstadt
  2. AEVI International GmbH, Berlin
  3. Pilz GmbH & Co. KG, Ostfildern
  4. AKDB, München


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Rayman Legends 8,99€, Rayman Origins 4,99€ und Syberia 3 14,80€)
  2. 199,90€ + 5,99€ Versand (Vergleichspreis ca. 235€)
  3. 88€ (Vergleichspreis ca. 119€)

Folgen Sie uns
       


  1. Großtastenhandys im Test

    Seniorenhandys sind schlecht durchdacht

  2. PixelNN

    Mit Machine Learning unscharfe Bilder erkennbar machen

  3. Mobilfunk

    O2 in bayerischer Gemeinde seit 18 Tagen gestört

  4. Elektroauto

    Tesla schafft günstigstes Model S ab

  5. Bundestagswahl 2017

    IT-Probleme verzögerten Stimmübermittlung

  6. Fortnite Battle Royale

    Entwickler von Pubg sorgt sich wegen Unreal Engine

  7. Übernahme

    SAP kauft Gigya für 350 Millionen US-Dollar

  8. Core i9-7980XE im Test

    Intel braucht 18 Kerne, um AMD zu schlagen

  9. Bundestagswahl 2017

    Ein Hoffnungsschimmer für die Netzpolitik

  10. iZugar

    220-Grad Fisheye-Objektiv für Micro Four Thirds vorgestellt



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Inspiron 5675 im Test: Dells Ryzen-Gaming-PC reicht mindestens bis 2020
Inspiron 5675 im Test
Dells Ryzen-Gaming-PC reicht mindestens bis 2020
  1. Android 8.0 im Test Fertig oder nicht fertig, das ist hier die Frage
  2. Logitech Powerplay im Test Die niemals leere Funk-Maus
  3. Polar vs. Fitbit Duell der Schlafexperten

Anki Cozmo im Test: Katze gegen Roboter
Anki Cozmo im Test
Katze gegen Roboter
  1. Die Woche im Video Apple, Autos und ein grinsender Affe

Edge Computing: Randerscheinung mit zentraler Bedeutung
Edge Computing
Randerscheinung mit zentraler Bedeutung
  1. Security Nest stellt komplette Alarmanlage vor
  2. Software AG Cumulocity IoT bringt das Internet der Dinge für Einsteiger
  3. DDoS 30.000 Telnet-Zugänge für IoT-Geräte veröffentlicht

  1. Re: Intel im Winterschlaf

    slead | 12:01

  2. Re: Ich feier das Ergebnis der AfD!

    AllDayPiano | 12:01

  3. Re: ¤3000 bei ¤70k.... macht keinen grossen...

    StaTiC2206 | 11:59

  4. Re: Wir ueberlegen seit langem den Kauf

    SpeedyGTD | 11:57

  5. Re: Nutzen von ECC?

    peter.kleibert | 11:57


  1. 12:02

  2. 11:58

  3. 11:34

  4. 11:19

  5. 11:04

  6. 10:34

  7. 10:16

  8. 09:01


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel