Unix-Desktop: LXDE pflegt weiter GTK2- und Qt5-Version

" Obwohl ursprünglich der Plan bestand, auf Qt zu migrieren, heißt das nicht, dass LXDE fallen gelassen wird ", schreibt der LXDE-Gründer Hong Jen Yee alias PCMan im Blog des Projekts(öffnet im neuen Fenster) . Das heißt, sowohl die ältere Desktop-Umgebung auf Basis von GTK2 als auch LXQt werden parallel zueinander gepflegt.
Weiter heißt es: " Viele GTK-Komponenten haben vor Kurzem Updates erhalten " und zudem werde " LXDE aktiv weiterentwickelt und durch Entwickler gepflegt, die von Andrej N. Gritsenko geleitet werden ". Außerdem glaube der Projektgründer, dass dies weiter geschehen werde, solange GTK2 in Benutzung bleibe.
Als Zeichen für die Lebendigkeit der GTK-Version des Desktop wird sogar aufgeführt, dass das Projekt einige Patches für GTK3 erhalten habe, auch wenn dies nicht bedeute, dass eine Portierung auf diese Version des GUI-Toolkits geschehen werde. Anwender, die keine Fans von LXQt seien, müssten sich also nicht um ihren Desktop sorgen, sondern könnten weiter LXDE verwenden.
Die Qt-Implementierung ist unter anderem aus Unzufriedenheit über GTK3(öffnet im neuen Fenster) entstanden, weil diese mehr Speicher verbrauche und langsamer sei, als die Vorgängerversion. Gemeinsam mit den Entwicklern des Razor-Desktops, der ebenfalls auf Qt basierte, formten die Hacker den neuen Desktop LXQt . Dieser soll ebenso wie LXDE vor allem leichtgewichtig sein und wenig Ressourcen benötigen.
Mitte Oktober erschien Version 0.8 des Qt-Desktops(öffnet im neuen Fenster) , die vollständig kompatibel zu Qt5 ist. Diese sei ziemlich stabil und beinhalte die notwendigen Funktionen. Allerdings arbeite das Team auch hier an weiteren Verbesserungen, so würden die Abhängigkeiten zu X11 derzeit beseitigt, um später Wayland einsetzen zu können.



