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Unix-Desktop: Gnome 3.36 setzt auf Design

Änderungen am Sperrbildschirm und der Shell sollen Gnome 3.36 aufhübschen. Hinzu kommen viele nützliche Kleinigkeiten.
/ Tim Schürmann , Sebastian Grüner
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Gnome 3.36 ist verfügbar. (Bild: Gnome)
Gnome 3.36 ist verfügbar. Bild: Gnome

Die Entwickler des Gnome-Projekts haben Version 3.36 ihrer freien Desktop-Umgebung veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) . Das Team hat dafür etwa den Sperrbildschirm der Oberfläche überarbeitet. Dieser soll durch eine Neugestaltung funktionaler, eleganter und einfacher zu bedienen sein. Details und Hintergründe dazu liefert ein Blogeintrag des zuständigen Designers Allan Day(öffnet im neuen Fenster) .

Leicht optisch überarbeitet haben die Entwickler auch die Arbeitsfläche (Shell) selbst. So erhielten die meisten Systemdialoge ein verbessertes Design, wodurch sich insbesondere Texte leichter lesen lassen sollen. Die Buttons zum Ein- und Ausschalten des Rechners sind anders angeordnet, zudem lässt sich der Computer einfacher in den Suspend-Modus versetzen. Passwortfelder machen auf Knopfdruck den eingetippten Text sichtbar.

Gnome 3.36 (Herstellervideo)
Gnome 3.36 (Herstellervideo) (02:10)

Wer zudem mit einem Klick auf die Uhr die Benachrichtigungen aufklappt, findet dort nun einen Nicht-stören-Knopf. Solange dieser aktiviert ist, versteckt Gnome alle Benachrichtigungen. Desktop-Erweiterungen verwaltet die neue separate Extensions-App und nicht mehr die Softwareverwaltung. Letztgenannte pausiert den Download von Aktualisierungen, wenn sie Verbindungen mit Beschränkungen beim Datenvolumen erkennt, wie etwa beim Mobilfunk.

Die einzelnen Kategorien in den Systemeinstellungen haben die Entwickler umgeordnet, so dass sie sich leichter finden lassen. Der Internetbrowser Web kann PDFs direkt im Browserfenster anzeigen. Die Benutzeroberfläche folgt nun dem sogenannten Responsive Design, wodurch sich der Webbrowser besser auf kleineren Bildschirmen bedienen lässt. Auch die Uhr Clocks erstrahlt in einem neuen, responsiven Design. Der Musikplayer lädt fehlende Albencover automatisch aus dem Netz.

Die App Boxes, mit der sich virtuelle Maschinen erstellen lassen, bietet ein Tutorial und unterstützt das Booten per UEFI. Der Assistent zum Einrichten von neuen Maschinen erlaubt zudem das Einstellen der Anzahl der CPUs. Besitzer eines Systems mit Hybridgrafik von Nvidia, die den proprietären Grafikkartentreiber verwenden, können jetzt beim Start einer Anwendung leicht per Mausklick die Nutzung dieser Grafikkarte erzwingen. Weitere Neuerungen finden sich in der offiziellen Ankündigung(öffnet im neuen Fenster) .


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