Abo
  • IT-Karriere:

University of Washington: Forscher entwickeln batterieloses Mobiltelefon

Selbst einfache Handys brauchen einen Akku - nicht aber das Gerät, das Forscher der Universität Washington entwickelt haben: Das Mobiltelefon wandelt Sprache in Vibration um und überträgt diese als Radiosignale. Der Strombedarf wird durch ein winziges Solarmodul und die Basisstation in der Nähe gedeckt.

Artikel veröffentlicht am ,
Das akkulose Handy der Universität Washington
Das akkulose Handy der Universität Washington (Bild: Mark Stone/University of Washington)

Forscher der University of Washington haben ein Handy entwickelt, das keinen Akku benötigt und dennoch Telefonate ermöglicht. Das kleine Gerät, dessen Prototyp momentan eine Platine ist, hat einen Strombedarf von nur 3,5 Mikrowatt.

Stellenmarkt
  1. Horváth & Partners Management Consultants, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München, Stuttgart
  2. CYBEROBICS, Berlin

Die Energie wird sowohl durch ein nur reiskorngroßes Solarmodul aufgenommen als auch durch eine Basisstation, die die Stromversorgung durch Radiosignale bis zu einer Reichweite von 10 Metern sicherstellt. Die Technologie der Basisstation ließe sich den Forschern zufolge leicht in jede Mobilfunkbasisstation und in Router einbauen, so dass eine flächendeckende Stromversorgung von Handys gesichert sein könnte.

  • Das batterielose Handy der Universität Washington (Bild: Mark Stone/University of Washington)
  • Das batterielose Handy der Universität Washington (Bild: Mark Stone/University of Washington)
Das batterielose Handy der Universität Washington (Bild: Mark Stone/University of Washington)

Um den Energiebedarf des Handys so niedrig zu halten, mussten die Wissenschaftler bei der Art und Weise, wie Sprache übertragen wird, umdenken. Anstatt das analoge Sprachsignal in ein digitales umzuwandeln und dieses zu übertragen, wird die Sprache mit Hilfe des Mikros in Vibrationen erfasst.

Sprache wird über Radiosignale übertragen

Diese Schwingungen werden anschließend von einer Antenne in Veränderungen eines Radiosignals umgewandelt und über die Basisstation übertragen. Dafür nutzen die Forscher Skype und können auf diese Weise Telefonate führen, Daten übertragen und Anrufe halten. Aktuell müssen Nutzer noch manuell zwischen Senden und Empfangen umschalten, in etwa wie bei einem Funkgerät.

Das batterielose Handy wurde mit Standardteilen hergestellt, die Herausforderung dürfte die Basisstation sein. Die maximale Entfernung des Handys zur Basis kann die angegebenen 10 Meter überschreiten: Dank des Solarmoduls konnten die Wissenschaftler in ihren Versuchen den Abstand auf über 15 Meter erhöhen. Außerhalb dieser Reichweite funktioniert das Handy nicht.

Weitere Verbesserungen sind geplant

Als nächstes wollen die Forscher die Entfernung zwischen Handy und Basisstation weiter erhöhen und die Konversationen verschlüsseln. Zudem soll in späteren Modellen auch Videotelefonie möglich sein, dafür soll eines der kommenden batterielosen Handys auch einen Bildschirm haben.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,99€
  2. 2,99€
  3. 7,99€

DLichti 09. Jul 2017

Nein, denn das Telefon nutzt nicht das DECT-Protokoll. Genau genommen hat auch ein GSM...

der_wahre_hannes 07. Jul 2017

Wir können heute in sekundenschnelle sämtliche Informationen abrufen, die die Menschheit...

chewbacca0815 07. Jul 2017

Äh, das war keine Werbung, sondern ein Artikel über die nicht erfolgten...

Brotbüchse aus... 07. Jul 2017

Irgendwie schon, aber ... In dem verlinkten Beitrag der University of Washington steht...


Folgen Sie uns
       


Proglove Scanhandschuh ausprobiert

Der Mark II von Proglove ist ein Barcode-Scanner, den sich Nutzer um die Hand schnallen können. Das Gerät ist klein und sehr leicht - wir haben es nach wenigen Minuten schon nicht mehr bemerkt.

Proglove Scanhandschuh ausprobiert Video aufrufen
Watch Dogs Legion angespielt: Eine Seniorin als Ein-Frau-Armee
Watch Dogs Legion angespielt
Eine Seniorin als Ein-Frau-Armee

E3 2019 Elitesoldaten brauchen wir nicht - in Watch Dogs Legion hacken und schießen wir auch als Pensionistin für den Widerstand. Beim Anspielen haben wir sehr über die ebenso klapprige wie kampflustige Oma Gwendoline gelacht.


    Final Fantasy 7 Remake angespielt: Cloud Strife und die (fast) unendliche Geschichte
    Final Fantasy 7 Remake angespielt
    Cloud Strife und die (fast) unendliche Geschichte

    E3 2019 Das Remake von Final Fantasy 7 wird ein Riesenprojekt, allein die erste Episode erscheint auf zwei Blu-ray-Discs. Kurios: In wie viele Folgen das bereits enorm umfangreiche Original von 1997 aufgeteilt wird, kann bislang nicht mal der Producer sagen.

    1. Final Fantasy 14 Online Report Zwischen Cosplay, Kirmes und Kampfsystem
    2. Square Enix Final Fantasy 14 erhält Solo-Inhalte und besonderen Magier
    3. Rollenspiel Square Enix streicht Erweiterungen für Final Fantasy 15

    Wolfenstein Youngblood angespielt: Warum wurden diese dämlichen Mädchen nicht aufgehalten!?
    Wolfenstein Youngblood angespielt
    "Warum wurden diese dämlichen Mädchen nicht aufgehalten!?"

    E3 2019 Der erste Kill ist der schwerste: In Wolfenstein Youngblood kämpfen die beiden Töchter von B.J. Blazkowicz gegen Nazis. Golem.de hat sich mit Jess und Soph durch einen Zeppelin über dem belagerten Paris gekämpft.
    Von Peter Steinlechner


        •  /