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University of Washington: Forscher entwickeln batterieloses Mobiltelefon

Selbst einfache Handys brauchen einen Akku - nicht aber das Gerät, das Forscher der Universität Washington entwickelt haben: Das Mobiltelefon wandelt Sprache in Vibration um und überträgt diese als Radiosignale. Der Strombedarf wird durch ein winziges Solarmodul und die Basisstation in der Nähe gedeckt.

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Das akkulose Handy der Universität Washington
Das akkulose Handy der Universität Washington (Bild: Mark Stone/University of Washington)

Forscher der University of Washington haben ein Handy entwickelt, das keinen Akku benötigt und dennoch Telefonate ermöglicht. Das kleine Gerät, dessen Prototyp momentan eine Platine ist, hat einen Strombedarf von nur 3,5 Mikrowatt.

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Die Energie wird sowohl durch ein nur reiskorngroßes Solarmodul aufgenommen als auch durch eine Basisstation, die die Stromversorgung durch Radiosignale bis zu einer Reichweite von 10 Metern sicherstellt. Die Technologie der Basisstation ließe sich den Forschern zufolge leicht in jede Mobilfunkbasisstation und in Router einbauen, so dass eine flächendeckende Stromversorgung von Handys gesichert sein könnte.

  • Das batterielose Handy der Universität Washington (Bild: Mark Stone/University of Washington)
  • Das batterielose Handy der Universität Washington (Bild: Mark Stone/University of Washington)
Das batterielose Handy der Universität Washington (Bild: Mark Stone/University of Washington)

Um den Energiebedarf des Handys so niedrig zu halten, mussten die Wissenschaftler bei der Art und Weise, wie Sprache übertragen wird, umdenken. Anstatt das analoge Sprachsignal in ein digitales umzuwandeln und dieses zu übertragen, wird die Sprache mit Hilfe des Mikros in Vibrationen erfasst.

Sprache wird über Radiosignale übertragen

Diese Schwingungen werden anschließend von einer Antenne in Veränderungen eines Radiosignals umgewandelt und über die Basisstation übertragen. Dafür nutzen die Forscher Skype und können auf diese Weise Telefonate führen, Daten übertragen und Anrufe halten. Aktuell müssen Nutzer noch manuell zwischen Senden und Empfangen umschalten, in etwa wie bei einem Funkgerät.

Das batterielose Handy wurde mit Standardteilen hergestellt, die Herausforderung dürfte die Basisstation sein. Die maximale Entfernung des Handys zur Basis kann die angegebenen 10 Meter überschreiten: Dank des Solarmoduls konnten die Wissenschaftler in ihren Versuchen den Abstand auf über 15 Meter erhöhen. Außerhalb dieser Reichweite funktioniert das Handy nicht.

Weitere Verbesserungen sind geplant

Als nächstes wollen die Forscher die Entfernung zwischen Handy und Basisstation weiter erhöhen und die Konversationen verschlüsseln. Zudem soll in späteren Modellen auch Videotelefonie möglich sein, dafür soll eines der kommenden batterielosen Handys auch einen Bildschirm haben.



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DLichti 09. Jul 2017

Nein, denn das Telefon nutzt nicht das DECT-Protokoll. Genau genommen hat auch ein GSM...

der_wahre_hannes 07. Jul 2017

Wir können heute in sekundenschnelle sämtliche Informationen abrufen, die die Menschheit...

chewbacca0815 07. Jul 2017

Äh, das war keine Werbung, sondern ein Artikel über die nicht erfolgten...

Brotbüchse aus... 07. Jul 2017

Irgendwie schon, aber ... In dem verlinkten Beitrag der University of Washington steht...


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