Universität: KI-Professoren unterrichten in 700-Dollar-Kurs von Harvard
Die US-Universität Harvard verkauft Business-Kurse für 700 US-Dollar pro Person. Dort lehren nicht echte Professoren, sondern ihre KI-Abbilder. Einer von ihnen ist die KI-Version von Jeff Bussgang, einem Harvard-Professor und Investor bei einer Venture-Kapitalfirma. Er meldete sich für das Programm freiwillig und ließ sich für den KI-Kurs einscannen.
In dem Kurs können Business-Studenten ihre Ideen für Startups pitchen. Anschließend erhalten sie vom KI-Avatar Feedback und Ratschläge. Das konnte die New York Times(öffnet im neuen Fenster) selbst ausprobieren. "Meine Studenten lieben es", sagt Bussgang im Interview mit der US-Zeitung – auch, wenn die Darstellung etwas unheimlich wirken mag.
Der 700-Dollar-Kurs führt die Teilnehmer acht Wochen lang durch ein Unternehmens-Boot-Camp. Sie sollen dabei diverse Geschäftspraktiken und Ansätze lernen und am Ende mit einer sinnvollen Idee für das eigene Unternehmen herauskommen. Auch lernen Menschen, wie sie ihre Idee Investoren schmackhaft machen können. Der Kurs wurde bereits in 50 US-Universitäten getestet.
Menschen bleiben die Hauptmoderatoren
Die KI-Avatare sind Teil der Onlineplattform im Kurs. Sie sollen den Teilnehmern Hilfestellungen geben. Geführt wird der Kurs allerdings weiterhin von echten Menschen. Das KI-moderierte Onlineportal stellt sämtliche Ressourcen für den Kurs bereit. Diese wurden nach den Abbildern der echten Tutoren modelliert.
Im Jahr 2024, als der Kurs konzipiert wurde, sollte diese Aufgaben wohl ein Chatbot übernehmen. Bilder und sogar bewegte Videos von Tutoren sollen bei den Testgruppen aber besser angekommen sein. Die aktuell nutzbaren KI-Avatare wurden in Kooperation mit Heygen entwickelt, einem Unternehmen mit Spezialisierung auf KI-generierte Persona.
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