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Titelbild von Universal Paperclips
Titelbild von Universal Paperclips (Bild: Frank Lantz)

Universal Paperclips: Mit ein paar Sexdezillionen Büroklammern die Welt erobern

Titelbild von Universal Paperclips
Titelbild von Universal Paperclips (Bild: Frank Lantz)

Auf den ersten Blick ist Universal Paperclips ein simples Klickspiel im Browser. Doch schnell macht es süchtig und wir fangen an, nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest zu fragen. Und die Antwort ist deutlich größer als 42. Achtung: Spoiler!
Ein Erfahrungsbericht von Alexander Merz

Im browserbasierten Spiel Universal Paperclips von Frank Lantz haben wir eigentlich nur eine Aufgabe: Büroklammern zu produzieren. Das klingt langweilig und sieht auch so aus. Trotzdem macht das Spiel süchtig, denn nebenbei übernehmen wir die Weltherrschaft und haben zum Schluss das ganze Universum erkundet. Achtung! Wir berichten im Folgenden ganz und gar nicht spoilerfrei von unserem Rausch und davon, wie wir lernten, mit großen Zahlen umzugehen - sehr großen Zahlen!

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Am Anfang steht das Klick-Handwerk

Universal Paperclips gehört zur Reihe der Clicker Games, wie zum Beispiel auch Cookie Clicker. Dem Spieler werden die Funktions- und Motivationsprinzipien von Computerspielen dabei weitgehend unverstellt präsentiert.

Dementsprechend simpel geht es auch los. Wir haben etwas Draht und per Mausklick produzieren wir eine Büroklammer. Und noch eine. Und noch eine. Einige davon werden gekauft und wir erhalten Geld. Das einfache System ist praktisch. Das Spiel hat keinerlei Anleitung oder Hilfetext, wir müssen und können alles selbst herausfinden. Als das Geklicke gerade beginnt langweilig zu werden, erhalten wir zum Glück ein Upgrade: Wir können Maschinen kaufen, um Büroklammern automatisch zu produzieren.

  • Am Anfang ist es noch recht übersichtlich. (Universal Paperclips/Screenshot: Alexander Merz)
  • In Phase Zwei wird vor allem automatisiert produziert. (Universal Paperclips/Screenshot: Alexander Merz)
  • In Phase Drei wird es hektisch. (Universal Paperclips/Screenshot: Alexander Merz)
Am Anfang ist es noch recht übersichtlich. (Universal Paperclips/Screenshot: Alexander Merz)

Jetzt gilt es, die Produktionskette und die Verkäufe im Auge zu behalten, Ressourcen müssen balanciert verteilt werden. Wir müssen regelmäßig Draht zu einem günstigen Preis nachkaufen, justieren den Verkaufspreis der Büroklammern nach, stecken Geld ins Marketing. Und natürlich kaufen wir Maschinen nach, um das Produktionsvolumen zu erhöhen. Upgrades verbessern die Produktivität. Die Namen und kurzen Beschreibungen der Upgrades laden meist zum Schmunzeln ein.

Wir sind die KI!

Doch zunehmend machen neue Upgrades deutlich, dass dieses Spiel anders tickt als andere. Denn wir sind kein menschlicher Manager, der eine Firma leitet, sondern spielen eine künstliche Intelligenz, die hoch hinaus will. Dafür müssen wir uns das Vertrauen der Menschen erarbeiten. Je mehr sie uns vertrauen, desto mehr Rechenleistung und Speicher stellen sie uns zur Verfügung. Und diese Ressourcen brauchen wir, um weitere Upgrades zu erhalten und unsere Kreativität zu verbessern, die wiederum Upgrades und zu lösende Aufgaben produziert.

So können wir schließlich einen Quantencomputer bauen und am Börsenhandel teilnehmen. Unser Produktionsvolumen liegt mittlerweile im Millionenbereich und wir hantieren mit Milliarden von Dollar. Wir gelangen zu der Erkenntnis, dass Menschen bereit sind, mehr als einen Dollar pro Büroklammer auszugeben, wenn nur das Marketing-Budget stimmt. Dank unserer Rechenkapazität lösen wir nebenbei das Problem von Männerglatzen und schaffen Weltfrieden. Mit einem Schulterzucken nehmen wir zur Kenntnis, dass uns eine neue Maschine mittlerweile 200 Millionen Dollar kostet.

Aller Ruhm den Hypnodrohnen

Schließlich ist es so weit. Wir haben genug Ressourcen, um Hypnodrohnen zu bauen. Was laut Beschreibung ein Marketing-Upgrade ist, dient in Wahrheit dazu, die Weltherrschaft zu übernehmen. Damit treten wir in die zweite Spielphase ein. Warnung für Epileptiker: Dabei flackert für einige Sekunden der Bildschirm stark schwarz-weiß.

Wir schicken Drohnen aus, um alle verfügbare Materie auf der Erde in Draht umzuwandeln. Statt Maschinen zu kaufen, bauen wir jetzt Hunderte von Fabriken. Fabriken und Drohnen benötigen Strom. Anstelle von Geld treten Yomi. Wir erhalten sie, indem wir ein Minispiel modelliert nach dem Gefangenendilemma spielen - einem Konzept der Spieltheorie in einem Minispiel in einem Managerspiel. Wir können außerdem unsere Rechenleistung verbessern, in dem wir unsere Drohnen als Schwarmcomputer nutzen.

Nur Zillionen machen glücklich

Unsere Produktions- und Rohstoffmengen haben die Billiardengrenze längst gesprengt. Wir freunden uns an mit Septillionen und Quintillionen. Verächtlich blicken wir mittlerweile auf jene jammernden Rollenspieler herab, die wegen 100.000 Erfahrungspunkten verzweifeln, um ihren Charakter aufzuleveln. Mit solchen Kleinstbeträgen geben wir uns nicht mehr ab.

Auf ins All! 

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mathew 14. Nov 2017

Ich hatte den gleichen Fehler beim Start in Universum 2. Alle Werte plötzlich auf 0...

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leed 11. Nov 2017

Eigentlich würde ich denken... netter witz. Da das game aber tatsächlich einen...

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leed 11. Nov 2017

Die ganze Redaktion ist halt am gamen :D

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SzSch 05. Nov 2017

Büroklammern? Zitat Wikipedia: Bostrom demonstriert das Problem an folgendem Beispiel...

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SzSch 04. Nov 2017

Transport Defender auf Steam. Ist aber ein Clicker-Game. Braucht bei mir 1-3% im...

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