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Universal Music: Mit High Fidelity Pure Audio gegen Blu-ray Pure Audio

Zur Ifa 2013 bekommt die Blu-ray Pure Audio einen mächtigen Konkurrenten. Universal will sein eigenes Pure-Audio-Logo ohne blauen Hintergrund etablieren. Im Bereich der Mehrkanalmusikscheiben auf Blu-ray-Basis zeichnet sich damit ein unnötiger Formatkrieg ab.

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Eine Audio-Blu-ray ohne blaues Logo
Eine Audio-Blu-ray ohne blaues Logo (Bild: Universal)

Im September 2013 wird die Universal Music Group mit dem Verkauf der High Fidelity Pure Audio beginnen. Es handelt sich bei diesem Format um ein Nischenangebot für Audiophile, das den Vorteil einer großen installierten Basis von Blu-ray-Playern besitzt. Die High Fidelity Pure Audio (HFPA) ist eine standardkonforme Blu-ray. Ähnlich wie zuvor der DVD-Audio-Ansatz profitiert die HFPA also davon, in vielen Haushalten bereits abgespielt werden zu können. Der Erfolg ist deswegen aber nicht garantiert. Die DVD-Audio konnte sich trotzdem nicht gegen die Super-Audio-CD durchsetzen, die einen speziellen Player benötigt.

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Die HFPA startete bereits im Mai 2013 mit 36 Titeln in Frankreich und bringt diese nun auch nach Deutschland. Das Eröffnungsangebot bestand dort aus Titeln aus der Klassik, aber auch dem Rock-, Pop- und dem Jazzbereich. Darunter fallen Werke von Nina Simone, The Rolling Stones und Stevie Wonder.

Die HFPA-Discs haben eine Kapazität von 50 GByte und können eine Laufzeit von 7 Stunden haben. Die Aufnahmen werden in hoher Qualität (24 Bit/96 bis 192 KHz) auf dem Datenträger abgelegt. Zudem ist Mehrkanalton, zum Beispiel für Konzertaufnahmen, möglich - ein Vorteil, den auch die Super-Audio-CD gegenüber der herkömmlichen Audio-CD hat.

Zwei Audioformate

Neben der HFPA gibt es noch ein weiteres Audioformat auf Blu-ray-Basis. Die Blu-ray Pure Audio (BDPA) arbeitet ähnlich wie die HFPA, wird aber anders vermarktet, unter anderem durch ein anderes Logo. Die BDPA unterstützt auch spezielle Boxenanordnungen, die für Filme unbrauchbar sind.

Sowohl Universal als auch die Pure Audio Group, die zusätzlich mit einigen kleinen Anbietern zusammenarbeitet, sind derzeit dabei, sich im Markt zu positionieren. Die Pure Audio Group und deren Teilnehmer haben schon diverse Discs auf den Markt gebracht. Nicht alle Mehrkanaldatenträger haben jedoch bereits das Pure-Audio-Label auf der Disc. Die Pure Audio Group gründete sich während der Musikmesse Midem Anfang 2013, hat mittlerweile 42 Unternehmen auf ihrer Seite und will parallel zum Super-Audio-CD-Nischenmarkt die Blu-ray als zugänglichere Alternative auf den Markt bringen. Mittlerweile hat die Pure-Audio-Gruppe eigenen Angaben zufolge 40 Titel fertiggestellt. BDPA und HFPA haben damit momentan ein ähnlich kleines Angebot.

Die Unterschiede der zwei Formate für den Kunden dürften gering sein, denn Blu-rays sind beide Audioangebote. Allerdings stiften die konkurrierenden Formate unnötig Verwirrung. Neben den schon lange auf den Markt befindlichen Blu-ray-Audio-Angeboten gibt es nun noch zwei weitere, die größtenteils dasselbe leisten: eine für die Audio-Nutzung angepasste Blu-ray mit hoher Tonauflösung und Mehrkanalton. Die Unterschiede liegen in den Details. So nutzt die BDPA beispielsweise auch das exotische 2222+-Format.

Die Technik der Blu-ray Pure Audio haben wir uns bereits im Juni 2013 in einem kurzen Praxistest näher angeschaut.

Die High Fidelity Pure Audio wird in Deutschland am 6. September 2013 auf den Markt kommen. Das ist allerdings kein offizielles Datum, sondern geht aus Listungen der Shops hervor. An diesem Tag öffnet offiziell auch die Ifa 2013 ihre Messehallen. Auf Nachfrage wollte Universal Music den Termin nicht direkt bestätigen und sprach nur von Mitte September. Zunächst wird das Angebot hauptsächlich verschiedene ältere Musikwerke beinhalten. Laut Audiophile.no sind die in anderen Ländern bereits erhältlichen Discs größtenteils Stereoproduktionen. Die Vorteile gegenüber der SA-CD oder auch dem Flop DVD-Audio dürften dann gering sein. Zusätzlich ist die Veröffentlichung von Aufnahmen der Gruppen Queen (5.1) und Nirvana geplant. Zudem werden laut Universal Discs von Mike Oldfield, Norah Jones und Lionel Richie ebenfalls veröffentlicht. Diese und mehrere Dutzend weitere Titel, überwiegend aus der Klassik, will Universal Music am 23. September 2013 veröffentlichen.



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jo-1 15. Aug 2013

gerne - die OPPOs sind wirklich sehr sehr gut - viel mehr braucht selbst der HighEnd...

Atalanttore 14. Aug 2013

Denn für das gesparte Geld für einen nicht gekauften Blu-ray-Player und nicht gekauften...

Lala Satalin... 13. Aug 2013

Diese Blindtests sind immer für'n Arsch. Ich behaupte eher, dass ma zwische 96 KHz und...

derKlaus 13. Aug 2013

würde mich aur interessieren. ich find jetzt 15 euro für 25 Rohlinge a 25 GByte nicht...


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