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Universal Commerce Protocol: Google startet offenen Standard für KI-Shopping

Mit dem Universal Commerce Protocol will Google KI -gesteuerte Einkäufe standardisieren. Händler wie Shopify, Walmart und Target sind bereits dabei.
/ Andreas Donath
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Universal Commerce Protocol soll agentisches Einkaufen erlauben. (Bild: Google)
Universal Commerce Protocol soll agentisches Einkaufen erlauben. Bild: Google

Google hat auf der Konferenz der National Retail Federation das Universal Commerce Protocol (UCP) vorgestellt. Der neue Standard soll festlegen, wie KI-Agenten plattformübergreifend Einkaufstransaktionen abwickeln, wie Techcrunch berichtet.

An der Entwicklung des Protokolls waren mehrere große Händler beteiligt, darunter Shopify, Etsy, Wayfair, Target und Walmart. Laut Google(öffnet im neuen Fenster) deckt UCP den gesamten Kaufprozess ab – von der Produktsuche bis zum Kundenservice nach dem Kauf. Der Standard soll die Notwendigkeit separater Verbindungen zu verschiedenen Agentensystemen reduzieren.

Google bezeichnet UCP als kompatibel mit bestehenden Protokollen für autonome Agenten. Dazu gehören das Agent Payments Protocol (AP2), das Google 2024 vorgestellt hat, sowie Agent2Agent (A2A) und Model Context Protocol (MCP). Unternehmen und Agenten können spezifische Erweiterungen des Protokolls nach ihren Anforderungen auswählen.

Integration in Google-Dienste

Das Unternehmen plant, UCP für qualifizierte Produkteinträge im KI-Modus der Suchergebnisse und in Gemini-Anwendungen zu implementieren. Händler mit Sitz in den USA können Kunden, die über diese Schnittstellen Produkte recherchieren, direkte Check-out-Optionen anbieten. Die Zahlungsabwicklung unterstützt zunächst Google Pay, Versandinformationen werden aus Google Wallet gezogen. Paypal soll in naher Zukunft als Zahlungsoption folgen.

Shopify-CEO Tobi Lutke äußerte sich zum Potenzial des agentenbasierten Handels: Die Technologie scheine in der Lage zu sein, spezifische Kundeninteressen mit passenden Produkten zusammenzubringen. Diese Art der Produktentdeckung unterscheide sich von traditioneller suchbasierter Shopping-Erfahrung.

Spotify kooperiert mit Microsoft

Parallel kündigte Shopify eine Integration mit Microsoft Copilot(öffnet im neuen Fenster) an, die Kunden den Kaufabschluss innerhalb von Konversationen ermöglicht. Dies könnte auf eine breitere Branchenbewegung hin zu KI-integrierten Commerce-Systemen hindeuten.

Zudem können Anbieter künftig im KI-Modus gezielt mit potenziellen Kunden interagieren und während der Produktrecherche Rabatte anbieten. Wer beispielsweise nach einem Esszimmerteppich mit bestimmten Anforderungen sucht, könnte beim Betrachten der Empfehlungen Werbeangebote erhalten.


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