Abo
  • Services:

Unitymedia-Vodafone: Laut Mittelstand ist Kabelnetz schlecht für Glasfaserausbau

Der Mittelstand fürchtet die Fusion von Vodafone und Unitymedia. BVMW-Verbandschef Ohoven sieht darin eine Verzögerung des Glasfaser-Ausbaus.

Artikel veröffentlicht am ,
Vodafone feiert die mögliche Übernahme.
Vodafone feiert die mögliche Übernahme. (Bild: Vodafone Deutschland)

Die Übernahme von Unitymedia durch Vodafone führe zu monopolartige Strukturen im Kabelnetzmarkt und es drohe "eine Bremswirkung auf den Glasfaserausbau in Deutschland", erklärte Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbands Mittelständische Wirtschaft (BVMW), in einem Beitrag im Handelsblatt. Die Fusion sei daher mittelstandsfeindlich. Auch die Deutsche Telekom hat bereits so argumentiert.

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Stuttgart
  2. Bosch Gruppe, Leonberg

Vodafone und Unitymedia setzten auf ihre Koaxialkabelnetze. Deren Datenübertragungsrate möge "für das Privatkundengeschäft auf absehbare Zeit ausreichen, aber nicht für die Anforderungen der Industrie 4.0 und des Internets der Dinge", erklärte Ohoven. Insbesondere die Upload-Geschwindigkeit von Glasfaserleitungen sei bis zu zwanzigmal so hoch wie bei Koaxialkabeln.

Koaxialkabel kann noch einiges liefern

Unitymedia hatte in seiner ersten Gigabitstadt Bochum die Downloadrate mit 1 GBit/s und den Upload mit 50 MBit/s angegeben. Full Duplex wird die Upstream-Kapazität in einigen Jahren erhöhen und symmetrisch machen.

Kleinere und mittlere Unternehmen brauchten aber möglichst schnell und nicht erst in 10 oder 15 Jahren eine flächendeckende Versorgung mit Glasfaser bis in die Gebäude. Zwei Drittel der rund 3,5 Millionen mittelständischen Unternehmen haben ihren Sitz laut Ohoven abseits der Metropolregionen.

Vodafone hatte dagegen argumentiert, dass Kabelnetze sich großflächig schneller gigabitfähig machen ließen. Vodafone-Rechtsvorstand Christoph Clément sagte, dies sei gut für den Wettbewerb. Die Antwort der Deutschen Telekom auf beschleunigte Kabelnetze sei Vectoring gewesen. "Die Antwort auf gigabitschnelle Kabelnetze wird Glasfaser sein. Auch das ist gut für den Wettbewerb. Und vor allem gut für Deutschland."

Im Mai vereinbarte Vodafone mit Liberty Global, dessen Kabelnetze in Deutschland, Tschechien, Ungarn und Rumänien für einen Preis von 18,4 Milliarden Euro zu übernehmen. Der Zusammenschluss steht noch unter Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden, der EU-Kommission und des Bundeskartellamts. Das Bundeskartellamt und das Bundeswirtschaftsministerium wollen die Prüfung nach Deutschland ziehen, was ein Verbot oder hohe Auflagen wahrscheinlicher machen würde.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 34,99€

ML82 24. Aug 2018 / Themenstart

wenn etwas nicht jedem angeboten werden kann, dann gibt es wohl nicht genug davon, oder...

Dragos 24. Aug 2018 / Themenstart

also dein Vermieter hat die Wahl zwischen Telekom(Kabel) und deinen Regionalanbieter ICh...

gomelot 24. Aug 2018 / Themenstart

Der Klingeldraht hier von den rosa Männchen mit den sagenhaften 11Mbit/s Downstream...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


FritzOS 7 - Test

FritzOS 7 steckt voller sinnvoller Neuerungen: Im Test gefallen uns der einfach einzurichtende WLAN-Gastzugang und die praktische Mesh-Übersicht. Nachholbedarf gibt es aber noch bei der NAS-Funktion.

FritzOS 7 - Test Video aufrufen
iOS 12 im Test: Auch Apple will es Nutzern leichter machen
iOS 12 im Test
Auch Apple will es Nutzern leichter machen

Apple setzt mit iOS 12 weniger auf aufsehenerregende Funktionen als auf viele kleine Verbesserungen für den Alltag. Das erinnert an Google und Android 9, was nicht zwingend schlecht ist.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Apple iOS 12.1 verrät neues iPad Pro
  2. Apple Siri-Kurzbefehle-App für iOS 12 verfügbar

Gesetzesentwurf: So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen
Gesetzesentwurf
So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen

Obwohl nach Inkrafttreten der DSGVO eine Abmahnwelle ausgeblieben ist, will Justizministerin Barley nun gesetzlich gegen missbräuchliche Abmahnungen vorgehen. Damit soll auch der "fliegende Gerichtsstand" im Wettbewerbsrecht abgeschafft werden.
Von Friedhelm Greis


    Network Slicing: 5G gefährdet die Netzneutralität - oder etwa nicht?
    Network Slicing
    5G gefährdet die Netzneutralität - oder etwa nicht?

    Ein Digitalexperte warnt vor einem "deutlichen Spannungsverhältnis" zwischen der technischen Basis des kommenden Mobilfunkstandards 5G und dem Prinzip des offenen Internets. Die Bundesnetzagentur gibt dagegen vorläufig Entwarnung.
    Ein Bericht von Stefan Krempl

    1. Industrie Telekom warnt vor eigenem 5G-Netz auf jedem Fabrikhof
    2. Frequenzauktion Auch die SPD will ein erheblich besseres 5G-Netz
    3. T-Mobile US Deutsche Telekom gibt 3,5 Milliarden US-Dollar für 5G aus

      •  /