Abo
  • Services:

Unitymedia-Vodafone: Bundesnetzagentur will TV-Kabelnetz regulieren

Wenn das geplante Zusammengehen von Unitymedia und Vodafone zustande kommt, will die Bundesnetzagentur eine Regulierung und Öffnung intensiv prüfen. Doch der Wettbewerbsdruck sei gut für den Glasfaserausbau.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter
Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter (Bild: Vodafone Deutschland)

Nach der geplanten Übernahme Unitymedia durch Vodafone will der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, den TV-Kabelnetzmarkt genau untersuchen. "Wir werden genau hinschauen, ob es irgendwo Regionen oder Lokalitäten gibt, wo das Kabel dann dominant und marktmächtig ist", sagte Homann der Deutschen Presse-Agentur. "Und dann müsste gegebenenfalls natürlich auch das Kabel in diesen Fällen reguliert werden. Da würden wir Vodafone nicht anders behandeln als die Telekom."

Stellenmarkt
  1. Clariant SE, Sulzbach (Taunus)
  2. Software AG, Berlin

Vodafone hatte erklärt, die Kabelnetze von Unitymedia in Deutschland, der Tschechischen Republik, Ungarn und Rumänien für einen Preis von 18,4 Milliarden Euro von Liberty Global zu übernehmen. Der Zusammenschluss steht unter Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden.

Derzeit betreibt Vodafone TV-Kabelnetze in 13 deutschen Bundesländern, Unitymedia ist in Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen aktiv. Ziel sei die Zusammenführung von Breitband, Mobilfunk, Festnetz und TV-Diensten. Großflächig ließen sich Kabelnetze schneller gigabitfähig machen. Das sagte Vodafone-Rechtsvorstand Christoph Clément. Dies sei gut für den Wettbewerb: Die Antwort der Deutschen Telekom auf beschleunigte Kabelnetze sei Vectoring gewesen. "Die Antwort auf gigabitschnelle Kabelnetze wird Glasfaser sein. Auch das ist gut für den Wettbewerb. Und vor allem gut für Deutschland."

Druck auf Telekom bringt Glasfaserausbau voran

Homann sagte: "Da wird ja zunächst mal der Wettbewerbsdruck auf den anderen großen Anbieter steigen. Das ist ja durchaus erwünscht, wenn der Druck vom Kabel dazu führt, dass die Glasfaser schneller ausgebaut wird."

Auf die Nachfrage für Glasfaser zu warten, ergebe aus Homanns Sicht keinen Sinn. "Dann verpassen wir den Zeitpunkt, zu dem wir die Bandbreiten brauchen", sagte der Netzagentur-Chef. Er sei der Meinung, dass hier die Infrastruktur vorgebaut werden müsse, allein schon wegen der langen Vorlaufzeiten, bis Glasfaser tatsächlich verlegt sei.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 34,99€

Youssarian 29. Mai 2018

Mir war nicht bekannt, dass es solche Klauseln gibt. Für einen gewissen...

theFiend 28. Mai 2018

Ob mit oder ohne Öffnung bleibt letztlich das Gleiche. Von Städten abgesehen baut die...


Folgen Sie uns
       


Coup Elektroroller in Berlin - Kurzbericht

Coup lädt bis zu 154 Akkus in Berlin an einer automatischen Ladestation für 1.000 Elektroroller auf.

Coup Elektroroller in Berlin - Kurzbericht Video aufrufen
Logitechs MX Vertical im Test: So teuer muss eine gute vertikale Maus nicht sein
Logitechs MX Vertical im Test
So teuer muss eine gute vertikale Maus nicht sein

Logitech hat mit der MX Vertical erstmals eine vertikale Maus im Sortiment. Damit werden Nutzer angesprochen, die gesundheitliche Probleme bei der Mausnutzung haben - Schmerzen sollen verringert werden. Das Logitech-Modell muss sich an der deutlich günstigeren Alternative von Anker messen lassen.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Logitech MX Vertical Ergonomisch geformte Maus soll Handgelenke schonen
  2. Razer Mamba Elite Razer legt seine Mamba erneut mit mehr RGB auf
  3. Logitech G305 Günstige Wireless-Maus mit langer Laufzeit für Gamer

Energietechnik: Die Verlockung der Lithium-Luft-Akkus
Energietechnik
Die Verlockung der Lithium-Luft-Akkus

Ein Akku mit der Energiekapazität eines Benzintanks würde viele Probleme lösen. In der Theorie ist das möglich. In der Praxis ist noch viel Arbeit nötig.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Elektroautos CDU will Bau von Akkuzellenfabriken subventionieren
  2. Brine4Power EWE will Strom unter der Erde speichern
  3. Forschung Akku für Elektroautos macht es sich im Winter warm

Network Slicing: 5G gefährdet die Netzneutralität - oder etwa nicht?
Network Slicing
5G gefährdet die Netzneutralität - oder etwa nicht?

Ein Digitalexperte warnt vor einem "deutlichen Spannungsverhältnis" zwischen der technischen Basis des kommenden Mobilfunkstandards 5G und dem Prinzip des offenen Internets. Die Bundesnetzagentur gibt dagegen vorläufig Entwarnung.
Ein Bericht von Stefan Krempl

  1. T-Mobile US Deutsche Telekom gibt 3,5 Milliarden US-Dollar für 5G aus
  2. Ericsson Swisscom errichtet standardisiertes 5G-Netz in Burgdorf
  3. Masterplan Digitalisierung Niedersachsen will flächendeckende Glasfaserinfrastruktur

    •  /