Abo
  • Services:

Übernahme: EU-Kommission prüft Unitymedia-Verkauf an Vodafone

Die EU-Kommission will den Verkauf von Unitymedia an Vodafone auf kartellrechtliche Probleme hin untersuchen. Es gibt die Befürchtung, dass die Milliardenübernahme dem Wettbewerb schaden könnte.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
EU-Kommission will Unitymedia-Übernahme durch Vodafone prüfen.
EU-Kommission will Unitymedia-Übernahme durch Vodafone prüfen. (Bild: Gerard Julien/AFP/Getty Images)

Die EU-Wettbewerbshüter haben beim geplanten Verkauf des Kabelanbieters Unitymedia an den britischen Telekommunikationskonzern Vodafone Bedenken. Die Milliardenübernahme könne den Wettbewerb zwischen den sich verschmelzenden Unternehmen ausschalten und negative Folgen haben, teilte die EU-Kommission mit. Eine vertiefte Prüfung sei eingeleitet worden. Die EU-Kommission hat 90 Arbeitstage Zeit, um eine Entscheidung zu fällen.

Stellenmarkt
  1. Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, Stuttgart, Esslingen
  2. eco Verband der Internetwirtschaft e.V., Köln

Vodafone hatte im Mai 2018 angekündigt, die Kabelnetze von Unitymedia für insgesamt etwa 18,4 Milliarden Euro übernehmen zu wollen. Liberty Global ist in Deutschland unter dem Namen Unitymedia tätig. Zur Übernahme gehören auch die Kabelnetze des Unternehmens in Rumänien, der Tschechischen Republik und Ungarn. Die Wettbewerber Deutsche Telekom und Telefónica Deutschland sehen die Fusion für den deutschen Markt kritisch.

Den Wettbewerbshütern zufolge stehen Vodafone und Unitymedia in Deutschland derzeit unter anderem bei Festnetzanschlüssen im Wettstreit. Das Vorhaben könne sich daher negativ auf Investitionen in die nächste Netzgeneration auswirken.

Bundeskartellamt hilft

Das Bundeskartellamt hatte zwar im November 2018 beantragt, die Übernahme selbst zu untersuchen - sofern sie Deutschland betrifft. Dies werde derzeit noch geprüft, hieß es von der EU-Kommission. Nach europäischem Recht kann ein Verfahren unter Umständen ganz oder teilweise an einzelne EU-Staaten verwiesen werden.

Das Bundeskartellamt erwartet indes, dass die Federführung in diesem Wettbewerbsfall in Brüssel bleiben wird. "Aufgrund der Einleitung der zweiten Phase gehen wir davon aus, dass die Kommission das Kontrollverfahren nicht nach Deutschland verweisen wird", sagte der Präsident der Behörde, Andreas Mundt, der Deutschen Presse-Agentur. "Wir werden unsere fachliche Expertise sowie unsere Einschätzung der Wettbewerbsverhältnisse der deutschen Kabel- und Mobilfunkmärkte in das Verfahren einbringen."

Die Übernahme von Unitymedia könne in Deutschland erhebliche Veränderungen der Marktverhältnisse beim Kabelfernsehen und der Telekommunikation nach sich ziehen, sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt zuletzt.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. ES Blu-ray 10,83€, Die nackte Kanone Blu-ray-Box-Set 14,99€)
  2. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)
  3. 5€ inkl. FSK-18-Versand

Inori-Senpai 12. Dez 2018 / Themenstart

Man hat sich einen 3. starken Player versprochen, aber leider hat man vergessen dass die...

Inori-Senpai 12. Dez 2018 / Themenstart

Nur hat dann Vodafone 80% vom Kabelmarkt. Was aber eigentlich kein Problem sein sollte...

Inori-Senpai 12. Dez 2018 / Themenstart

Keine Angst in den Abendstunden dreht sich das Verhältnis, dann tröpfeln vielleicht noch...

lincoln33T 12. Dez 2018 / Themenstart

Sonst würde die Prüfung 3Jahre dauern.

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Sony ZG9 angesehen (CES 2019)

Sony hat auf der CES 2019 mit dem ZG9 seinen ersten 8K-Fernseher vorgestellt.

Sony ZG9 angesehen (CES 2019) Video aufrufen
Geforce RTX 2060 im Test: Gute Karte zum gutem Preis mit Speicher-Aber
Geforce RTX 2060 im Test
Gute Karte zum gutem Preis mit Speicher-Aber

Mit der Geforce RTX 2060 hat Nvidia die bisher günstigste Grafikkarte mit Turing-Architektur veröffentlicht. Für 370 Euro erhalten Spieler genug Leistung für 1080p oder 1440p und sogar für Raytracing, bei vollen Schatten- oder Textur-Details wird es aber in seltenen Fällen ruckelig.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Grafikkarte Geforce GTX 1660 Ti soll 1.536 Shader haben
  2. Geforce RTX 2060 Founder's Edition kostet 370 Euro
  3. Turing-Architektur Nvidia stellt schnelle Geforce RTX für Notebooks vor

Nubia Red Magic Mars im Hands On: Gaming-Smartphone mit Top-Ausstattung für 390 Euro
Nubia Red Magic Mars im Hands On
Gaming-Smartphone mit Top-Ausstattung für 390 Euro

CES 2019 Mit dem Red Magic Mars bringt Nubia ein interessantes und vor allem verhältnismäßig preiswertes Gaming-Smartphone nach Deutschland. Es hat einen Leistungsmodus und Schulter-Sensortasten, die beim Zocken helfen können.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. ATH-ANC900BT Audio Technica zeigt neuen ANC-Kopfhörer
  2. Smart Clock Lenovo setzt bei Echo-Spot-Variante auf Google Assistant
  3. Smart Tab Lenovo zeigt Mischung aus Android-Tablet und Echo Show

Vivy & Co.: Gesundheitsapps kranken an der Sicherheit
Vivy & Co.
Gesundheitsapps kranken an der Sicherheit

35C3 Mit Sicherheitsversprechen geizen die Hersteller von Gesundheitsapps wahrlich nicht. Sie halten sie jedoch oft nicht.
Von Moritz Tremmel

  1. Krankenkassen Vivy-App gibt Daten preis
  2. Krankenversicherung Der Papierkrieg geht weiter
  3. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche

    •  /