Unitymedia: NDR verschwindet in weiteren Bundesländern aus Analogkabel

Das NDR-Fernsehen ist seit dem 10. Dezember 2013 aus den analogen Kabelnetzen von Unitymedia in Baden-Württemberg und großen Teilen Hessens ausgespeist. Das hat der Kabelnetzbetreiber Unitymedia BW laut Angaben des Senders dem NDR(öffnet im neuen Fenster) mitgeteilt. Dabei geht es um den Streit um die Einspeise-Entgelte. Der NDR ist seit September 2013 bereits nicht mehr über das analoge Kabelnetz von Unitymedia in Nordrhein-Westfalen zu empfangen.
NDR-Intendant Lutz Marmor sagte: "Hier soll offenbar ein Rechtsstreit auf dem Rücken der Zuschauer ausgetragen werden. Ich appelliere deshalb an Unitymedia, die getroffene Entscheidung zu überdenken und das NDR-Fernsehen weiterhin analog zu verbreiten."
Im digitalen Angebot von Unitymedia sei der NDR weiterhin unverschlüsselt verfügbar. Betroffene Kunden, die weiterhin das NDR-Fernsehen empfangen möchten, sollten deshalb einen Digitalreceiver anschließen, rät der öffentlich-rechtliche Sender.
ARD und ZDF hatten im vergangenen Jahr ihre Verträge zur Weiterverbreitung ihrer Fernsehsender durch Kabel Deutschland und Unitymedia gekündigt. Vorher überwiesen sie den Kabelkonzernen Einspeisungsentgelte in Höhe von rund 60 Millionen Euro. Anbieter wie die Deutsche Telekom mit Entertain verlangen keine Einspeisungsentgelte, während die Sender für die Verbreitung über Satellit und DVB-T zahlen.
Unitymedia hatte angekündigt(öffnet im neuen Fenster) , auf dem bisherigen Programmplatz eines "landesfremden Dritten Programms" RTL Nitro einzuspeisen. Bei der Neubelegung dieser Sendeplätze gebe Unitymedia Kabel BW einem privaten Sender den Vortritt vor den öffentlichen-rechtlichen Sendern, die "ihrerseits keinen Wert mehr auf die analoge Verbreitung ihrer Programme legen. Mit der RTL-Gruppe pflegen wir eine langjährige erfolgreiche Partnerschaft" , erklärte Klaus Wolf, Vice President Content bei Unitymedia Kabel BW.



