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Unity8 soll die Oberflächen für Smartphones, Tablets und den Desktop vereinen.
Unity8 soll die Oberflächen für Smartphones, Tablets und den Desktop vereinen. (Bild: Canonical)

Unity8: Snappy bedeutet sehr viel Arbeit für den Ubuntu-Desktop

Unity8 soll die Oberflächen für Smartphones, Tablets und den Desktop vereinen.
Unity8 soll die Oberflächen für Smartphones, Tablets und den Desktop vereinen. (Bild: Canonical)

Um die Verwendung der DEB-Pakete durch das neue Snappy zu ersetzen, muss das Desktop-Team von Ubuntu sehr viel Arbeit leisten. Bei einer Diskussion zeigt sich aber, dass viele Details für die kommende Veröffentlichung noch gar nicht geklärt sind.

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Vor wenigen Wochen hat der Desktop-Verantwortliche bei Canonical, Will Cooke, eine Abkehr von den bisher üblichen DEB-Paketen für die neue Oberfläche Unity8 angekündigt. Stattdessen soll das Werkzeug Snappy verwendet werden. Auf dem Online-Summit wird aber deutlich, dass dies sehr viel Arbeit für die Entwickler bedeutet. Diese erahnen zwar bereits einige Probleme, Lösungen scheinen sie dafür aber bisher kaum vorbereitet zu haben.

Bei der Konferenz diskutieren die Ubuntu-Entwickler die Änderungen für die kommende Version, die im Oktober erscheinen soll. Die für den Snappy-Umstieg erstellte Liste ist dabei vergleichsweise lang und die meisten Einträge darauf sind noch mit "to do" markiert. Dies ist zwar nachvollziehbar, da der Entwicklungszyklus erst beginnt. Doch aus der Diskussion der Beteiligten wird deutlich, dass es zumindest bisher wenig konkrete Pläne für den Wechsel gibt.

Begonnen werden soll demnach zunächst damit, so schnell wie möglich ein Installationsabbild zu veröffentlichen, das Snappy verwendet. Danach sollen dann mögliche Fehler schrittweise behoben werden. Ebenso sollen neue Funktionen nur langsam erarbeitet und eingepflegt werden. Zur Hardwareunterstützung will sich das Team zunächst auf die x86-Architektur konzentrieren, da die freien Treiber dafür wohl die wenigsten Probleme bereiten. Weitere Hardware soll später folgen, jedoch noch in diesem Entwicklungszyklus.

Snap-Pakete und Mir

Zusätzlich zur Hardware folgen Arbeiten an tiefliegenden Systemkomponenten, wie der bereits begonnenen Umsetzung von Systemd oder an dem Installer, der bisher nur für eine DEB-basierte Distribution gedacht ist. Letztere sollen aber noch gesondert diskutiert werden, da davon auch andere Teams betroffen sind.

Darüber hinaus müssen für Snappy aber vor allem die grafischen Anwendungen auf das neue Installationssystem portiert, also Snap-Pakete erstellt werden. Bei für Unity8 selbst entwickelten Anwendungen wie den Mediaplayer oder die Dateiverwaltung erscheint dies eher leicht möglich. Wesentlich komplizierter könnte sich das für typische Desktop-Anwendungen erweisen, wie etwa Libreoffice. Dass auch diese als Snap-Pakete verfügbar sein müssen, wissen die Entwickler. Details nannten die Beteiligten jedoch nicht.

Zwar ist Snappy so konzipiert, Anwendungen möglichst einfach zu Paketen formen zu können, ob dies aber auch für sehr komplexe grafische Programme gilt, muss sich noch zeigen. Zudem muss für den neuen Desktop, der auf den Displaymanager Mir setzt, auch die Kompatibilitätsschicht Xmir problemlos funktionieren, um etwa ein einfaches Copy-and-Paste zu ermöglichen. In der Vergangenheit hatten sich die Arbeiten an Mir jedoch immer wieder verzögert.

Trotz der Diskussionen und Arbeiten an Snappy versichert Cooke, dass die DEB-Pakete für andere Ubuntu-Projekte, wie etwa die Desktop-Derivate, sowie für Downstream-Projekte wie Linux Mint auch langfristig erhalten bleiben sollen. Ein vollständiger Verzicht auf DEB-Pakete und die damit verbundene Technik ist zunächst also nicht geplant.


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