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Unity Technologies: 56.289 Engine-Tests in einer Nacht

Neue Analysefunktionen, Unterstützung für DirectX-12 sowie neue VR-Headsets - und weniger Bugs: Der Hersteller der Unity-Engine hat seine Pläne für die nächsten Monate vorgestellt.

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Unite Europe 2015 Amsterdam
Unite Europe 2015 Amsterdam (Bild: Unity Technologies)

Auf seiner Tagung Unite Europe in Amsterdam hat das US-Unternehmen Unity Technologies einen Ausblick auf seine Pläne für die kommenden Monate gegeben. Ein großer Schwerpunkt soll die weitere Stabilität des bislang rund 1,5 Millionen Zeilen umfassenden Quellcodes sein. Zwar gilt Unity als nicht wesentlich fehlerbehafteter als Konkurrenten wie Unreal Engine 4 oder die Cryengine, der subjektive Eindruck bei den jeweiligen Entwickler-Communitys ist aber ein anderer. Entsprechend groß war der Applaus, als Firmenchef John Riccietello angekündigte, weiter in den Bereich Quality Assurance zu investieren und neue Mitarbeiter einzustellen.

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Um die bereits intensivierten Bemühungen zur Bug-Kontrolle zu demonstrieren, hat die Firma einen Einblick unter anderem in ihre automatisch ablaufenden Qualitätskontrollen gewährt, die zusätzlich zu manuellen Kontrollen implementiert sind. So laufen auf den Servern derzeit jede Nacht 56.289 durch Skripts gesteuerte Testabläufe der Engine. Dazu kommen täglich 4.577 ähnlich gesteuerte Tests auf unterschiedlichen Geräten - vom Highend-PC bis zum Smartphone - sowie 423 Grafiktests, 289 Tests mit dem Importieren von Assets und 61 allgemeine Leistungstests.

Zusätzlich führen die Partner von Unity Technologies - auch oft über Nacht - weitere Tests durch. Gemeint sind Grafikkartenhersteller wie Nvidia oder AMD, die neue Chips oder Treiber ausprobieren, aber auch Firmen wie der Hersteller von Oculus Rift, die generell an neuer Software arbeiten.

Ein weiterer Schwerpunkt der Entwickler von Unity liegt in der Implementierung neuer Werkzeuge. So soll es zusätzliche Analysetools geben, etwa verbesserte Heatmaps. Das sind grafisch aufbereitete Darstellungen von den Umgebungen eines Spiels, in denen problematische Stellen markiert sind - etwa die, an denen die Spieler auffällig oft sterben.

Wichtig für die Entwickler von Android-Games: Sie sollen künftig bessere Daten über ihre Nutzerbasis sammeln können und so herausfinden, welche Geräte und Android-Versionen tatsächlich im Einsatz sind. Das soll insbesondere in Märkten wie China wesentlich zuverlässigere Hinweise liefern als bisher, für welche Hard- und Software es sich lohnt, die Spiele zuerst zu optimieren.

Auch der Einbau von Ingame-Werbung soll ab September 2015 mit neuen Werkzeugen vereinfacht werden - und zwar direkt in der Engine, ohne SDK. Mit den Unity Ads sollen Entwickler dann vor allem auf andere Werke von sich aufmerksam machen können. In Foren und bei leidenschaftlichen Spielern ist das vielleicht nicht beliebt. Laut Unity Technologies zeigen aber die verfügbaren Marktdaten, dass derartige Reklame bei der überwältigenden Anzahl der Spieler dennoch funktioniert und oft zu massivem Nutzer- und Umsatzwachstum führt.

Riccietello hat während seiner Keynote eine Übersicht mit den Plänen für Unity veröffentlicht. Das wohl wichtigste Update für viele Entwickler dürfte das auf Verson 5.3 sein, das unter anderem den Support von DirectX-12 enthält. Derzeit läuft die Engine übrigens auf 21 Plattformen. Noch ohne Datum kündigt die Roadmap bereits jetzt Unterstützung für die Microsoft Hololens, die VR-Brille Project Morpheus von Sony und iOS 9 an.

Langfristig will Unity auch Grafiksysteme wie das Terrain und die Unterstützung von Partikeleffekten verbessern. Wer bereits jetzt an aufwendigen Grafiken herumspielen möchte: Die Firma hat die Assets ihrer zwar schon etwas älteren, aber grafisch immer noch imposanten Blacksmith-Demo veröffentlicht, so dass Entwickler selbst einen Blick auf die Daten werfen können.



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