Unity: Jobplattform für Entwickler und neues Preismodell

Unabhängige Entwickler können direkt über eine neue Jobplattform von Unity nach Aufträgen suchen - und Studios kurzfristige Kapazitätsengpässe überbrücken. Außerdem hat Unternehmenschef John Riccitiello ein neues Preismodell für die Engine vorgestellt.

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Unity-Chef John Riccitiello auf der Unite in Amsterdam
Unity-Chef John Riccitiello auf der Unite in Amsterdam (Bild: Peter Steinlechner / Golem.de)

Auf seiner Entwicklertagung Unite in Amsterdam hat Unity eine neue Plattform namens Connect vorgestellt, mit der unabhängige Entwickler nach Aufträgen und Studios kurzfristig nach Hilfe etwa bei Kapazitätsengpässen oder bei besonders kniffligen Problemen suchen können. Solche Plattformen gibt es zwar schon, mit seiner riesigen, weltweiten Community könnte sich Unity hier aber trotzdem schnell als so etwas wie ein branchenweiter zentraler Anlaufpunkt etablieren.

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Vom Ablauf her ist Connect recht simpel: Entwickler stellen ein Profil von sich online, Studios oder auch größere Unternehmen ihre Ausschreibungen für Aufträge. Die Bewerbungsgespräche können direkt auf der Plattform im Chat ablaufen. Laut Unity startet eine geschlossene Beta sofort, eine offene ist für Juli 2016 geplant. Wie viel Provision das Unternehmen für vermittelte Jobs vergibt, ist derzeit nicht bekannt.

Drei Unity-Preismodelle

Auf der Unite hat das Team um Unity-Chef John Riccitiello auch ein neues Preismodell für seine Engine vorgestellt. Die Basisversion mit dem Namen Unity Personal ist weiterhin kostenlos für Amateure und Profis zugänglich - Einschränkungen gibt nur wenige, die wohl wichtigsten betreffen die Vermarktung von Games über iOS und Android und die Beschränkung der in Multiplayermodi maximal gleichzeitig möglichen Spieleranzahl auf 20.

Bei der neuen Tarifart Unity Plus gibt es die Einschränkungen bei den Plattformen nicht mehr, im Multiplayermodus können bis zu 50 Spieler gleichzeitig zocken. Dazu kommen ein paar weitere Vorteile, die sich Unity mit 35 US-Dollar pro Monat und Arbeitsplatz bei einem Jahresabo bezahlen lässt. Der teuerste Tarif heißt Unity Pro, er schlägt mit 125 US-Dollar pro Monat zu Buche. Im Multiplayermodus können bis zu 200 Spieler antreten, dazu kommen ein paar Verbesserungen für Entwickler etwa bei der Cloud-Anbindung.

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Unity als Anbieter von Middleware erweitert sein Geschäftsmodell aber auch in anderen Bereichen. Das Unternehmen setzt stärker als bislang auf die Vermarktung von Ingame-Videos, auch der Verkauf von Assets wird wichtiger. So sollen Entwickler künftig sogenannte Assets-Packs kaufen können, die Inhalte wie Texturen, Shader und andere Vorlagen für bestimmte Arten von Spielen zusammengefasst enthalten, etwa für Endless Runner oder First-Person-Shooter.

Chancen für Entwickler

Im Rahmen der Keynote hat der ehemalige EA-Chef John Riccitiello auch darüber gesprochen, in welchen Bereichen der Spiele- und IT-Branche er Wachstum erwartet. Entwicklern rät er unter anderem, sich den Bereich der Multiplayerspiele mit Social-Media-Elementen näher anzusehen. Da gebe es zwar ein paar Schwergewichte, aber alles in allem sei der Markt der Mobile-Solo-Titel doch wesentlich stärker überlaufen. Auch bei VR- und AR-Anwendungen, die sich nicht auf den klassischen Spieler konzentrieren, sieht Riccitiello derzeit noch viel Potenzial, etwa bei Chatsystemen und sozialer Interaktion.

Unity hat außerdem bekanntgeben, dass die aktuelle Version 5.3.6 noch mindestens ein Jahr unterstützt wird. Die kommende Fassung 5.4 soll wohl Ende Juni 2016 die Public Beta verlassen. Sie bietet zahlreiche Neuerungen, etwa Physically Based Shader, die Vorteile beim Erstellen von sich dynamisch an Umgebungen anpassenden Charakteren bieten. Wie das aussieht, ist unter anderem im Adam-Trailer zu sehen, der in diese News eingebettet ist.

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