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Unity: Hat Adobe das Interesse an Flash verloren?

Adobe hat das Interesse an Flash verloren, das ist zumindest der Eindruck der Entwickler der Spiele-Engine Unity, die daher ihre Unterstützung für Flash einstellen.
/ Jens Ihlenfeld
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Unity für Flash wird nicht weiterentwickelt. (Bild: Unity)
Unity für Flash wird nicht weiterentwickelt. Bild: Unity

Die Spiele-Engine Unity wird nicht weiter für Adobe Flash(öffnet im neuen Fenster) entwickelt. Kunden erhalten für Unity 4.x weiterhin Support und Bugfixes, neue Versionen soll es aber nicht geben und auch neue Flash-Deployment-Lizenzen für die bisher verfügbare Version will Unity nicht anbieten.

Erst vor rund 18 Monaten begann Unity mit der Entwicklung einer Flash-Erweiterung, mit der sich Spiele, die mit Unity gemacht werden, für Adobe Flash erstellen lassen. So können sie im Browser gespielt werden. Adobe kündigte damals an, Flash zu einer Plattform für Spiele weiterzuentwickeln und die ersten Eindrücke der Unity-Entwickler waren sehr gut. Doch das hat sich mittlerweile geändert.

Nach Ansicht der Unity-Entwickler zeigt Adobe kein ernsthaftes Interesse mehr an der Weiterentwicklung von Flash. Sie machen das unter anderem daran fest, dass Adobe seine Pläne für Flash Next aufgegeben hat. Anfang 2012 hatte Adobe unter dem Namen Flash Next eine grundlegende Überholung des Flash Players angekündigt, die sicherstellen sollte, dass die Software die Anforderungen der nächsten fünf bis zehn Jahre erfüllen kann.

Dazu sollte der Code des Flash Players und der Actionscript Virtual Machine einem Refactoring unterzogen und modernisiert sowie eine neue Version von Actionscript eingeführt werden. Doch von dieser Idee hat sich Adobe mittlerweile verabschiedet. In der Roadmap heißt es jetzt(öffnet im neuen Fenster) , Flash Next wäre voraussichtlich nicht abwärtskompatibel gewesen und hätte Entwicklern daher zu viel Arbeit gemacht. Daher soll der vorhandene Flash Player weiterentwickelt werden. Adobe will zwar weiterhin an einer neuen Generation von virtuellen Maschinen und Sprache arbeiten, setzt dabei aber auf das Web und nicht mehr auf Flash.

Die Unity-Entwickler kritisieren zudem, dass Adobe Mitarbeiter aus der Flash-Entwicklung abzieht und in anderen Projekten einsetzt. Darüber hinaus würden sich Entwickler zunehmend von Flash verabschieden und auf andere Plattformen setzen. Unitys eigenes Web Player genanntes Plugin wurde zudem bereits auf mehr als 200 Millionen Computern installiert, darunter etwa ein Drittel aller Facebook-Spieler. Entwickler, die ihre Unity-Spiele im Web anbieten, sollen daher eher auf den Unity Web Player umschwenken. Zudem werde an einer weiteren Weblösung gearbeitet, zu der Unity aber noch nichts verraten will. Es liegt die Vermutung nahe, dass Unity bald auch HTML5 unterstützen wird.


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