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Uniti: Siemens baut Elektroautos in vollautomatisierter Fabrik

Uniti ist ein ungewöhnliches Elektroauto: Es hat keine Pedale, sondern wird elektronisch gesteuert. Gebaut wird das von einem schwedischen Startup entwickelte Auto von Siemens - in einer besonderen Fabrik.

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Uniti: Keine Pedale, keine Instrumentenanzeige
Uniti: Keine Pedale, keine Instrumentenanzeige (Bild: Uniti)

Siemens wird in Zukunft Elektroautos bauen: Der Konzern wird das futuristische Elektroauto Uniti für das gleichnamige schwedische Startup in einer komplett automatisierten Fabrik fertigen.

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Uniti ist ein kleines Elektroauto für den Stadtverkehr, in dem zwei oder drei Insassen Platz haben. Sie steigen durch Scherentüren ein und aus. Die Karosserie besteht aus Leichtbaumaterialien, zum Teil aus Kohlenstofffaser-verstärktem Kunststoff, zum Teil aus Bioverbundwerkstoffen, weshalb das Auto nur 400 Kilogramm wiegt.

Der Akku kann drahtlos geladen werden

Angetrieben wird es von einem Radnabenmotor. Der Antrieb hat je nach Modell eine Leistung von 15 bis 40 Kilowatt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt zwischen 90 und 120 Kilometer pro Stunde. Das Auto gibt es mit zwei Akkugrößen: 11 oder 20 Kilowattstunden. Die Reichweite beträgt 150 oder 300 Kilometer. Geladen wird mit Kabel oder kabellos per Induktion.

Das Auto hat keine Pedale und kein Lenkrad im herkömmlichen Sinne. Stattdessen gibt es ein Steuerungssystem, das die Lenk- und andere Steuerbefehle elektronisch überträgt. Das Auto hat auch keine Instrumentenanzeige. Die Daten sollen per Head-up-Display in die Frontscheibe eingeblendet werden. Das Fahrzeug hat zudem laut Hersteller "autonome Fahreigenschaften".

Uniti sammelte 1,2 Millionen Euro per Crowdfunding

Uniti ist 2015 aus einem Universitätsprojekt hervorgegangen. Das Startup hatte im vergangenen Jahr mit einer Crowdfunding-Kampagne umgerechnet rund 1,2 Millionen Euro gesammelt - und das, obwohl es lediglich ein Konzept vorweisen konnte. Den ersten Prototypen will Uniti in diesem Herbst vorstellen.

Siemens will das Elektroauto in der ersten Industrie-4.0-Fabrik bauen. Geplant sind 50.000 Stück pro Jahr. Das Auto soll 2019 auf den Markt kommen. Der Preis soll bei 200.000 schwedischen Kronen liegen, das entspricht rund 21.000 Euro.



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