United Internet: Telekom zweifelt am 5G-Netzaufbau von 1&1 Drillisch

Laut der Deutschen Telekom will 1&1 Drillisch gar kein eigenes 5G-Netz errichten. Der Provider habe andere Pläne in den bestehenden Netzen der Konkurrenz.

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Eine der wenigen 5G-Testanlagen von United Internet
Eine der wenigen 5G-Testanlagen von United Internet (Bild: Tobske)

Die Deutsche Telekom bezweifelt, dass 1&1 Drillisch tatsächlich ein eigenes 5G-Netz aufbauen will, es ginge dem Provider nur um den Zugang zu den drei bestehenden Netzen. Das sagte Telekom-Sprecher Andreas Middel Golem.de auf Anfrage. 1&1 Drillisch hatte am Montag beantragt, dass die Bundesnetzagentur bei den ergebnislosen National-Roaming-Verhandlungen ihre Schiedsrichterrolle gegenüber Vodafone und Deutsche Telekom wahrnehmen solle.

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"Die Telekom hat sehr konstruktiv mit 1&1 verhandelt und ist zu weiteren Gesprächen bereit. Es verfestigt sich aber nicht nur bei uns der Eindruck, dass 1&1 nicht in ein eigenes Mobilfunknetz investieren, sondern regulierten Zugang zu bestehenden Mobilfunknetzen erzwingen will", kommentierte Middel. Die Auktionsbedingungen sehen vor, dass 1&1 ein eigenes Netz aufbaut. "Hierzu hat 1&1 bislang keinerlei Schritte unternommen. Das Verhalten der 1&1 schadet dem Mobilfunk in Deutschland", sagte er.

Was über 5G von United Internet bisher bekannt ist

Tatsächlich hat United Internet mit seiner Tochter 1&1 Drillisch außer am Konzernsitz in Montabaur und in Karlsruhe bisher noch nicht einmal ein größeres 5G-Testnetz. Ralph Dommermuth, Vorstandsvorsitzender United Internet, machte erstmals am 16. Juni 2020 in Berlin dazu konkrete Angaben: "Wir werden ein Open-RAN-5G-Netz errichten." Vorbild sei Rakuten in Japan. Dommermuth sagte Golem.de, man sei mit drei Partnern als Ausrüster in fortgeschrittenen Verhandlungen.

"Unser Ziel ist es, ein leistungsfähiges 5G-Netz zu bauen, das sich von den bisherigen Netzen unterscheidet", erklärte Dommermuth. Man baue die Netze "heute mehr in der Cloud, man virtualisiert die Netze, man will sie über Software steuern und herstellerunabhängige Strukturen fördern. Wir bauen ein Open-RAN-Netzwerk, vollkommen virtualisiert." Dies gebe es erst einmal weltweit; in Japan, wo Rakuten so ein Netz zusammen mit Cisco und NEC errichtet habe. "Es ist gerade in Betrieb genommen worden und funktioniert in vier Städten", sagte Dommermuth. "Wir wollen es gerne in Europa, zum ersten Mal hier in Deutschland bauen."

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Bei den Testantennen besteht die LTE-Anlage aus einer 4x4-MIMO-Antenne des US-Herstellers Commscope. 5G kommt von ZTE. An dem Sender war keine Richtfunkantenne sichtbar, so dass es sich sehr wahrscheinlich um eine direkte Glasfaseranbindung handelt.

Vodafone sieht die Probleme bei den Verhandlungen an den Preisvorstellungen der Gegenseite. Unternehmenssprecher Volker Petendorf sagte Golem.de: "Wir haben sechs Monate in intensiven Verhandlungen mit United Internet versucht, einen gemeinsamen Preispunkt für ein faires National-Roaming-Angebot zu finden. Leider kamen wir damals nicht zu einer Übereinkunft, da die Forderungen der United Internet für uns wirtschaftlich schlicht nicht tragbar waren. Daher sahen wir uns danach gezwungen, die Gespräche erst einmal ruhend zu stellen." Man sei nach wie vor offen für einen Deal, dessen Ergebnis beiden Seiten gerecht werde.

Telefónica-Sprecher Guido Heitmann sieht indes keine grundlegenden Probleme: "Wir führen intensive, konstruktive Gespräche mit 1&1 Drillisch über ein mögliches National Roaming." Im Verlauf der Verhandlungen habe Telefónica Deutschland "wettbewerbsfähige und angemessene Angebote" für das National Roaming unterbreitet.

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Inori-Senpai 23. Sep 2020

liar, liar, pants on fire. Oder nur ahnungslos

ezadoo 22. Sep 2020

Mit 1&1 verbinde ich, aus Erfahrung in meinen Jahren mit denen, verbinde ich schlechten...

mirFM 22. Sep 2020

Sehr gut! So ein Unsinn seitens Dommermuth, Hauptsache ein paar trendige Buzzwords...

HabeHandy 22. Sep 2020

Träum weiter Ein Netz das dauerhaft nirgends Empfang hat setzt die Telekom nicht unter...



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