Zum Hauptinhalt Zur Navigation

United Internet: Telefónica und Telekom bringen "alternative Fakten"

United-Internet -Chef Ralph Dommermuth antwortet auf die Angriffe der Telefónica und der Deutschen Telekom . Er wirft den Netzanbietern vor, mit Nebelkerzen zu operieren.
/ Achim Sawall
25 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
United-Internet-Chef Ralph Dommermuth (Bild: United Internet)
United-Internet-Chef Ralph Dommermuth Bild: United Internet

United-Internet-Chef Ralph Dommermuth hat auf die Angriffe der Telefónica und der Deutschen Telekom reagiert. Er sagte dem Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster) : "Die Netzanbieter operieren mit Nebelkerzen. Es grenzt schon an alternative Fakten, wenn der Telefónica-Deutschlandchef behauptet, es gäbe einen Zusammenhang zwischen der Anzahl der MVNOs und den schwachen Mobilfunknetzen."

Argumente dagegen brachte Dommermuth jedoch keine. Der Mobilfunkprovider Freenet zahlt nach eigenen Aussagen jährlich zwischen ein und zwei Milliarden Euro an die Netzbetreiber und beteiligt sich so "seit vielen Jahren mit seinen zwölf Millionen Kunden maßgeblich am Netzausbau" .

Dommermuth kündigte an, massiv zu investieren, wenn er auch die 5G-Netze der anderen Netzbetreiber gegen Entgelte nutzen dürfe. Wie viel, will er jedoch nicht sagen. "Wie die anderen Netzanbieter auch, würden wir zunächst in Regionen ausbauen, in denen es sich auch lohnt" .

United Internet unter Feuer

Telefónica-Deutschlandchef Markus Haas hatte zuvor den Mobilfunkprovidern und der Regierung die Schuld für ein relativ schlecht ausgebautes Netz gegeben. Haas sagte : "Die deutsche Telekommunikationsinfrastruktur ist unterinvestiert. Wir haben in Europa mit die schwächsten Netze und die meisten MVNOs (Mobile Virtual Network Operator). Da muss es einen Zusammenhang geben."

Deutsche-Telekom-Chef Timotheus Höttges sagte(öffnet im neuen Fenster) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: "1&1 lebt nicht von eigenen Netzen, sondern davon, von der Regulierungsbehörde niedrige Konditionen zur Anmietung unserer Netze zu fordern. Und jetzt will es diese Rahmenbindungen, die bei der Privatisierung des ehemaligen Festnetzmonopols erforderlich waren, auch auf den Mobilfunk von heute übertragen." Das sei absurd.


Relevante Themen