United Internet: Migration der Kunden ins eigene Netz dauert zwei Jahre

Der Umzug aller Rufnummern in das neue Netz 1&1 Mobilfunk soll erst im Herbst 2023 beginnen.

Artikel veröffentlicht am , / dpa/dpa-AFX
Dommermuth im Juni 2020 in Berlin
Dommermuth im Juni 2020 in Berlin (Bild: JOHN MACDOUGALL/AFP via Getty Images)

United Internet will in den kommenden Jahren deutlich mehr Geld für sein Mobilfunknetz ausgeben. "Der Höhepunkt der Investitionen ist 2022 noch nicht erreicht. Auch in den kommenden Jahren werden wir erheblich in unser Netz investieren", sagte Mehrheitsaktionär- und Konzernchef Ralph Dommermuth der Nachrichtenagentur dpa-AFX. Die Migration aller Kunden in das eigene Netz 1&1 Mobilfunk werde technisch aufwendig.

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Im laufenden Jahr will man insgesamt bis zu einer Milliarde Euro ausgeben - das wäre mehr als dreimal so viel wie 2021. Rund 400 Millionen Euro sollen in das Netz der Tochter 1&1 Mobil fließen. Nach einer Startphase mit begrenztem Funktionsumfang als FWA-Netz noch in diesem Jahr sollen 1&1-Mobil-Kunden ab Sommer 2023 deutschlandweit das vierte Mobilfunknetz haben.

Beim Konzernumsatz rechnet United Internet 2022 mit etwas mehr als seit Dezember bekannt. So soll der Umsatz auf rund 5,85 Milliarden Euro steigen statt der bislang erwarteten 5,8 Milliarden Euro, wie das im MDax notierte Unternehmen mitteilte. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll auf Vorjahresniveau bleiben.

1&1 Mobilfunk: Mobilfunk erst mal stationär

Der Konzernumsatz des abgeschlossenen Jahres wuchs unterdessen um fünf Prozent auf rund 5,65 Milliarden Euro, während der 1&1-Umsatz um 3,2 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro stieg. Bereinigt um Sondereffekte stieg das Ebitda um drei Prozent auf 1,26 Milliarden Euro. Bei der Tochter waren es auf vergleichbarer Basis mit 672 Millionen Euro etwa fünf Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

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Der Vorstand will den United-Internet-Aktionären eine Dividende von 50 Cent je Aktie ausschütten, Anteilseigner von 1&1 sollen 5 Cent bekommen. Die Vorschläge müssen noch bei der Hauptversammlung am 18. Mai genehmigt werden.

Dommermuth müsse sich an die Auflagen der Bundesnetzagentur halten und mit 1&1 Mobilfunk bis Jahresende etwa 1.000 Basisstationen verfügbar machen, kündigte er bereits zuvor an. Zum Start werde man aber nur FWA (Fixed Wireless Access) bieten, per WLAN-Router für den Hausgebrauch, der sich "mit unserem Netz verbindet", sagte Dommermuth. 5G für mobile Smartphone-Nutzer werde erst Mitte 2023 verfügbar sein.

Im Mai 2021 haben Telefónica Deutschland und 1&1 Drillisch nach langen Verhandlungen eine Roaming-Vereinbarung getroffen. Immer wenn das Netz von 1&1 Mobilfunk nicht verfügbar ist, sollen die über 11 Millionen Mobilfunkkunden per Roaming ins Telefónica-Netz wechseln können.

Dommermuth verwies darauf, dass der Abschluss einer National-Roaming-Vereinbarung vor dem Start des Netzausbaus unabdingbar gewesen sei. "Unsere Kunden benötigen bereits in den Jahren des Netzbaus überall Verbindung", sagte er der dpa. "Wenn man ein neues Netz errichten würde und die Kunden erst einmal nur an den eigenen Antennen Abdeckung hätten, würde das nicht funktionieren - dann hätte man schnell keine Kunden mehr."

1&1 Mobilfunk: Bisher schon 5 Milliarden Euro für Mobilfunknetz

Der Frequenzerwerb und die Aufträge für Glasfaserleitungen, Antennen und Dienstleistungen sowie die bereits getätigten Zahlungen summieren sich nach den Worten von Dommermuth bis heute auf etwa fünf Milliarden Euro. Die Gesamtkosten für das Netz - also inklusive der zukünftigen Bestellungen für weitere Bauphasen - würden noch deutlich höher ausfallen.

Technisch aufwendig wird auch die Migration der 1&1-Kunden, die bisher die Netze von O2 und zum Teil auch Vodafone nutzen. 1&1 habe mehr als elf Millionen Mobilfunkkunden - die Übertragung derer Nummern auf das neue 1&1-Netz werde dauern. Bestandskunden nutzten vorerst weiter die anderen Netze. "Ihr Umzug auf unser Netz beginnt im Herbst 2023 und soll dann innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren erfolgen", sagte Dommermuth.

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