United Internet: GMX und Web.de sollen zum Verkauf stehen

United Internet will offenbar die E-Mail-Portale GMX und Web.de verkaufen. Der Erlös könnte in den 5G-Ausbau fließen.

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GMX steht zum Verkauf.
GMX steht zum Verkauf. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Das Telekommunikationsunternehmen United Internet soll planen, die Webportale GMX und Web.de zu verkaufen. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf Branchenkreise. Demnach soll United Internet bereits seit dem Frühjahr 2022 nach Käufern suchen, die bei den E-Mail-Diensten als Mehrheits- oder auch als Minderheitseigner einsteigen wollen.

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Dem Handelsblatt zufolge verschickte die Investmentbank Parella Weinberg im Mai 2022 Informationspakete an mögliche Interessenten. In den kommenden Tagen sollen die ersten Angebote eintreffen; die Portale werden mit rund 1,5 Milliarden Euro bewertet.

GMX wurde 1997 gegründet, Web.de bereits 1995. Jahrelang waren die beiden Portale Konkurrenten und bieten neben einem E-Mail-Dienst auch Nachrichten und weitere Dienste an. Web.de startete als Webverzeichnis. 2005 übernahm United Internet das Portal, seitdem gehört es zum gleichen Unternehmen wie GMX. Der CEO von United Internet, Ralph Dommermuth, ist 1998 bei GMX eingestiegen.

GMX und Web.de großer Bestandteil des WWW in Deutschland

Beide Portale spielen eine große Rolle in der Entwicklung des Internets in Deutschland. Es dürfte hierzulande nur wenige Nutzer geben, die nicht zumindest zwischenzeitlich einmal ein E-Mail-Konto bei einem der beiden Anbieter hatten.

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Mit dem Verkauf von GMX und Web.de könnte Dommermuth den Ausbau des 5G-Netzes für den Telekomanbieter 1&1 finanzieren, der ebenfalls zu United Internet gehört. Bislang mietet 1&1 die für den 5G-Betrieb notwendige Infrastruktur bei den großen Netzbetreibern Deutsche Telekom, Vodafone und O2.

Dem Handelsblatt zufolge sollen noch keine Entscheidungen bezüglich eines möglichen Verkaufs getroffen worden sein. United Internet könne sich auch immer noch gegen einen Verkauf entscheiden. Web.de und GMX gehören bei United Internet zum Bereich Konsumentenapplikationen, der 2021 einen Umsatz von 280 Millionen Euro und ein Betriebsergebnis von 118 Millionen Euro machte.

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Lachser 08. Aug 2022 / Themenstart

Ok, war nicht auf mich bezogen demnach. Aber zu diesem Thema, Newsletter abmelden ist...

janoP 05. Aug 2022 / Themenstart

Was könnte denn schlimmer sein als zig Werbemails, das automatische Löschen alter Mails...

Sukram71 05. Aug 2022 / Themenstart

Gerüchten zufolge wae das der eigentliche Grund für Gerhards Schröder Besuch in Moskau...

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