United Internet: Festnetzbetreiber heißt jetzt 1&1 Versatel

Versatel bekommt heute einen neuen Namen. Der Verkauf an United Internet (1&1) für fast eine Milliarde Euro fand schon vor über zwei Jahren statt.

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Versatel-Zentrale in Düsseldorf
Versatel-Zentrale in Düsseldorf (Bild: Versatel)

Versatel firmiert ab dem 1. Juli 2016 als 1&1 Versatel. Das gab das Unternehmen bekannt. "Von der sichtbaren Zugehörigkeit von Versatel zur 1&1-Firmengruppe profitieren beide Seiten: Gemeinsam können wir uns noch besser als Komplettanbieter positionieren", sagte 1&1-Versatel-Chef Jürgen Hernichel. 1&1 Versatel ist mit seinem rund 41.000 Kilometer umfassenden Glasfasernetz Infrastrukturanbieter für 1&1.

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1&1 Versatel hat rund 1.000 Beschäftigte und ist in 250 Städten vertreten.

Im September 2014 kaufte United Internet (1&1) den Glasfasernetzbetreiber und wurde dadurch zum zweitgrößten Betreiber nach der Deutschen Telekom. Damit kaufte der Provider die ausstehenden 74,9 Prozent von dem Investor Kohlberg Kravis Roberts (KKR) für 586 Millionen Euro durch die Komplettübernahme der Versatel-Obergesellschaft Victorianfibre in Düsseldorf. Zudem mussten Schulden in Höhe von 361 Millionen Euro aus neuen Krediten abgelöst werden.

Versatel: Zusammenschluss von 21 Stadtnetzbetreibern

Seit November 2012 hielt United Internet bereits 25,1 Prozent Anteile an Versatel, wobei KKR noch der größte Aktionär von Versatel blieb.

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Durch von Versatel produzierte DSL-Vorleistungen wollte United Internet jährlich bis zu 55 Millionen Euro einsparen. Die dafür bis 2019 vorgesehenen Investitionen für den Ausbau der Versatel-DSL-Infrastruktur sollten ungefähr 145 Millionen Euro betragen.

Versatel war aus einem Zusammenschluss von 21 Stadtnetzbetreibern entstanden. KKR hatte über seine Tochter Victorianfibre das Unternehmen für rund 300 Millionen Euro von den Großaktionären von Versatel, der Apax-Tochter Vienna II, Cyrte Investments und United Internet gekauft. Versatel wurde mit der Übernahme "Netzwerkpartner für Groß- und Geschäftskunden" und bot Internetzugänge an Privatkunden nur noch über Weiterverkäufer (Wholesale-Geschäft) an.

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