5G: United Internet sieht sich von Konkurrenz behindert

Fast zwei Jahre verhandelt United-Internet-Chef Ralph Dommermuth mit den drei Netzbetreibern. Doch alles was sie anbieten, ist ihm zu teuer.

Artikel veröffentlicht am ,
Ralph Dommermuth, Vorstandsvorsitzender United Internet, beim 2. Mobilfunkgipfel in Berlin
Ralph Dommermuth, Vorstandsvorsitzender United Internet, beim 2. Mobilfunkgipfel in Berlin (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

United-Internet-Chef Ralph Dommermuth sieht eine Verschwörung, weil für den Aufbau des 5G-Netzes seines Unternehmens immer noch kein Roaming mit den Konkurrenten Vodafone, Deutsche Telekom und Telefónica vereinbart ist. Das berichtet das Manager Magazin. Er sei "ready to go", sagte Dommermuth. Doch die Konkurrenz wolle den Aufstieg des Mobilfunkproviders mit der Marke 1&1 zum Netzbetreiber mit allen Mitteln verhindern.

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Telekom-Finanzchef Christian P. Illek sagte am 12. November 2020 bei Bekanntgabe der Quartalszahlen: "Wir haben 1&1 ein Angebot gemacht, das war ihnen zu hoch."

Warum Telefónica den Konkurrenten 1&1 Drillisch als Untermieter hat

"Wir wollen jetzt endlich starten", sagte Dommermuth dem Manager Magazin. "Mehr als anderthalb Jahre nach der 5G-Auktion ist ein faires National-Roaming-Angebot nicht zu viel verlangt."

Ein Vertrag mit der Telefónica O2 ist am einfachsten. Als die Fusion von Telefónica O2 und E-Plus von der EU-Kommission im Juli 2014 unter Auflagen genehmigt wurde, bekam Drillisch die Möglichkeit, 20 Prozent der Kapazität der Telefónica-Mobilfunknetze anzumieten. Durch die Übernahme von Drillisch für über zwei Milliarden Euro hat United Internet garantierten Zugriff auf diese Kapazität. Im Vertrag von 1&1 Drillisch mit Telefónica steht laut 1&1, dass der Provider genauso gestellt ist wie Telefónica und Zugriff auf maximal 30 Prozent des Netzes hat, inklusive aller Neuerungen. Man habe die Option, Full MVNO (Mobile Virtual Network Operator) oder sogar MNO (Mobile Network Operator) zu werden.

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Doch ungeachtet mehrerer Treffen mit Telefónica-Chef Markus Haas geht der Streit weiter, trotz konkreter Angebote von dem Betreiber. Für den für seine Sparsamkeit bekannten Milliardär Dommermuth ist eine aktuelle Offerte "nicht marktkonform". Haas beharrt auf dem vorgelegten Plan.

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Bonarewitz 20. Nov 2020

1und1 hat kartellrechtlich Zugriff auf 30% der O2-Netzkapazität (bei 100% derer...

Oktavian 20. Nov 2020

Alle Netzbetreiber haben doch in ihrem Netz andere Unternehmen, die Kontingente...

Oktavian 20. Nov 2020

Es darf nicht nur teuer sein, es muss teuer sein. Sonst entstehen genau solche Angebote...

Oktavian 20. Nov 2020

Richtig, und die haben im Vorfeld der 5G-Auktion sehr klar signalisiert, sich da...

Tuxraxer007 20. Nov 2020

Die laufen dem aber auch nicht die Türe ein. Mit ein paar Sendemasten in die Landschaft...



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