United Internet: Deutsche Glasfaser und Inexio sollen zum Verkauf stehen

Deutsche Glasfaser und Inexio sollen einem Bericht zufolge nach einem Käufer suchen. Doch es könnte sich auch einfach um einen neuen Geldgeber gehen.

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Netzausbau der Deutschen Glasfaser
Netzausbau der Deutschen Glasfaser (Bild: Deutsche Glasfaser)

Die Investoren der Netzbetreiber Deutsche Glasfaser und Inexio sollen nach einem Käufer suchen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider. Deutsche Glasfaser bereite einen Verkauf durch die Investmentbank Morgan Stanley vor, der Ende 2019 oder Anfang 2020 beginnen könne. Der Inexio-Chef sagt jedoch etwas anderes.

Inexio könnte laut Reuters bei einem Verkauf mit mehr als 1 Milliarde Euro bewertet werden, Deutsche Glasfaser angeblich nur mit 1,5 bis zwei Milliarden Euro. Langfristige Investoren wie EQT, Macquarie, Allianz, Global Infrastructure Partners, DWS, Antin und Infravia seien mögliche Kaufinteressenten, aber auch der MNVO (Mobile Virtual Network Operator) und künftige 5G-Netzbetreiber United Internet. In der Vergangenheit war Vodafone als Kaufinteressent für die Deutsche Glasfaser genannt worden.

Deutsche Glasfaser, eine Tochtergesellschaft des niederländischen Bauinvestmentkonzerns Reggeborgh, hatte im Juli 2015 mitgeteilt, dass das Private-Equity-Unternehmen KKR mit Hauptsitz in New York die Mehrheit an der Firma übernehmen werde. Reggeborgh bleibe aber bei Deutsche Glasfaser engagiert.

Die Deutsche Glasfaser hatte Ende Mai 2019 erklärt, sie habe 500.000 Haushalte versorgt und belege mit knapp 300.000 Vertragskunden den Spitzenplatz unter den FTTH-Anbietern (Fiber To The Home) in Deutschland. Laut Reuters will der Netzbetreiber 1,8 Milliarden Euro investieren, um diese Zahl zu verdoppeln. KKR sammele für einen neuen Fond wieder Milliarden US-Dollar, hieß es vor einem Jahr.

Inexio-Chef dementiert

Der saarländische Netzbetreiber Inexio setzt bisher eher auf Vectoring und will sich künftig auf FTTH (Fiber To The Home) konzentrieren. Der bisherige Hauptanteilseigner ist mit knapp 59 Prozent die Wagniskapital-Gesellschaft Warburg Pincus. Der frühere Telekom-Chef René Obermann sitzt für Warburg Pincus bei Inexio im Aufsichtsrat.

Inexio-Chef David Zimmer erklärte der Saarbrücker Zeitung: "Ich habe zwölf Prozent und bin nicht bereit zu verkaufen". Das Unternehmen suche aber nach Investoren, um das Eigenkapital um 400 bis 500 Millionen Euro zu erhöhen. Aktuell habe Inexio knapp 120.000 Kunden, um das Ziel von einer Million Kunden bis zum Jahr 2030 umzusetzen, seien fünf Milliarden Euro nötig.

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