Abo
  • IT-Karriere:

United Internet: 5G-Auktion mit weiterer Eskalation von 1&1 Drillisch

Der Konflikt bei der 5G-Auktion dauert an. Am Morgen hatte sich 1&1 Drillisch bei einem Block zurückgezogen und ihn dann mit Jumps in der nächsten Runde zurückgeholt. Nun ist man bei Geboten über 5 Milliarden Euro.

Artikel veröffentlicht am ,
United-Internet-Chef Ralph Dommermuth
United-Internet-Chef Ralph Dommermuth (Bild: United Internet)

Zum Ende der Runde 171 der 5G-Auktion der Bundesnetzagentur wurden am Mittwoch 5,07 Milliarden Euro erreicht. "1&1 Drillisch hat Mittwochmorgen einen konkreten Block ganz unten zurückgezogen und dann mit Jumps in der nächsten Runde zurückgeholt. Das ist eine kleine Eskalation", sagte Professor Vitali Gretschko vom Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Golem.de auf Anfrage. Ansonsten hätten sie sich heute ruhig verhalten.

Stellenmarkt
  1. DE-CIX Management GmbH, Köln
  2. Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ), Konstanz

Spannend werde es, wenn sich die Preise im 3,6-GHz-Band wieder so weit anpassen, dass Drillisch überboten ist. "Drillischs Verhalten ist sehr schwer zu interpretieren. Ich will nicht sagen, dass sie erratisch bieten, aber ein klares Muster ist sehr schwer zu sehen", sagte Gretschko.

Der Konflikt bei der 5G-Auktion dauere an. "Es wird nach wie vor ein Block zu viel nachgefragt. Die Bieter versuchen sich gegenseitig zu signalisieren, wer reduzieren soll. Sie versuchen beispielsweise durch Zurückziehen von Geboten den Preisanstieg auf Blöcken zu begrenzen, die sie eher kaufen werden als die Wettbewerber", sagte Gretschko. Andersherum versuchen die Wettbewerber auf eben diesen Blöcken mit schnellem Preisanstieg abzustrafen.

Der Spieltheoretiker Stephan Knapek von TWS Partners erklärte: "Die Zeit der Signale ist aber vorbei. Es ist für alle ganz klar, was passieren muss, damit die Auktion zu Ende geht. Am Ende wird ein Bieter reduzieren, wenn die Schmerzgrenze erreicht ist. Wer das sein wird, ist gerade die große Frage."

Die etablierten Netzbetreiber Telekom, Vodafone und Telefónica signalisierten Ende vergangener Woche, dass sie Drillisch mit einem Frequenzpaket in den Markt lassen wollen, das einen Netzaufbau ermöglicht. Nach dieser Einigung war nur noch einer von 41 Blöcken umstritten. Ein Konflikt, den die Etablierten wohl unter sich lösen wollten.

Nachdem es am Montag und Dienstag vergangener Woche danach aussah, dass eine Einigung in Sicht ist, eskalierte die Auktion zum Ende der vergangenen Woche. "Am Dienstagabend vergangene Woche entschied Drillisch wieder mitzumischen", sagte Knapek. "Sie boten auf Frequenzen, die sie eigentlich schon aufgegeben hatten. Es schien, als würden sie eine Einigung unter den Etablierten erzwingen wollen, indem sie die Preise erhöhten." Diese Strategie sei nicht erfolgreich gewesen, weil die Preise eskalierten. Insgesamt hob Drillisch nur durch Sprunggebote bis Freitagabend den Preis um 1 Milliarde Euro an. Wenn sich eine Einigung unter den drei Netzbetreibern anzubahnen schien, ging Drillisch wiederholt mit hohen Geboten dazwischen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. HP 34f Curved Monitor für 389,00€, Acer 32 Zoll Curved Monitor für 222,00€, Seasonic...
  2. (u. a. Star Wars Battlefront 2 für 9,49€, PSN Card 20 Euro für 18,99€)
  3. 769,00€
  4. 239,90€ (Bestpreis!)

Kalk 14. Apr 2019

Wäre ja zumindestens cool, wenn uns als Nutzer überhaupt die Wahl geboten werden würde...

cbug 12. Apr 2019

Wenn 1&1 es schafft die Preise der Konkurrenz deutlich zu erhöhen, dann haben sie den...

dvb2k 11. Apr 2019

Dir ist aber scho klar, dass wenn man jetzt nicht mit bietet später nicht mehr zum Zuge...

maxule 11. Apr 2019

Das Gezerre hinter den Kulissen kann ich mir gut vorstellen. 1&1 möchte vermutlich auch...

sadan 11. Apr 2019

Österreich als 5g vorreiter wie unsere politik sagt geht mit solchen kosten nicht. Naja...


Folgen Sie uns
       


Ghost Recon Breakpoint - Fazit

Das Actionspiel Ghost Recon Breakpoint von Ubisoft schickt Spieler als Elitesoldat Nomad auf eine fiktive Pazifikinsel.

Ghost Recon Breakpoint - Fazit Video aufrufen
Change-Management: Die Zeiten, sie, äh, ändern sich
Change-Management
Die Zeiten, sie, äh, ändern sich

Einen Change zu wollen, gehört heute zum guten Ton in der Unternehmensführung. Doch ein erzwungener Wandel in der Firmenkultur löst oft keine Probleme und schafft sogar neue.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

  1. IT-Jobs Der Amtsschimmel wiehert jetzt agil
  2. MINT Werden Frauen überfördert?
  3. Recruiting Wenn das eigene Wachstum zur Herausforderung wird

Rohstoffe: Lithium aus dem heißen Untergrund
Rohstoffe
Lithium aus dem heißen Untergrund

Liefern Geothermiekraftwerke in Südwestdeutschland bald nicht nur Strom und Wärme, sondern auch einen wichtigen Rohstoff für die Akkus von Smartphones, Tablets und Elektroautos? Das Thermalwasser hat einen so hohen Gehalt an Lithium, dass sich ein Abbau lohnen könnte. Doch es gibt auch Gegner.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Wasserkraft Strom aus dem Strom
  2. Energie Wie Mikroben Methan mit Windstrom produzieren
  3. Erneuerbare Energien Die Energiewende braucht Wasserstoff

Minecraft Earth angespielt: Die Invasion der Klötzchen
Minecraft Earth angespielt
Die Invasion der Klötzchen

Kämpfe mit Skeletten im Stadtpark, Begegnungen mit Schweinchen im Einkaufszentrum: Golem.de hat Minecraft Earth ausprobiert. Trotz Sammelaspekten hat das AR-Spiel ein ganz anderes Konzept als Pokémon Go - aber spannend ist es ebenfalls.
Von Peter Steinlechner

  1. Microsoft Minecraft hat 112 Millionen Spieler im Monat
  2. Machine Learning Facebooks KI-Assistent hilft beim Bau von Minecraft-Werken
  3. Nvidia Minecraft bekommt Raytracing statt Super-Duper-Grafik

    •  /