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United Internet: 1&1-Chef meldet deutliche Fortschritte beim Netzausbau

Bis Ende Juli will 1&1 über 200 Funkmasten verfügen. In den nächsten Jahren sollen jeweils 3.000 Standorte fertigstellt werden.
/ Achim Sawall
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5G-Antenne von United Internet in Karlsruhe (Bild: United Internet/1&1)
5G-Antenne von United Internet in Karlsruhe Bild: United Internet/1&1

1&1-Chef Ralph Dommermuth will den Rückstand beim Aufbau seines Mobilfunknetzes aufholen. Die Aussagen für die nächsten Jahre bleiben im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Paywall)(öffnet im neuen Fenster) vage, doch es gibt deutliche Fortschritte. "Kann ich heute glänzen? Nein, das kann ich nicht" , gab Dommermuth zu. "Aber die Baukapazitäten wachsen und wenn es läuft, wie von unseren Ausbaupartnern vertraglich zugesichert, dann werden wir in den nächsten Jahren jeweils 3.000 Standorte fertigstellen."

1&1 Drillisch ersteigerte bei der vergangenen 5G-Frequenzauktion Blöcke für 1,07 Milliarden Euro. Als das Unternehmen im Jahr 2019 die notwendigen Frequenzen erwarb, war das mit Auflagen verbunden. Am 3. Januar 2023 waren statt der vorgeschriebenen 1.000 5G-Stationen nur drei oder fünf Antennen vorhanden. Deswegen eröffnete die Bundesnetzagentur ein Verfahren gegen 1&1 , das Bundeskartellamt wiederum untersucht , ob Vodafone und deren Tochter Vantage Towers 1&1 bewusst behinderte.

Prognosen für das gesamte Jahr bestätigt bekommen

Doch es gibt reale Fortschritte beim Mobilfunknetz von 1&1: "Es wird Sie vielleicht überraschen, aber ich bin recht optimistisch. Wir sehen im zweiten Quartal, dass die Bauleistung schon wesentlich steigt. Zum Ende des Quartals werden wir über 200 Funkmasten verfügen." Außerdem habe man von den Firmen, die Antennenstandorte zur Verfügung stellen, gerade die Prognosen für das gesamte Jahr bestätigt bekommen. Man kenne deren Projektfortschritte und sehe daran, ob es realistisch sei, die Funktürme in der genannten Zeit fertigzustellen, sagte Dommermuth.

"Wir sprechen dabei über eine passive Infrastruktur. Das bedeutet, dass wir die Masten nach Bereitstellung noch mit Glasfaser anbinden und unsere 5-G-Antennen anbringen müssen. Das ist eine Fleißarbeit und nimmt ebenfalls etwas Zeit in Anspruch."

1&1-Mobilfunk-Chef Michael Martin hatte Anfang Mai der Zeitschrift Connect gesagt(öffnet im neuen Fenster) , man habe im Juni 160 Standorte und für das Jahresende seien über 1.200 anvisiert.


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