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Unister Insolvenz: Flugtickets von Ab-in-den-Urlaub.de nicht sicher

Eine Folgeinsolvenz von Ab-in-den-Urlaub.de oder Fluege.de könnte dazu führen, dass Besitzer bestimmter Tickets nicht fliegen können. "Inhaber solcher Flugkarten müssten dann damit rechnen, nicht abgefertigt zu werden", hieß es bei einer großen deutschen Reisegesellschaft zur Insolvenz von Unister.

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Bekannte Werbung von Unister
Bekannte Werbung von Unister (Bild: Ab-in-den-Urlaub.de)

Wenn die Unister-Firmentöchter Ab-in-den-Urlaub.de oder Fluege.de in eine Folgeinsolvenz geraten, könnten die Kunden ihr Geld eventuell verlieren. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf Angaben von großen Reiseveranstaltern.

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Verbraucherschützer hatten in einer ersten Reaktion erklärt, Pauschalurlauber seien gesetzlich versichert. Kundengelder für nicht versicherte Einzelleistungen gingen direkt an die vermittelten Anbieter. Doch Flugtickets, die von Fluege.de und Ab-in-den Urlaub.de auf eigene Rechnung verkauft wurden, statt sie nur zu vermitteln, könnten Probleme bereiten. Solche Sonderangebote besorgten sich die Unister-Firmentöchter aus den Restbeständen großer Veranstalter, wie ein Sprecher bei Unister dem Handelsblatt bestätigte.

In der Vergangenheit führte das laut dem Bericht dazu, dass beispielsweise Condor-Flüge, die deutschlandweit zum Einheitspreis in den Verkauf gingen, auf einigen Discountseiten deutlich günstiger auftauchten. Wenn die kassierten Kundengelder noch nicht an die ursprünglichen Reisegesellschaften weitergeleitet wurden, könnte es Probleme geben. "Inhaber solcher Flugkarten müssten dann damit rechnen, nicht abgefertigt zu werden", hieß es laut Handelsblatt bei einer großen deutschen Reisegesellschaft. Solche Forderungen müssten die Betroffenen dann im Rahmen des Insolvenzverfahrens anmelden.

Ob ein Ticket direkt vom Reiseveranstalter oder auf Rechnung einer Unister-Tochter verkauft wurde, ließe sich vom Urlauber zudem schwer erkennen.

Nach dem Insolvenzantrag der Unister Holding schließt der vorläufige Insolvenzverwalter Lucas Flöther eine Insolvenz der Tochterfirmen des Konzerns nicht aus. Das erklärte Flöther dem MDR-Magazin Umschau. "Es ist zumindest nicht auszuschließen, dass es da einen Ansteckungseffekt oder einen Dominoeffekt gibt. Das muss man jetzt prüfen", sagte er. Für die Unister Holding wurde am 18. Juli die Insolvenz beantragt.

Nachtrag vom 20. Juli 2016, 10:19 Uhr

Der Reiseveranstalter Urlaubstours, ein Tochterunternehmen der Unister Travel, hat Insolvenz angemeldet. Auch hier wurde Rechtsanwalt Lucas F. Flöther zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt, gab dessen Büro bekannt. Angaben zum Grund für die Insolvenz wurden nicht gemacht. Urlaubstours nimmt vorerst keine Buchungen mehr an. Bereits gebuchte Reisen würden in Zusammenarbeit mit dem Kundengeldabsicherer Generali Versicherung durchgeführt.

Die Verbraucherzentrale Sachsen erklärte: "Der Nachweis über den Sicherungsschein liegt in der Regel den Reiseunterlagen bei. Das Dokument muss auf der Rückseite der Reisebestätigung abgedruckt oder an sie angeheftet sein."



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der_wahre_hannes 21. Jul 2016

War mir schon klar. Ich benutze kein Adblock Plus. Aber auch der integrierte Adblocker...

Anonymer Nutzer 21. Jul 2016

Also 10k¤ sollte eine solche Firma nicht in die Insolvenz treiben. Da steckt was anderes...

Anonymer Nutzer 21. Jul 2016

Kann man dem Hotelier zumuten, sich in Flieger zu setzen für "etliche...

KillerJiller 20. Jul 2016

Das ist eine recht komplexe Sache und hängt, wie im Artikel schon angedeutet, sehr stark...

ElMario 20. Jul 2016

...die sogenannte Business Welt. Einfach nur noch abartig. War wohl auch nie wesentlich...


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