Im Beobachtungsmodus Enhanced Vision entsteht mit der Zeit ein immer detailreicheres Bild.Bild:
Mario Keller
Die Liste an Automatikteleskopen, mit denen sich auch ohne große Vorkenntnisse Beobachtungen am Nachthimmel machen lassen, ist in den letzten Jahren stetig länger geworden. Wie und wo sich das neue eQuinox 2 der französischen Firma Unistellar in diese Liste einreiht, haben wir ausprobiert und dabei auch gleich noch Daten für die Wissenschaft gesammelt.
Das eQuinox 2 wurde als Nachfolger des eQuinox auf der Elektronikmesse CES 2023 vorgestellt und fiel uns vor allem durch den im Vergleich zum aktuellen eVScope 2 deutlich reduzierten Preis von 2.499 Euro auf - wobei es ähnliche technische Daten wie das eVScope 2 hat. Da ich das teurere Modell und Konkurrenzgeräte (g+) schon im Test hatte (g+) , wollte ich es natürlich unbedingt ausprobieren.
Wie unterscheiden sich eQuinox 2 und eVScope 2?
Schaut man sich die technischen Details beider Geräte an, so gibt es zunächst nur geringe Unterschiede. Beide sind Spiegelteleskope mit 450 mm Brennweite und einer Öffnung von 114 mm. Beide Teleskope nutzen mit dem Sony IMX347 den gleichen Sensor, lediglich die Bildauflösung ist beim preiswerteren eQuinox 2 auf 6,6 Megapixel gegenüber den vollen 7,7 Megapixeln beim eVScope 2 reduziert.
Beide Teleskope verfügen über einen 64 GByte großen internen Speicher. Der Akku ist jeweils fest verbaut und verspricht bis zu 10 Stunden Betrieb ohne Nachladen. Der Anschluss zum Laden ist eine normale USB-C-Buchse.
Einziger offensichtlicher Unterschied ist das elektronische Okular, das beim eVScope 2 eine visuelle Beobachtung simuliert. Es fehlt beim neuen eQuinox 2.
Der Preisunterschied zwischen den beiden Geräten liegt normalerweise bei rund 2.000 Euro. Dazu kommt noch der optionale Transportrucksack, der auf jeden Fall zu empfehlen ist, wenn man das Teleskop häufiger transportiert. Im Moment gibt es ein "Galaxy Season"-Angebot für das eVScope 2 für 3.999 Euro beziehungsweise 4.199 Euro mit dem Rucksack, was den Preisunterschied während der Aktion auf 1.500 Euro (oder 1.341 Euro, wenn man jeweils den Rucksack dazu nimmt) reduziert.
Technisch sind das eVScope 2 und das eQuinox 2 wie gesagt nahezu identisch. Der Preisvorteil ist vermutlich damit zu erklären, dass der Aufwand für die Entwicklung und das Tooling für das neue Gerät sehr gering ausgefallen sind, da sehr viele Teile erneut verwendet werden konnten und auch die Produktion selbst zu großen Teilen identisch mit der des eVScope sein dürfte.
Günstige Alternative zum teuren eVScope 2
Somit hat Unistellar eine günstigere Alternative zum doch recht hochpreisigen eVScope 2 geschaffen, das, wie wir im vorherigen Artikel bereits vermutet haben, nicht ganz zufällig den gleichen Preis wie das Vespera-Teleskop des Marktbegleiters Vaonis hat.
Wer sich das eQuinox 2 kauft, bekommt einen großen und stabilen Karton mit einem gut und sicher verpackten Teleskop, einem Stativ und einigen Kleinteilen wie Werkzeug (dazu später mehr), Netzteil, eine Karte mit QR-Codes mit Links zu einem Quickstart Guide in verschiedenen Sprachen sowie eine Safety-Instructions-Karte mit zusätzlichen QR-Code-Links zum Handbuch.
Um das Teleskop in Betrieb zu nehmen, wird zusätzlich die kostenfreie Unistellar-App benötigt, die es für Android und iOS in den jeweiligen Appstores gibt. Positiv fällt auf, dass man keinen Account anlegen muss, um das Teleskop zu nutzen. Selbst das Hochladen der Bilddaten auf die Unistellar-Server (auch dazu gleich mehr) funktioniert ohne eigenen Account.
Die Beine des stabilen Stativs haben je drei ausziehbare Segmente, womit es sich auf eine Höhe von über 1,2 Metern aufbauen lässt. Da das Teleskop aber ohnehin nur per Mobiltelefon oder Tablet bedienen lässt, ist das eher unnötig und wohl der Tatsache geschuldet, dass es das gleiche Stativ wie beim eVScope 2 ist.
Über eine Wasserwaagen-Libelle kann das Stativ in Waage gebracht werden. Die Bodenplatte des Teleskops wird in den Ring der Stativhalterung gesetzt und mit zwei Schrauben fixiert. Das geht einfach und schnell und ermöglicht es außerdem, das Teleskop horizontal schon grob in die geplante Beobachtungsrichtung zu drehen.
Damit ist der Aufbau auch schon abgeschlossen und das Teleskop kann eingeschaltet werden. Ein längerer Druck auf den einzigen verfügbaren Knopf erweckt das Gerät zum Leben, was es mit einem farbigen Leuchtring um den Taster quittiert. Dieser Ring kann in verschiedenen Farben leuchten und gibt damit Auskunft über unterschiedliche Betriebszustände des Teleskops.
Bild 2/20: eQuinox-2-Teleskop aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 3/20: Objektkatalog in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 4/20: Kameraansicht in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 5/20: Teleskoparm über die Unistellar-App bewegen (Bild: Mario Keller)
Bild 6/20: Automatische Teleskopausrichtung (Bild: Mario Keller)
Bild 7/20: Detailansicht der Objektauswahl für den Stern Beteigeuze (Bild: Mario Keller)
Bild 8/20: Einstellungsmöglichkeiten für den gewählten Himmelsabschnitt (Bild: Mario Keller)
Bild 9/20: Beteigeuze mit typischen Defraction-Spikes bei einem Newtonteleskop (Bild: Mario Keller)
Bild 10/20: Integrierte Bahtinov-Maske zum Fokussieren (Bild: Mario Keller)
Bild 11/20: Fokus einstellen mithilfe der Bahtinov-Maske (Bild: Mario Keller)
Bild 12/20: Automatisches Anfahren des Orionnebels (M42) (Bild: Mario Keller)
Bild 13/20: Enhanced Vision Modus nach 8 Sekunden bzw. 14 Minuten (Bild: Mario Keller)
Bild 14/20: Objektfilter und Sortierung in der Unistellar-App
Bild 15/20: Exportiertes Bild des Orionnebels in der Okularansicht mit Beobachtungsdetails (Bild: Mario Keller)
Bild 16/20: Kollimation des Teleskops mittels "Out of focus"-Sterns (Bild: Mario Keller)
Bild 17/20: Teleskop nach der Kollimation (Bild: Mario Keller)
Bild 18/20: Auswahl der Citizen-Science-Mission auf der Unistellar-Webseite (Bild: Mario Keller)
Bild 19/20: Aufnahme der Asteroidenokkultation in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 20/20: Auswertung der Citizen-Science-Mission (Bild: Mario Keller)
Das Teleskop selbst besteht aus einer Basis, die sich um 360° motorisiert drehen kann. An dieser Basiseinheit befindet sich das eigentliche Teleskop an einem Arm, über den der Tubus nach oben und unten geschwenkt werden kann. Somit kann jeder Punkt am Himmel automatisch angefahren werden. Vorteil dieser azimutalen Montierung ist, dass sie nicht eingenordet werden muss.
Erste Schritte mit dem eQuinox 2, bevor es richtig losgeht
Wenn das eQuinox 2 gestartet ist, erzeugt es ein eigenes WLAN, mit dem man Tablet oder Mobiltelefon koppeln muss. Danach kann die Unistellar-App gestartet werden.
Diese präsentiert nach dem Start zunächst einen Katalog mit beobachtbaren Objekten, die anhand der aktuellen GPS-Koordinaten und Uhrzeit ermittelt werden. Die App benötigt dazu den Zugriff auf den Standort des Telefons, was man beim ersten Einrichten einmal freigeben muss.
Bild 2/20: eQuinox-2-Teleskop aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 3/20: Objektkatalog in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 4/20: Kameraansicht in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 5/20: Teleskoparm über die Unistellar-App bewegen (Bild: Mario Keller)
Bild 6/20: Automatische Teleskopausrichtung (Bild: Mario Keller)
Bild 7/20: Detailansicht der Objektauswahl für den Stern Beteigeuze (Bild: Mario Keller)
Bild 8/20: Einstellungsmöglichkeiten für den gewählten Himmelsabschnitt (Bild: Mario Keller)
Bild 9/20: Beteigeuze mit typischen Defraction-Spikes bei einem Newtonteleskop (Bild: Mario Keller)
Bild 10/20: Integrierte Bahtinov-Maske zum Fokussieren (Bild: Mario Keller)
Bild 11/20: Fokus einstellen mithilfe der Bahtinov-Maske (Bild: Mario Keller)
Bild 12/20: Automatisches Anfahren des Orionnebels (M42) (Bild: Mario Keller)
Bild 13/20: Enhanced Vision Modus nach 8 Sekunden bzw. 14 Minuten (Bild: Mario Keller)
Bild 14/20: Objektfilter und Sortierung in der Unistellar-App
Bild 15/20: Exportiertes Bild des Orionnebels in der Okularansicht mit Beobachtungsdetails (Bild: Mario Keller)
Bild 16/20: Kollimation des Teleskops mittels "Out of focus"-Sterns (Bild: Mario Keller)
Bild 17/20: Teleskop nach der Kollimation (Bild: Mario Keller)
Bild 18/20: Auswahl der Citizen-Science-Mission auf der Unistellar-Webseite (Bild: Mario Keller)
Bild 19/20: Aufnahme der Asteroidenokkultation in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 20/20: Auswertung der Citizen-Science-Mission (Bild: Mario Keller)
Der Katalog nützt aber in diesem Moment noch nicht viel, dann ehe wir ein Objekt anfahren können, sind noch einige Schritte notwendig. Der erste davon ist auf jeden Fall, erst einmal den Objektivdeckel zu entfernen. In der Transport- bzw. Parkposition zeigt das Teleskop senkrecht nach oben. So soll es auch transportiert werden und passt auch nur so in den Transportrucksack.
In dieser Position kann es aber technisch bedingt noch nicht die Ausrichtung am Himmel bestimmen, daher muss der Teleskoptubus erst etwas nach unten gefahren werden, bevor es losgehen kann. Ein Winkel von 45° bis 60° über dem Horizont funktioniert hier am besten. Dabei ist darauf zu achten, dass unser Teleskop auch auf ein freies Stück Nachthimmel zeigt.
Um das zu erreichen, tippen wir zunächst auf das kleine, leider recht unscheinbare Teleskop-Icon rechts unten in der App und kommen in die Kameraansicht. Dort müssen wir noch einmal auf den Button Verschieben klicken und bekommen die Steuerung angezeigt.
Bild 2/20: eQuinox-2-Teleskop aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 3/20: Objektkatalog in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 4/20: Kameraansicht in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 5/20: Teleskoparm über die Unistellar-App bewegen (Bild: Mario Keller)
Bild 6/20: Automatische Teleskopausrichtung (Bild: Mario Keller)
Bild 7/20: Detailansicht der Objektauswahl für den Stern Beteigeuze (Bild: Mario Keller)
Bild 8/20: Einstellungsmöglichkeiten für den gewählten Himmelsabschnitt (Bild: Mario Keller)
Bild 9/20: Beteigeuze mit typischen Defraction-Spikes bei einem Newtonteleskop (Bild: Mario Keller)
Bild 10/20: Integrierte Bahtinov-Maske zum Fokussieren (Bild: Mario Keller)
Bild 11/20: Fokus einstellen mithilfe der Bahtinov-Maske (Bild: Mario Keller)
Bild 12/20: Automatisches Anfahren des Orionnebels (M42) (Bild: Mario Keller)
Bild 13/20: Enhanced Vision Modus nach 8 Sekunden bzw. 14 Minuten (Bild: Mario Keller)
Bild 14/20: Objektfilter und Sortierung in der Unistellar-App
Bild 15/20: Exportiertes Bild des Orionnebels in der Okularansicht mit Beobachtungsdetails (Bild: Mario Keller)
Bild 16/20: Kollimation des Teleskops mittels "Out of focus"-Sterns (Bild: Mario Keller)
Bild 17/20: Teleskop nach der Kollimation (Bild: Mario Keller)
Bild 18/20: Auswahl der Citizen-Science-Mission auf der Unistellar-Webseite (Bild: Mario Keller)
Bild 19/20: Aufnahme der Asteroidenokkultation in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 20/20: Auswertung der Citizen-Science-Mission (Bild: Mario Keller)
Über den virtuellen Hebel können wir das Teleskop drehen und den Teleskoparm etwas nach unten fahren. Das kleine obere Fenster zeigt dabei das aktuelle Kamerabild. Zeigt das Teleskop auf einen freien Fleck am Himmel, das Kamerabild aber keine Sterne, müssen wir den Fokus am Teleskop noch einstellen. Zumindest erst einmal grob.
Dazu dreht man das große Fokusrad am unteren Ende des Teleskoptubus zunächst in die Mittelstellung zwischen dem linken und dem rechten Anschlag. Dann sollten schon die ersten Lichtpunkte erkennbar sein. Nun wird lange mit kleinen Anpassungen am Rad gedreht, bis die Sterne möglichst klein und punktförmig sind. Diese grobe Einstellung reicht zunächst für die automatische Ausrichtung aus.
Sobald wir Sterne erkennen können und das Teleskop einen Winkel von 45° bis 60° hat, können wir in die vorherige Ansicht zurückkehren und auf den Button eVscope Ausrichtung drücken.
Bild 2/20: eQuinox-2-Teleskop aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 3/20: Objektkatalog in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 4/20: Kameraansicht in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 5/20: Teleskoparm über die Unistellar-App bewegen (Bild: Mario Keller)
Bild 6/20: Automatische Teleskopausrichtung (Bild: Mario Keller)
Bild 7/20: Detailansicht der Objektauswahl für den Stern Beteigeuze (Bild: Mario Keller)
Bild 8/20: Einstellungsmöglichkeiten für den gewählten Himmelsabschnitt (Bild: Mario Keller)
Bild 9/20: Beteigeuze mit typischen Defraction-Spikes bei einem Newtonteleskop (Bild: Mario Keller)
Bild 10/20: Integrierte Bahtinov-Maske zum Fokussieren (Bild: Mario Keller)
Bild 11/20: Fokus einstellen mithilfe der Bahtinov-Maske (Bild: Mario Keller)
Bild 12/20: Automatisches Anfahren des Orionnebels (M42) (Bild: Mario Keller)
Bild 13/20: Enhanced Vision Modus nach 8 Sekunden bzw. 14 Minuten (Bild: Mario Keller)
Bild 14/20: Objektfilter und Sortierung in der Unistellar-App
Bild 15/20: Exportiertes Bild des Orionnebels in der Okularansicht mit Beobachtungsdetails (Bild: Mario Keller)
Bild 16/20: Kollimation des Teleskops mittels "Out of focus"-Sterns (Bild: Mario Keller)
Bild 17/20: Teleskop nach der Kollimation (Bild: Mario Keller)
Bild 18/20: Auswahl der Citizen-Science-Mission auf der Unistellar-Webseite (Bild: Mario Keller)
Bild 19/20: Aufnahme der Asteroidenokkultation in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 20/20: Auswertung der Citizen-Science-Mission (Bild: Mario Keller)
Das von der Kamera aufgenommene Sternenmuster wird dabei mit einer internen Datenbank abgeglichen, zusammen mit den Koordinaten des aktuellen Standorts und der Uhrzeit. War das erfolgreich, beginnt das Teleskop automatisch, der Sternenbewegung am Himmel zu folgen, die durch die Erdrotation verursacht wird. Somit kann das Teleskop ein Objekt über eine lange Zeit im Bildfeld halten, auch wenn es sich am Himmel weiterbewegt.
Wir können nun zu unserem Objektkatalog vom Anfang zurückkehren und ein Objekt für die Beobachtung aussuchen. Allerdings sollten wir vor der eigentlichen Beobachtung noch den Fokus ganz genau einstellen, um am Ende auch ein gutes Bild zu erhalten. Das geht dank eines eingebauten Hilfsmittels echt einfach.
Jetzt brauchen wir einen hellen Stern im Bildfeld. Den können wir entweder manuell über die Steuerung zum Bewegen des Teleskops anfahren oder wir wählen einfach einen Stern aus dem Katalog aus. Über den Button Typ im Objektkatalog kann man die Auswahl auf Sterne einschränken. Ich entscheide mich für den Stern Beteigeuze.
Bild 2/20: eQuinox-2-Teleskop aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 3/20: Objektkatalog in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 4/20: Kameraansicht in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 5/20: Teleskoparm über die Unistellar-App bewegen (Bild: Mario Keller)
Bild 6/20: Automatische Teleskopausrichtung (Bild: Mario Keller)
Bild 7/20: Detailansicht der Objektauswahl für den Stern Beteigeuze (Bild: Mario Keller)
Bild 8/20: Einstellungsmöglichkeiten für den gewählten Himmelsabschnitt (Bild: Mario Keller)
Bild 9/20: Beteigeuze mit typischen Defraction-Spikes bei einem Newtonteleskop (Bild: Mario Keller)
Bild 10/20: Integrierte Bahtinov-Maske zum Fokussieren (Bild: Mario Keller)
Bild 11/20: Fokus einstellen mithilfe der Bahtinov-Maske (Bild: Mario Keller)
Bild 12/20: Automatisches Anfahren des Orionnebels (M42) (Bild: Mario Keller)
Bild 13/20: Enhanced Vision Modus nach 8 Sekunden bzw. 14 Minuten (Bild: Mario Keller)
Bild 14/20: Objektfilter und Sortierung in der Unistellar-App
Bild 15/20: Exportiertes Bild des Orionnebels in der Okularansicht mit Beobachtungsdetails (Bild: Mario Keller)
Bild 16/20: Kollimation des Teleskops mittels "Out of focus"-Sterns (Bild: Mario Keller)
Bild 17/20: Teleskop nach der Kollimation (Bild: Mario Keller)
Bild 18/20: Auswahl der Citizen-Science-Mission auf der Unistellar-Webseite (Bild: Mario Keller)
Bild 19/20: Aufnahme der Asteroidenokkultation in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 20/20: Auswertung der Citizen-Science-Mission (Bild: Mario Keller)
Die Detailansicht zeigt unter anderem auch, in welcher Himmelsrichtung ein Objekt zu sehen ist. Sehr praktisch, wenn auch etwas versteckt in den Einstellungen, ist die Möglichkeit, den sichtbaren Himmelsabschnitt einzustellen.
Bild 2/20: eQuinox-2-Teleskop aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 3/20: Objektkatalog in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 4/20: Kameraansicht in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 5/20: Teleskoparm über die Unistellar-App bewegen (Bild: Mario Keller)
Bild 6/20: Automatische Teleskopausrichtung (Bild: Mario Keller)
Bild 7/20: Detailansicht der Objektauswahl für den Stern Beteigeuze (Bild: Mario Keller)
Bild 8/20: Einstellungsmöglichkeiten für den gewählten Himmelsabschnitt (Bild: Mario Keller)
Bild 9/20: Beteigeuze mit typischen Defraction-Spikes bei einem Newtonteleskop (Bild: Mario Keller)
Bild 10/20: Integrierte Bahtinov-Maske zum Fokussieren (Bild: Mario Keller)
Bild 11/20: Fokus einstellen mithilfe der Bahtinov-Maske (Bild: Mario Keller)
Bild 12/20: Automatisches Anfahren des Orionnebels (M42) (Bild: Mario Keller)
Bild 13/20: Enhanced Vision Modus nach 8 Sekunden bzw. 14 Minuten (Bild: Mario Keller)
Bild 14/20: Objektfilter und Sortierung in der Unistellar-App
Bild 15/20: Exportiertes Bild des Orionnebels in der Okularansicht mit Beobachtungsdetails (Bild: Mario Keller)
Bild 16/20: Kollimation des Teleskops mittels "Out of focus"-Sterns (Bild: Mario Keller)
Bild 17/20: Teleskop nach der Kollimation (Bild: Mario Keller)
Bild 18/20: Auswahl der Citizen-Science-Mission auf der Unistellar-Webseite (Bild: Mario Keller)
Bild 19/20: Aufnahme der Asteroidenokkultation in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 20/20: Auswertung der Citizen-Science-Mission (Bild: Mario Keller)
Wer vom heimischen Balkon oder einem Garten mit eingeschränkter Sicht zum Himmel beobachten will, kann so die Auswahl auf Objekte einschränken, die auch tatsächlich zu sehen sind. Ein Klick auf Gehe zu in der Auswahl lässt das Teleskop automatisch auf das gewählte Objekt schwenken, in meinem Fall der Stern Beteigeuze.
Ist dieser im Bildfeld, sehen wir die für Spiegelteleskope typischen Spikes, die durch die Halterung des sekundären Spiegels bzw. im Fall des eQuinox 2 der Sensorhalterung verursacht werden.
Bild 2/20: eQuinox-2-Teleskop aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 3/20: Objektkatalog in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 4/20: Kameraansicht in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 5/20: Teleskoparm über die Unistellar-App bewegen (Bild: Mario Keller)
Bild 6/20: Automatische Teleskopausrichtung (Bild: Mario Keller)
Bild 7/20: Detailansicht der Objektauswahl für den Stern Beteigeuze (Bild: Mario Keller)
Bild 8/20: Einstellungsmöglichkeiten für den gewählten Himmelsabschnitt (Bild: Mario Keller)
Bild 9/20: Beteigeuze mit typischen Defraction-Spikes bei einem Newtonteleskop (Bild: Mario Keller)
Bild 10/20: Integrierte Bahtinov-Maske zum Fokussieren (Bild: Mario Keller)
Bild 11/20: Fokus einstellen mithilfe der Bahtinov-Maske (Bild: Mario Keller)
Bild 12/20: Automatisches Anfahren des Orionnebels (M42) (Bild: Mario Keller)
Bild 13/20: Enhanced Vision Modus nach 8 Sekunden bzw. 14 Minuten (Bild: Mario Keller)
Bild 14/20: Objektfilter und Sortierung in der Unistellar-App
Bild 15/20: Exportiertes Bild des Orionnebels in der Okularansicht mit Beobachtungsdetails (Bild: Mario Keller)
Bild 16/20: Kollimation des Teleskops mittels "Out of focus"-Sterns (Bild: Mario Keller)
Bild 17/20: Teleskop nach der Kollimation (Bild: Mario Keller)
Bild 18/20: Auswahl der Citizen-Science-Mission auf der Unistellar-Webseite (Bild: Mario Keller)
Bild 19/20: Aufnahme der Asteroidenokkultation in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 20/20: Auswertung der Citizen-Science-Mission (Bild: Mario Keller)
Ein Teil des Objektivdeckels, den wir vorhin entfernt haben, ist eine sogenannte Bahtinov-Maske. Sie lässt sich leicht aus dem Deckel herauslösen und auf die Teleskopöffnung setzen. Die Maske erzeugt ein spezielles Beugungsmuster, das wir auf dem Bildschirm sehen können.
Bild 2/20: eQuinox-2-Teleskop aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 3/20: Objektkatalog in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 4/20: Kameraansicht in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 5/20: Teleskoparm über die Unistellar-App bewegen (Bild: Mario Keller)
Bild 6/20: Automatische Teleskopausrichtung (Bild: Mario Keller)
Bild 7/20: Detailansicht der Objektauswahl für den Stern Beteigeuze (Bild: Mario Keller)
Bild 8/20: Einstellungsmöglichkeiten für den gewählten Himmelsabschnitt (Bild: Mario Keller)
Bild 9/20: Beteigeuze mit typischen Defraction-Spikes bei einem Newtonteleskop (Bild: Mario Keller)
Bild 10/20: Integrierte Bahtinov-Maske zum Fokussieren (Bild: Mario Keller)
Bild 11/20: Fokus einstellen mithilfe der Bahtinov-Maske (Bild: Mario Keller)
Bild 12/20: Automatisches Anfahren des Orionnebels (M42) (Bild: Mario Keller)
Bild 13/20: Enhanced Vision Modus nach 8 Sekunden bzw. 14 Minuten (Bild: Mario Keller)
Bild 14/20: Objektfilter und Sortierung in der Unistellar-App
Bild 15/20: Exportiertes Bild des Orionnebels in der Okularansicht mit Beobachtungsdetails (Bild: Mario Keller)
Bild 16/20: Kollimation des Teleskops mittels "Out of focus"-Sterns (Bild: Mario Keller)
Bild 17/20: Teleskop nach der Kollimation (Bild: Mario Keller)
Bild 18/20: Auswahl der Citizen-Science-Mission auf der Unistellar-Webseite (Bild: Mario Keller)
Bild 19/20: Aufnahme der Asteroidenokkultation in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 20/20: Auswertung der Citizen-Science-Mission (Bild: Mario Keller)
Ziel ist es, durch Anpassen des Fokus diesen genau mittig zwischen den beiden gekreuzten Strichen zu platzieren. Ist das geschafft, ist das Teleskop perfekt im Fokus.
Beobachten mit dem eQuinox 2
Im März ist das Sternbild Orion am frühen Abend noch gut zu beobachten. Der Orionnebel M42 passt recht gut ins Bildfeld, also wählen wir das Objekt aus und aktivieren mittels Gehe zu das automatische Anfahren unseres Ziels. Das dauert einen Moment, aber nach zwei oder drei Korrekturen ist der Nebel im Bild zentriert.
Bild 2/20: eQuinox-2-Teleskop aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 3/20: Objektkatalog in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 4/20: Kameraansicht in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 5/20: Teleskoparm über die Unistellar-App bewegen (Bild: Mario Keller)
Bild 6/20: Automatische Teleskopausrichtung (Bild: Mario Keller)
Bild 7/20: Detailansicht der Objektauswahl für den Stern Beteigeuze (Bild: Mario Keller)
Bild 8/20: Einstellungsmöglichkeiten für den gewählten Himmelsabschnitt (Bild: Mario Keller)
Bild 9/20: Beteigeuze mit typischen Defraction-Spikes bei einem Newtonteleskop (Bild: Mario Keller)
Bild 10/20: Integrierte Bahtinov-Maske zum Fokussieren (Bild: Mario Keller)
Bild 11/20: Fokus einstellen mithilfe der Bahtinov-Maske (Bild: Mario Keller)
Bild 12/20: Automatisches Anfahren des Orionnebels (M42) (Bild: Mario Keller)
Bild 13/20: Enhanced Vision Modus nach 8 Sekunden bzw. 14 Minuten (Bild: Mario Keller)
Bild 14/20: Objektfilter und Sortierung in der Unistellar-App
Bild 15/20: Exportiertes Bild des Orionnebels in der Okularansicht mit Beobachtungsdetails (Bild: Mario Keller)
Bild 16/20: Kollimation des Teleskops mittels "Out of focus"-Sterns (Bild: Mario Keller)
Bild 17/20: Teleskop nach der Kollimation (Bild: Mario Keller)
Bild 18/20: Auswahl der Citizen-Science-Mission auf der Unistellar-Webseite (Bild: Mario Keller)
Bild 19/20: Aufnahme der Asteroidenokkultation in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 20/20: Auswertung der Citizen-Science-Mission (Bild: Mario Keller)
Sehr spektakulär sieht das erst mal noch nicht aus, aber das ist normal und wäre bei jedem anderen Teleskop ähnlich. Die Kamera macht nur kurze Belichtungen, abhängig vom hellsten Teil des Bildes, und somit sind feine Details noch nicht erkennbar.
Aktivieren wir aber einen Beobachtungsmodus, den Unistellar Enhanced Vision nennt, dann beginnt das eQuinox 2, jeweils 4 Sekunden lange Einzelbelichtungen zu machen und diese mit den jeweils vorherigen 4 Sekunden Aufnahmen zu verrechnen. Somit entsteht über die Zeit ein immer besseres und detailreicheres Bild unseres Beobachtungsobjekts.
Bild 2/20: eQuinox-2-Teleskop aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 3/20: Objektkatalog in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 4/20: Kameraansicht in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 5/20: Teleskoparm über die Unistellar-App bewegen (Bild: Mario Keller)
Bild 6/20: Automatische Teleskopausrichtung (Bild: Mario Keller)
Bild 7/20: Detailansicht der Objektauswahl für den Stern Beteigeuze (Bild: Mario Keller)
Bild 8/20: Einstellungsmöglichkeiten für den gewählten Himmelsabschnitt (Bild: Mario Keller)
Bild 9/20: Beteigeuze mit typischen Defraction-Spikes bei einem Newtonteleskop (Bild: Mario Keller)
Bild 10/20: Integrierte Bahtinov-Maske zum Fokussieren (Bild: Mario Keller)
Bild 11/20: Fokus einstellen mithilfe der Bahtinov-Maske (Bild: Mario Keller)
Bild 12/20: Automatisches Anfahren des Orionnebels (M42) (Bild: Mario Keller)
Bild 13/20: Enhanced Vision Modus nach 8 Sekunden bzw. 14 Minuten (Bild: Mario Keller)
Bild 14/20: Objektfilter und Sortierung in der Unistellar-App
Bild 15/20: Exportiertes Bild des Orionnebels in der Okularansicht mit Beobachtungsdetails (Bild: Mario Keller)
Bild 16/20: Kollimation des Teleskops mittels "Out of focus"-Sterns (Bild: Mario Keller)
Bild 17/20: Teleskop nach der Kollimation (Bild: Mario Keller)
Bild 18/20: Auswahl der Citizen-Science-Mission auf der Unistellar-Webseite (Bild: Mario Keller)
Bild 19/20: Aufnahme der Asteroidenokkultation in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 20/20: Auswertung der Citizen-Science-Mission (Bild: Mario Keller)
Abbildung 13 zeigt recht gut, wie sich das Bild im Vergleich von 8 Sekunden und 14 Minuten Gesamtbelichtungszeit verbessert hat. Das Beobachten funktioniert sehr gut, vor allem mit dem sehr umfangreichen Objektkatalog und den guten Filtermöglichkeiten.
Der Katalog umfasst auch Asteroiden und Kometen, zum Beispiel den Kometen C/2022 E3, den wir schon beobachtet haben . Nimmt man dann noch die schon erwähnte Möglichkeit, den beobachtbaren Himmelsausschnitt festzulegen, und die praktische Sortierung nach der Zeit des Erscheinens dazu, kann man seinen Spaziergang am Nachthimmel perfekt planen.
Bild 2/20: eQuinox-2-Teleskop aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 3/20: Objektkatalog in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 4/20: Kameraansicht in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 5/20: Teleskoparm über die Unistellar-App bewegen (Bild: Mario Keller)
Bild 6/20: Automatische Teleskopausrichtung (Bild: Mario Keller)
Bild 7/20: Detailansicht der Objektauswahl für den Stern Beteigeuze (Bild: Mario Keller)
Bild 8/20: Einstellungsmöglichkeiten für den gewählten Himmelsabschnitt (Bild: Mario Keller)
Bild 9/20: Beteigeuze mit typischen Defraction-Spikes bei einem Newtonteleskop (Bild: Mario Keller)
Bild 10/20: Integrierte Bahtinov-Maske zum Fokussieren (Bild: Mario Keller)
Bild 11/20: Fokus einstellen mithilfe der Bahtinov-Maske (Bild: Mario Keller)
Bild 12/20: Automatisches Anfahren des Orionnebels (M42) (Bild: Mario Keller)
Bild 13/20: Enhanced Vision Modus nach 8 Sekunden bzw. 14 Minuten (Bild: Mario Keller)
Bild 14/20: Objektfilter und Sortierung in der Unistellar-App
Bild 15/20: Exportiertes Bild des Orionnebels in der Okularansicht mit Beobachtungsdetails (Bild: Mario Keller)
Bild 16/20: Kollimation des Teleskops mittels "Out of focus"-Sterns (Bild: Mario Keller)
Bild 17/20: Teleskop nach der Kollimation (Bild: Mario Keller)
Bild 18/20: Auswahl der Citizen-Science-Mission auf der Unistellar-Webseite (Bild: Mario Keller)
Bild 19/20: Aufnahme der Asteroidenokkultation in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 20/20: Auswertung der Citizen-Science-Mission (Bild: Mario Keller)
Das versöhnt auch ein wenig mit der nicht sehr ergonomischen Bedienung der App beim Ein- und Ausrichten des Teleskops am Anfang. Hier muss man doch ziemlich oft zwischen vielen verschiedenen Ansichten hin und her wechseln. Es wäre besser und vor allem für unerfahrene Nutzer einfacher, die ja die primäre Zielgruppe solcher Geräte sind, wenn die App die Nutzer in klaren Schritten linear durch den Einrichtungsprozess leiten würde.
Sind wir mit dem Bild zufrieden, können wir den Beobachtungsmodus beenden und das Teleskop speichert je nach Einstellung ein oder zwei Bilder des Objekts auf unser Telefon. Eine Variante ist eine Art runde Okularansicht mit zusätzlichen Informationen wie dem Objektnamen sowie Beobachtungszeit und -ort. Die zweite Variante ist das reine Bild ohne Zusatzinformationen im Bild selbst, allerdings sind alle Daten wie GPS-Koordinaten, Aufnahmezeit, Gesamtbelichtungszeit und Objektname in den eingebetteten Bilddaten der PNG-Datei gespeichert.
Bild 2/20: eQuinox-2-Teleskop aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 3/20: Objektkatalog in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 4/20: Kameraansicht in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 5/20: Teleskoparm über die Unistellar-App bewegen (Bild: Mario Keller)
Bild 6/20: Automatische Teleskopausrichtung (Bild: Mario Keller)
Bild 7/20: Detailansicht der Objektauswahl für den Stern Beteigeuze (Bild: Mario Keller)
Bild 8/20: Einstellungsmöglichkeiten für den gewählten Himmelsabschnitt (Bild: Mario Keller)
Bild 9/20: Beteigeuze mit typischen Defraction-Spikes bei einem Newtonteleskop (Bild: Mario Keller)
Bild 10/20: Integrierte Bahtinov-Maske zum Fokussieren (Bild: Mario Keller)
Bild 11/20: Fokus einstellen mithilfe der Bahtinov-Maske (Bild: Mario Keller)
Bild 12/20: Automatisches Anfahren des Orionnebels (M42) (Bild: Mario Keller)
Bild 13/20: Enhanced Vision Modus nach 8 Sekunden bzw. 14 Minuten (Bild: Mario Keller)
Bild 14/20: Objektfilter und Sortierung in der Unistellar-App
Bild 15/20: Exportiertes Bild des Orionnebels in der Okularansicht mit Beobachtungsdetails (Bild: Mario Keller)
Bild 16/20: Kollimation des Teleskops mittels "Out of focus"-Sterns (Bild: Mario Keller)
Bild 17/20: Teleskop nach der Kollimation (Bild: Mario Keller)
Bild 18/20: Auswahl der Citizen-Science-Mission auf der Unistellar-Webseite (Bild: Mario Keller)
Bild 19/20: Aufnahme der Asteroidenokkultation in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 20/20: Auswertung der Citizen-Science-Mission (Bild: Mario Keller)
Wie schon im vorherigen Artikel vor einem halben Jahr bemängelt (g+) , ist auch das eQuinox 2 nur bedingt für die Astrofotografie geeignet. Der angekündigte vereinfachte Zugriff auf die im Gerät gespeicherten Bilddaten ist leider immer noch nicht verfügbar.
Wer selbst mit den Rohdaten arbeiten möchte, muss diese erst umständlich über WLAN in die Unistellar Cloud hochladen und dann per E-Mail unter Angabe der Seriennummer des Gerätes um einen Downloadlink bitten, um dann die Daten wieder herunterzuladen. Das mag in Einzelfällen okay sein, ist aber bei vielen Beobachtungen zeitraubend und viel zu umständlich.
Alles eine Frage der Einstellung
Die Unistellar-Teleskope sind allesamt Spiegelteleskope oder genauer Newtonteleskope(öffnet im neuen Fenster) . Anstelle des sekundären Spiegels ist jedoch der Kamerasensor verbaut.
Wie alle Spiegelteleskope müssen auch die Unistellar-Geräte ab und an einer Wartung unterzogen werden, die man Kollimation(öffnet im neuen Fenster) nennt. Dabei wird der Hauptspiegel am unteren Ende des Teleskoptubus wieder parallel zur Fläche des Kamerasensors ausgerichtet, um Verzerrungen in der Abbildung zu vermeiden. Wie oft das gemacht werden muss, hängt vorwiegend davon ab, wie häufig das Teleskop transportiert wird und wie oft es größeren Temperaturschwankungen ausgesetzt ist.
Ein Teleskop, das nicht gut eingestellt ist, erzeugt verschiedene Abbildungsfehler, vor allem im Randbereich des Bildes. Da mein Testgerät sehr viel durch die Welt geschickt wird, ist dieser Schritt wieder einmal notwendig. Prüfen kann man das, indem man sich einen hellen Stern sucht und den Fokus so weit verstellt, dass der Stern unscharf und zu einer hellen kreisförmigen Fläche wird. Irgendwann wird dann die kreuzförmige Befestigung des Kamerasensors am oberen Ende des Teleskops sichtbar.
Bild 2/20: eQuinox-2-Teleskop aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 3/20: Objektkatalog in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 4/20: Kameraansicht in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 5/20: Teleskoparm über die Unistellar-App bewegen (Bild: Mario Keller)
Bild 6/20: Automatische Teleskopausrichtung (Bild: Mario Keller)
Bild 7/20: Detailansicht der Objektauswahl für den Stern Beteigeuze (Bild: Mario Keller)
Bild 8/20: Einstellungsmöglichkeiten für den gewählten Himmelsabschnitt (Bild: Mario Keller)
Bild 9/20: Beteigeuze mit typischen Defraction-Spikes bei einem Newtonteleskop (Bild: Mario Keller)
Bild 10/20: Integrierte Bahtinov-Maske zum Fokussieren (Bild: Mario Keller)
Bild 11/20: Fokus einstellen mithilfe der Bahtinov-Maske (Bild: Mario Keller)
Bild 12/20: Automatisches Anfahren des Orionnebels (M42) (Bild: Mario Keller)
Bild 13/20: Enhanced Vision Modus nach 8 Sekunden bzw. 14 Minuten (Bild: Mario Keller)
Bild 14/20: Objektfilter und Sortierung in der Unistellar-App
Bild 15/20: Exportiertes Bild des Orionnebels in der Okularansicht mit Beobachtungsdetails (Bild: Mario Keller)
Bild 16/20: Kollimation des Teleskops mittels "Out of focus"-Sterns (Bild: Mario Keller)
Bild 17/20: Teleskop nach der Kollimation (Bild: Mario Keller)
Bild 18/20: Auswahl der Citizen-Science-Mission auf der Unistellar-Webseite (Bild: Mario Keller)
Bild 19/20: Aufnahme der Asteroidenokkultation in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 20/20: Auswertung der Citizen-Science-Mission (Bild: Mario Keller)
Schaut man sich dieses Kreuz im Bild an, dann sieht man, dass es nicht zentriert ist. Das ist ein Hinweis darauf, dass der Hauptspiegel nicht exakt parallel zum Kamerasensor ausgerichtet ist. Am unteren Ende des Teleskops befinden sich zwei Einstellschrauben, die mit dem mitgelieferten Werkzeug verstellt werden können, eine für die vertikale und eine für die horizontale Einstellung.
Dreht man diese Schrauben vorsichtig, dann wandert der unscharfe Stern langsam aus dem Bild, da der Hauptspiegel ein wenig gekippt wird. Mithilfe des Steuerungsknopfes in der App holen wir das Bild wieder in die Mitte der Anzeige. Durch das minimale Kippen des Spiegels bei unseren Anpassungen bringen wir diesen langsam in beiden Achsen wieder näher an eine parallele Lage zum Kamerasensor.
Das erfordert etwas Übung und Geduld, aber nach kurzer Zeit sieht das Bild schon deutlich symmetrischer aus. Nun kann ich den Stern wieder in den Fokus bringen und mit meinen Beobachtungen fortfahren.
Bild 2/20: eQuinox-2-Teleskop aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 3/20: Objektkatalog in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 4/20: Kameraansicht in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 5/20: Teleskoparm über die Unistellar-App bewegen (Bild: Mario Keller)
Bild 6/20: Automatische Teleskopausrichtung (Bild: Mario Keller)
Bild 7/20: Detailansicht der Objektauswahl für den Stern Beteigeuze (Bild: Mario Keller)
Bild 8/20: Einstellungsmöglichkeiten für den gewählten Himmelsabschnitt (Bild: Mario Keller)
Bild 9/20: Beteigeuze mit typischen Defraction-Spikes bei einem Newtonteleskop (Bild: Mario Keller)
Bild 10/20: Integrierte Bahtinov-Maske zum Fokussieren (Bild: Mario Keller)
Bild 11/20: Fokus einstellen mithilfe der Bahtinov-Maske (Bild: Mario Keller)
Bild 12/20: Automatisches Anfahren des Orionnebels (M42) (Bild: Mario Keller)
Bild 13/20: Enhanced Vision Modus nach 8 Sekunden bzw. 14 Minuten (Bild: Mario Keller)
Bild 14/20: Objektfilter und Sortierung in der Unistellar-App
Bild 15/20: Exportiertes Bild des Orionnebels in der Okularansicht mit Beobachtungsdetails (Bild: Mario Keller)
Bild 16/20: Kollimation des Teleskops mittels "Out of focus"-Sterns (Bild: Mario Keller)
Bild 17/20: Teleskop nach der Kollimation (Bild: Mario Keller)
Bild 18/20: Auswahl der Citizen-Science-Mission auf der Unistellar-Webseite (Bild: Mario Keller)
Bild 19/20: Aufnahme der Asteroidenokkultation in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 20/20: Auswertung der Citizen-Science-Mission (Bild: Mario Keller)
Man kann sich vermutlich streiten, ob der manuelle Fokus und das manuelle Kollimieren für unerfahrene Nutzer abschreckend oder zu schwierig sind und für ein smartes Teleskop eher unsmart. Allerdings sind beides Bedienungsschritte, die sich zum einen sehr gut erklären lassen und die zum anderen leicht von der Hand gehen, wenn man sie einige Male gemacht hat. Tatsächlich finde ich, es hilft sogar dem Erlebnis einer Beobachtungsnacht, da es dem Ganzen noch einen zusätzlichen haptischen Bezug gibt. Es ist halt alles eine Frage der Einstellung.
Wir sammeln Wissenschaftsdaten
Bisher hat sich das eQuinox 2 nicht vom eVScope im Test vor rund einem Jahr unterschieden. Abgesehen von dem fehlenden Okular sind beide Geräte in der Bedienung komplett identisch und auch von der etwas geringeren Bildauflösung merkt man nichts. Wer auf das elektronische Okular verzichten kann, das zugegebenermaßen für das Beobachtungserlebnis selbst, vor allem zusammen mit anderen Menschen, ein ziemliches Plus darstellt, bekommt für einen deutlich geringeren Preis ein gleichwertiges Teleskop.
Einfache Consumergeräte wie das eQuinox 2 sind zwar in keiner Weise so präzise oder empfindlich wie professionelle Teleskope, allerdings ist für bestimmte Beobachtungen diese Genauigkeit gar nicht unbedingt erforderlich. Bei der Beobachtung des Transits eines Exoplaneten oder der Okkultation eines Asteroiden wird lediglich die Helligkeitsveränderung eines Sterns über einen bestimmten Zeitraum bestimmt. Hat man genügend Messwerte von unterschiedlichen Instrumenten, die idealerweise auch noch an verschiedenen Punkten auf der Erde stehen, kann man sehr gut Rückschlüsse auf die indirekt beobachteten Objekte ziehen.
Die laut Unistellar bisher 10.000 vernetzen eVScope- und eQuinox-Nutzer, die auf der ganzen Welt verteilt sind, bieten gute Voraussetzungen für das Sammeln von entsprechenden Daten. Das Problem dabei ist: Die Ereignisse sind nur zu ganz bestimmten Zeiten und an bestimmten Orten zu beobachten und einen klaren Himmel mit freiem Blick in die entsprechende Richtung braucht man auch noch.
Genau das hat im letzten Jahr meinen Test verhindert. Bei allen Ereignissen, die nah genug an meinem Standort waren, hatte ich Pech mit dem Wetter. Auch dieses Mal sah es nicht gut aus. Auf der Missionsseite hatte ich mir einige Asteroiden-Okkultationen für Europa herausgesucht, die zumindest annähernd in meiner Nähe waren.
Bild 2/20: eQuinox-2-Teleskop aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 3/20: Objektkatalog in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 4/20: Kameraansicht in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 5/20: Teleskoparm über die Unistellar-App bewegen (Bild: Mario Keller)
Bild 6/20: Automatische Teleskopausrichtung (Bild: Mario Keller)
Bild 7/20: Detailansicht der Objektauswahl für den Stern Beteigeuze (Bild: Mario Keller)
Bild 8/20: Einstellungsmöglichkeiten für den gewählten Himmelsabschnitt (Bild: Mario Keller)
Bild 9/20: Beteigeuze mit typischen Defraction-Spikes bei einem Newtonteleskop (Bild: Mario Keller)
Bild 10/20: Integrierte Bahtinov-Maske zum Fokussieren (Bild: Mario Keller)
Bild 11/20: Fokus einstellen mithilfe der Bahtinov-Maske (Bild: Mario Keller)
Bild 12/20: Automatisches Anfahren des Orionnebels (M42) (Bild: Mario Keller)
Bild 13/20: Enhanced Vision Modus nach 8 Sekunden bzw. 14 Minuten (Bild: Mario Keller)
Bild 14/20: Objektfilter und Sortierung in der Unistellar-App
Bild 15/20: Exportiertes Bild des Orionnebels in der Okularansicht mit Beobachtungsdetails (Bild: Mario Keller)
Bild 16/20: Kollimation des Teleskops mittels "Out of focus"-Sterns (Bild: Mario Keller)
Bild 17/20: Teleskop nach der Kollimation (Bild: Mario Keller)
Bild 18/20: Auswahl der Citizen-Science-Mission auf der Unistellar-Webseite (Bild: Mario Keller)
Bild 19/20: Aufnahme der Asteroidenokkultation in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 20/20: Auswertung der Citizen-Science-Mission (Bild: Mario Keller)
Eines der Ereignisse sollte sogar direkt von meinem heimischen Garten zu beobachten sein, aber die Wettervorhersage prognostizierte einen bedeckten Himmel. Bei einer Okkultation bewegt sich ein Himmelskörper vor einem anderen vorbei, z. B. ein Asteroid vor einem Stern, wodurch dieser für die Dauer des Vorbeiflugs weniger hell leuchtet. Diesen Helligkeitsunterschied kann man dann anhand der Helligkeit der Pixel in der aufgenommenen Bilderserie auswerten.
Da die Beobachtungsmöglichkeit auf einem bestimmten Pfad auf der Erde verläuft, welcher der Bahn des Asteroiden entspricht, gab es zumindest die Möglichkeit, dass irgendwo auf diesem Pfad zur richtigen Zeit ein Loch in den Wolken die Mission ermöglichen würde. Ein guter Freund von mir arbeitet beim Deutschen Wetterdienst als Meteorologe und war so nett, ein Auge auf die für mich relevanten Regionen zu haben.
Wettervorhersagen sind präziser, je weniger fern sie in der Zukunft liegen, also klingelte am 3. März am frühen Nachmittag mein Telefon und ein für einen Wochenenddienst erstaunlich gut gelaunter Meteorologe prophezeite mir einen klaren Himmel zwischen Berlin und Stettin (Polen) für genau den richtigen Zeitraum am Abend zwischen 21 und 23 Uhr.
Damit hieß es, alles einpacken und sicher im Auto verstauen - und eine Stunde später war ich auf dem Weg ins 180 km entfernte Penkun, kurz vor der polnischen Grenze. Auf dem Weg hatte ich schon so meine Zweifel, denn Wolken und teilweise Sturm und Regen gaben wenig Hoffnung auf einen klaren Himmel. Aber tatsächlich änderte sich das, als ich meinem Ziel näherkam.
Ein Feldweg abseits der umliegenden Orte mit gutem Blick in alle Richtungen und den beiden Planeten Jupiter und Venus am Horizont waren schon einmal gute Voraussetzungen. Aber es gab keine Zeit zu verlieren, denn von 22 bis 22:15 Uhr war mein Zeitfenster für die Beobachtung dieser Okkultation. Da ich das selbst noch nie gemacht habe und es keinen zweiten Versuch gab, wollte ich möglichst gut vorbereitet sein.
Also zunächst das Teleskop aufbauen und in Betrieb nehmen, Ausrichten, den Fokus setzen und schon einmal erste Testaufnahmen machen. Währenddessen schaute ich mir noch einmal die gute und detaillierte Anleitung an. Das für mich passende Ereignis hatte ich mir ja schon herausgesucht.
Über die Unistellar-Seite kann ich einen Kalendereintrag erzeugen, der auch einen Deep Link enthält. Wähle ich diesen auf einem Mobiltelefon oder Tablet an, auf dem die Unistellar-App installiert ist, öffnet sich diese automatisch mit den passenden Einstellungen für meine Beobachtung. Das mache ich ca. 10 Minuten vor dem tatsächlichen Zeitpunkt der Okkultation, wie in der Anleitung beschrieben.
Anhand der übermittelten Koordinaten fährt das eQuinox 2 automatisch das Ziel an, einen unscheinbaren Stern. Nun heißt es noch etwas warten und zum richtigen Zeitpunkt auf den Record-Button klicken. Das Teleskop fängt dann an, viele Einzelbilder in einer langen Serie zu belichten und diese auf dem internen Speicher abzulegen.
Bild 2/20: eQuinox-2-Teleskop aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 3/20: Objektkatalog in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 4/20: Kameraansicht in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 5/20: Teleskoparm über die Unistellar-App bewegen (Bild: Mario Keller)
Bild 6/20: Automatische Teleskopausrichtung (Bild: Mario Keller)
Bild 7/20: Detailansicht der Objektauswahl für den Stern Beteigeuze (Bild: Mario Keller)
Bild 8/20: Einstellungsmöglichkeiten für den gewählten Himmelsabschnitt (Bild: Mario Keller)
Bild 9/20: Beteigeuze mit typischen Defraction-Spikes bei einem Newtonteleskop (Bild: Mario Keller)
Bild 10/20: Integrierte Bahtinov-Maske zum Fokussieren (Bild: Mario Keller)
Bild 11/20: Fokus einstellen mithilfe der Bahtinov-Maske (Bild: Mario Keller)
Bild 12/20: Automatisches Anfahren des Orionnebels (M42) (Bild: Mario Keller)
Bild 13/20: Enhanced Vision Modus nach 8 Sekunden bzw. 14 Minuten (Bild: Mario Keller)
Bild 14/20: Objektfilter und Sortierung in der Unistellar-App
Bild 15/20: Exportiertes Bild des Orionnebels in der Okularansicht mit Beobachtungsdetails (Bild: Mario Keller)
Bild 16/20: Kollimation des Teleskops mittels "Out of focus"-Sterns (Bild: Mario Keller)
Bild 17/20: Teleskop nach der Kollimation (Bild: Mario Keller)
Bild 18/20: Auswahl der Citizen-Science-Mission auf der Unistellar-Webseite (Bild: Mario Keller)
Bild 19/20: Aufnahme der Asteroidenokkultation in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 20/20: Auswertung der Citizen-Science-Mission (Bild: Mario Keller)
Nach 12 Minuten ist die Aufnahme beendet und das Datensammeln abgeschlossen. Ziemlich unspektakulär, wie vermutlich oft in der Wissenschaft. Ganz viel Vorbereitung und Aufwand und dann ist in wenigen Minuten alles vorbei. Ich nutze die verbleibende Zeit, bis gegen 23 Uhr die ersten Wolken aufziehen, um mit meinem anderen Equipment und auch dem eQuinox 2 noch Aufnahmen zu machen, damit sich die lange Anreise auch lohnt.
Am nächsten Tag müssen die Daten vom Teleskop noch übertragen werden. Dazu muss man über die Unistellar-App das Teleskop mit dem heimischen WLAN koppeln und den Upload anstoßen. Dabei wird die Verbindung zwischen App und Teleskop getrennt und es gibt keine Möglichkeit, den Status beziehungsweise Fortschritt der Datenübertragung zu prüfen. Einziges Indiz, ob der Upload noch läuft, ist ein grünes Blinken des LED-Rings um den Einschaltknopf. War der Upload erfolgreich, leuchtet der Ring kurz grün, ehe das Teleskop in den normalen Arbeitsmodus übergeht, sich vom heimischen WLAN trennt und wieder sein eigenes WLAN erzeugt.
Das ist ziemlich unpraktisch, denn der Upload dauert bei mir mehrere Stunden - und wer behält schon die ganze Zeit eine blinkende LED im Blick? Natürlich verpasse ich den entsprechenden Zeitpunkt und nur der nun in der App als leer angezeigte interne Speicher lässt vermuten und hoffen, dass der Upload erfolgreich war.
Nun muss ich noch ein Dokument ausfüllen, das via Google Docs online verfügbar ist. Dort muss ich neben meinem Namen und der Seriennummer des Teleskops auch die Eckdaten der Beobachtung angeben. Ist das Formular abgeschickt, bekommt man das Ergebnis der Auswertung innerhalb von 24 Stunden. Allerdings nur über einen speziellen Slack-Kanal und das auch nur, wenn man sich dafür registriert hat. Das finde ich etwas schade, denn da man seine E-Mail-Adresse im Formular angegeben hat, wäre es problemlos möglich, die Auswertung direkt per E-Mail zu schicken. Auf Nachfrage bekomme ich meine dann auch zugeschickt.
Bild 2/20: eQuinox-2-Teleskop aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 3/20: Objektkatalog in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 4/20: Kameraansicht in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 5/20: Teleskoparm über die Unistellar-App bewegen (Bild: Mario Keller)
Bild 6/20: Automatische Teleskopausrichtung (Bild: Mario Keller)
Bild 7/20: Detailansicht der Objektauswahl für den Stern Beteigeuze (Bild: Mario Keller)
Bild 8/20: Einstellungsmöglichkeiten für den gewählten Himmelsabschnitt (Bild: Mario Keller)
Bild 9/20: Beteigeuze mit typischen Defraction-Spikes bei einem Newtonteleskop (Bild: Mario Keller)
Bild 10/20: Integrierte Bahtinov-Maske zum Fokussieren (Bild: Mario Keller)
Bild 11/20: Fokus einstellen mithilfe der Bahtinov-Maske (Bild: Mario Keller)
Bild 12/20: Automatisches Anfahren des Orionnebels (M42) (Bild: Mario Keller)
Bild 13/20: Enhanced Vision Modus nach 8 Sekunden bzw. 14 Minuten (Bild: Mario Keller)
Bild 14/20: Objektfilter und Sortierung in der Unistellar-App
Bild 15/20: Exportiertes Bild des Orionnebels in der Okularansicht mit Beobachtungsdetails (Bild: Mario Keller)
Bild 16/20: Kollimation des Teleskops mittels "Out of focus"-Sterns (Bild: Mario Keller)
Bild 17/20: Teleskop nach der Kollimation (Bild: Mario Keller)
Bild 18/20: Auswahl der Citizen-Science-Mission auf der Unistellar-Webseite (Bild: Mario Keller)
Bild 19/20: Aufnahme der Asteroidenokkultation in der Unistellar-App (Bild: Mario Keller)
Bild 20/20: Auswertung der Citizen-Science-Mission (Bild: Mario Keller)
Leider war die Beobachtung negativ, es wurde also keine Verdunklung des Sterns festgestellt. Eine zweite Beobachtung des gleichen Objekts von einem anderen Unistellar-Nutzer, laut Karte irgendwo um die Region Dijon in Frankreich, war auch negativ. Auch das sind aber nutzbare Daten, denn mit genügend anderen Beobachtungen lassen sich so zum Beispiel minimale Bahnabweichungen erkennen und die aktuellen Daten zu diesem Asteroiden können präzisiert werden.
Auch wenn in meinem Fall die Beobachtung nicht direkt ein Ergebnis gebracht hat, war es doch spannend, das mal auszuprobieren. Und ich kann mir gut vorstellen, dass bei der großen Menge an Amateurteleskopen durchaus relevante Informationen aus der Mittelung der aufgezeichneten Daten gewonnen werden können.
Wer so etwas auch einmal machen möchte, kann das sogar ohne eigenes Teleskop. Bei einigen der Nasa-Citizen-Science-Projekte reicht der heimische Computer. Hier werden zum Beispiel Galaxien klassifiziert oder man sucht in Bilderserien nach neuen Asteroiden, etwa bei Zooniverse(öffnet im neuen Fenster) und IASC(öffnet im neuen Fenster) .
Unistellar eQuinox 2: Fazit
Das Unistellar eQuinox 2 hinterlässt bei mir einen zwiespältigen Eindruck. Eine große Neuerung gegenüber den eVScope 2 ist es tatsächlich nicht. Eher eine um das elektronische Okular reduzierte, preiswerte Variante.
Die App wirkt an einigen Stellen etwas unhandlich, vor allem, wenn man für einen schrittweisen Prozess wie das initiale Einrichten vor dem Beobachten zwischen verschiedenen Stellen der App hin- und herspringen muss.
Andererseits ist es ein Teleskop, das auch für Laien einfach zu bedienen ist und das die wesentlichen Schritte beim Betrieb automatisiert, vom manuellen Fokussieren und dem gelegentlichen Kollimieren einmal abgesehen. Tatsächlich finde ich die manuellen Schritte recht gut, denn sie vermitteln doch das Gefühl, das Teleskop zu bedienen und nicht nur über eine App zu steuern.
Dass es nach über einem Jahr noch immer keine einfache Möglichkeit gibt, auf die eigenen Daten direkt zuzugreifen, ist sehr schade und schmälert aus meiner Sicht recht stark den Nutzen für die Astrofotografie. Wem die Bilder aus der App aber genügen, den wird das vermutlich weniger stören.
Perfekt eignen sich smarte Teleskope wie das eQuinox 2 für Schulen oder auch Astronomieclubs, die vielen Menschen bei Veranstaltungen unter freiem Himmel ein echtes Hands-on-Erlebnis bieten. Es können sich mehrere Menschen auf einmal mit ihrem Mobiltelefon und dem Gerät verbinden und die aufgenommenen Bilder anschauen. Die Betreuerin einer solchen Veranstaltung oder auch Lehrer können sich auf die Erklärungen konzentrieren, da das Teleskop den Rest alleine macht. Alle Teilnehmer sehen direkt, was passiert, und jeder kann ein Bild mit nach Hause nehmen.
Dass es einen wachsenden Markt für solche Geräte gibt, haben die letzten zwei Jahre gezeigt. Es gibt immer mehr Anbieter und eine immer größere Auswahl an Teleskopen. Unistellar hat am 5. April 2023 bekannt gegeben(öffnet im neuen Fenster) , dass die Firma den Kamerahersteller Nikon als Investor gewinnen konnte. Das Unternehmen war bisher nur Zulieferer des elektronischen Okulars für das eVScope 2.
Das zeigt recht deutlich, dass auch große Hersteller Potenzial in diesem Nischenmarkt sehen und bereit sind, hier in neue Produkte zu investieren. Ich bin gespannt, was diese Partnerschaft hervorbringt.
Auch das nächste Gerät wartet bei mir bereits auf einen ausführlichen Test. Diesmal aus einem deutlich günstigeren Preissegment und mit einer technisch etwas anderen Umsetzung - so viel sei hier schon mal verraten.