Union und SPD: So viel sparen IT-Profis durch die neue Einkommenssteuer
Ab dem Jahr 2027 wird die Bundesregierung die Einkommenssteuer für Bürger anpassen. Die sollen ab 2028 bereits mit "mehr als 600 Euro mehr in der Tasche" enden. Dem Entwurf zufolge(öffnet im neuen Fenster) wird dabei vor allem der Steuerfreibetrag angehoben. Zudem werden die Berechnungsgleichungen etwas angepasst, so dass laut Union und SPD insbesondere mittlere Einkommen profitieren.
Wir haben uns die neuen Gleichungen (PDF)(öffnet im neuen Fenster) genauer angeschaut und auf bekannte IT-Berufe und ihre über Jobportale und Gehaltsportale berechneten Gehälter übertragen. Tatsächlich profitieren die wirklichen mittleren Einkommen, also Gehälter um 50.000 bis 60.000 Euro, eher wenig von der Reform. Es können in diesem Bereich unter 170 Euro mehr erwartet werden. Allerdings wurde auch die Grenze angehoben, bei der ein Steuersatz von 42 Prozent greift. Die startet künftig ab 70.600 Euro und nicht mehr 69.878 Euro.
Plus von mindestens 170 Euro für Alleinstehende
Da im IT-Bereich oft aber auch höhere Gehälter gezahlt werden, kann ein Großteil der Berufe unserer Liste sich tatsächlich auf 170 Euro jährlich einstellen, wenn das zu versteuernde Einkommen mit keinen weiteren Abzügen berechnet wird. Das würde wesentlich mehr Ersparnis bringen und ist in der Praxis auch normal. Berufe mit einem Einkommen von mehr als 250.000 Euro werden allerdings mit maximal 45 Prozent besteuert. Diese Grenze liegt aktuell bei 277.726 Euro.
Generell gilt dieses Plus von maximal 170 Euro wie gesagt nur, wenn das zu versteuernde Einkommen gleich dem Jahresbruttolohn ist und es sich um eine alleinstehende Person der Steuerklasse 1 ohne Kinder handelt. Die reine Anpassung der Gleichung bringt hier nicht unbedingt die versprochenen "600 Euro mehr in der Tasche".
Steuerzahler können aber diverse Leistungen und jährliche Ausgaben geltend machen und so das zu versteuernde Einkommen senken. So sollen auch die Kinderfreibeträge auf 10.056 im Jahr 2027 und 10.236 Euro im Jahr 2028 steigen. Auch das Kindergeld steigt von 259 auf 267 und ein Jahr später auf 272 Euro pro Monat und Kind.
Finanziert werden soll das unter anderem mit einen neuem Spitzensteuersatz, den die Koalition Superreichensteuer nennt. Wer mehr als 280.000 Euro im Jahr verdient, muss künftig 47 Prozent steuern zahlen. Das entspricht einem Anstieg von maximal zwei Prozent für Topverdiener.

