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Unified Push: F-Droid will Alternative für Android-Push

Bisher ist die einzige effiziente Lösung für Push-Nachrichten in Android ein proprietärer Google-Dienst. F-Droid will, dass sich das ändert.
/ Sebastian Grüner
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Unified Push soll Open-Source-Android-Apps Push-Benachrichtigungen bringen. (Bild: Pixabay)
Unified Push soll Open-Source-Android-Apps Push-Benachrichtigungen bringen. Bild: Pixabay

Für moderne Android-Apps gebe es inzwischen zahlreiche freie alternative Dienste zu Googles proprietären Angeboten, schreibt das Team des freien Android-Appstores F-Droid(öffnet im neuen Fenster) . "Bisher war die einzige Option für Push-Benachrichtigungen jedoch der proprietäre Dienst von Google, Firebase Cloud Messaging (FCM)" , heißt es weiter. Mit Unified Push soll sich dies ändern, worauf das F-Droid-Team nun hinweist.

Push-Nachrichten seien für moderne Kommunikation essenziell, schreibt das Team und weiter heißt es: "Sich auf die von Google bereitgestellten Push-Benachrichtigungen zu verlassen, ist sowohl für den Datenschutz als auch für die Unabhängigkeit von Bedeutung. Die proprietäre FCM-Bibliothek kann nicht in F-Droid-Apps integriert werden und ist auf Google-Dienste angewiesen. Daher ist es üblich, dass Foss-Anwendungen als Alternative eine dauerhafte direkte Verbindung zwischen der Anwendung und dem Server verwenden." Letzteres wiederum ist schlecht für die Akku-Laufzeit der Geräte.

Die Idee von Unified Push dabei ist, dass lediglich eine einzige App als Hintergrunddienst die Push-Nachrichten für sämtliche Open-Source-Apps sammelt, die die Technik unterstützten. Der dazugehörige Server, der die Push-Nachrichten der Server-Seite sammelt und an das Smartphone schickt, kann darüber hinaus auch vollständig selbst gehostet werden. Der Anwendungsserver muss das Unified-Push-Format ebenfalls unterstützten. Zusätzlich zu Android kann die Technik auch in Anwendungen klassischer Linux-Distributionen Einsatz finden. An Unified Push wird bereits seit längerer Zeit gearbeitet, besonders weit verbreitet ist die Nutzung der Technik jedoch noch nicht. Bisher verwenden dies offenbar vor allem Clients für Matrix-Chat und Mastodon. Das Team von F-Droid nutzt den Abgang zahlreicher Twitter-Nutzer zu Alternativen nun offenbar unter anderem, um diese auf die Technik hinzuweisen. Außerdem erhofft sich das Team, dass künftig weitere Apps die Spezifikation umsetzen.


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