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Unifi: Realnetworks beendet seinen Cloud-Dienst

Nach nur einem Jahr wird Realnetworks seinen Cloud-Dienst Unifi einstellen, der in Deutschland zusammen mit Vodafone gestartet wurde. Alle Nutzerdaten werden ab dem 4. März 2012 gelöscht. Die Zukunft von Real Networks steht in Frage.

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Firmenlogo im Jahr 1999
Firmenlogo im Jahr 1999 (Bild: Ho New/Reuters)

Real Networks stellt seinen Cloud-Dienst Unifi für private Fotos, Videos und Musik ein. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf eine E-Mail des Unternehmens an die Nutzer. Darin heißt es: "Seit dem Start von Unifi hat sich vieles verändert im Markt für Onlinespeicherdienste, und viele Wettbewerber sind in den Markt eingetreten. Deshalb haben wir uns entschlossen neu zu überlegen, wie wir in Zukunft den besten Cloud-Media-Service für unsere Kunden anbieten können." Laut Handelsblatt müssen die Unifi-Nutzer bis zum 4. März 2012 ihre Daten aus der Cloud sichern, sonst werden sie gelöscht.

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Golem.de konnte die Informationen aus unternehmensnahen Kreisen bestätigen.

Der frühere Streaming-Pionier Realnetworks kündigte im Dezember 2010 den Cloud-Service an. Der damalige Firmenchef Robert Kimball erklärte, dass damit Medieninhalte über alle Endgeräte abrufbar sein sollten. Von existierenden Cloud-Speicherdiensten wollte sich Realnetworks durch bessere Katalogisierung der Inhalte abheben. Später werde es auch Unterstützung für Office-Dokumente geben. Unifi sollte im ersten Quartal 2011 für Apple, Android und Windows-PCs verfügbar sein. Später würde Unterstützung für Blackberry und Windows Phone 7 folgen. Auch Einkäufe in Apples iTunes-Shop seien bei Unifi speicherbar. Die Librarian-App von Realnetworks suche alle fünf Minuten nach neuen Medieninhalten auf den Endgeräten. Die Inhalte würden aber erst nach Freigabe des Nutzers in die Cloud hochgeladen.

Am 15. Februar 2011 erklärte Realnetworks, zusammen mit Vodafone Deutschland hierzulande mit Unifi zu starten. Realnetworks plante, einen Unifi-Basisdienst mit limitiertem Speicherplatz kostenlos anzubieten. Unifi kostete bei Vodafone ab Speicherkapazitäten von 10 GB (2,99 Euro pro Monat), 30 GB (4,99 Euro pro Monat) und 70 GB (9,99 Euro pro Monat) und wurde über die Mobilfunkrechnung abgerechnet.

Die Aufgabe des wichtigsten neuen Produkts des Unternehmens stellt die Zukunft von Real Networks in Frage. Am 26. Januar 2012 hatte Realnetworks seine Patente für 120 Millionen US-Dollar an Intel verkauft. Dazu gehören auch Streaming-Media-Schutzrechte aus dem Kerngeschäft von Realnetworks. Realnetworks behalte nur bestimmte Rechte zur weiteren Nutzung der Patente in aktuellen und zukünftigen Produkten. Intel will die Software in seinen Ultrabooks, Smartphones und digitalen Medien einsetzen.

Real Networks hat die Softwareprodukte Real Audio, Real Video, Real Player und Helix angeboten und war der Pionier beim Streamen von Audio und Video in den 90ern.



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Sander Cohen 03. Feb 2012

Dachte die wären schon lange weg^^ War damals ja echt nervig mit deren Player...

destroyed 03. Feb 2012

buffering..

gollumm 03. Feb 2012

Das war doch die Firma, die ewig gegen MS gekämpft hat um zu erreichen, dass deren WMP...


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