Unibox: Paketbox der Post-Konkurrenz kommt Ende 2014

Die vier größten Post-Konkurrenten GLS, DPD, Hermes und UPS wollen ihre gemeinsame Paketbox noch in diesem Jahr präsentieren. "Wir unterstützen eine gemeinsame Lösung. Ende des Jahres sollten wir ein Modell präsentieren können" , sagte Hanjo Schneider, Europa-Chef von Hermes, der Welt am Sonntag(öffnet im neuen Fenster) .
In diesen Wochen unterziehen Hacker im Auftrag der Paketdienste den Prototyp einem Penetrationstest: Sie sollen den Zugang zu dem Paketkasten über PIN- und TAN-Kombinationen überprüfen.
Über das System sollen auch Pizzadienste oder Brötchenlieferanten liefern können.
Die DHL, die Paketsparte der Deutschen Post, hatte ihren Paketkasten im Mai 2014 angekündigt . Der Einführungspreis der Basisversion beträgt 99 Euro. Für eine monatliche Pauschale ab 1,99 Euro kann die Paketbox auch gemietet werden. Die Konkurrenten wollen nach eigener Aussage deutlich günstiger sein. Der Paketkasten der Post ist aber nicht für andere Dienste zugänglich. "Unser System wird dagegen für alle Zusteller offen sein. Es wird eine neutrale Gesellschaft geben, die den Zugang organisiert" , sagte Hermes-Chef Schneider der Welt am Sonntag. Das System soll möglicherweise Unibox heißen.
Wie bei der Post ist auch das Abholen von Rücksendungen möglich. Per SMS oder E-Mail erfahren die Kunden, wann welche Sendung in ihren Paketkasten geliefert wurde.
Über die Hälfte der 2,1 Milliarden Pakete, die in Deutschland verschickt worden sind, kommen aus dem Onlinehandel und von anderen Versendern. Die Paketmenge - und damit auch die Berge des Verpackungsmülls - sind um elf Prozent gewachsen . Mit 21 Prozent ist die Bekleidung die größte Warengruppe, 246 Millionen Pakete kamen aus dem Bereich.



