Unfreie Codecs: Firefox soll H.264 und MP3 unterstützen
Firefox unterstützt prinzipbedingt nur freie Codecs, andernfalls wäre es nicht möglich, dass jeder die Open-Source-Software verändern und weiterverteilen kann, denn dann könnten Lizenzgebühren anfallen. Das wird vor allem im mobilen Bereich zum Problem, da hier von der Mehrzahl der Websites nur H.246 unterstützt wird. Firefox ist der einzige Browser, der Formate wie H.264 und MP3 nicht wiedergeben kann.

Andreas Gal will das ändern und hat einen Patch eingereicht(öffnet im neuen Fenster) , mit dem Firefox die vom Betriebssystem bereitgestellten Codecs nutzen kann. So will er vermeiden, unfreie Codecs mit Firefox ausliefern zu müssen, aber den Browser zugleich in die Lage versetzen, diese Formate abzuspielen. So kann Firefox die auf diesen Geräten vorhandene Hardwarebeschleunigung nutzen.
Zunächst soll die Unterstützung nativer Codecs für Boot to Gecko (B2G) in den Entwicklerversionen aktiviert werden. In einigen Wochen soll Mozillas Browser für Android dessen hardwarebeschleunigte Codes auf entsprechenden Geräten nutzen. Firefox kann dann alle Formate abspielen, die das jeweilige Betriebssystem unterstützt.
Gal hat dazu mit MPAPI eine neue Schnittstelle entwickelt, die künftig auch über NPAPI bereitgestellt werden soll. Ob das Projekt auch für die Desktopversion umgesetzt wird, ist noch offen. Hier gibt es größere Unterschiede in den unterstützten Codecs, was die Sache schwieriger macht.
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