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Unfallgefahr: New Jersey überlegt Strafen für abgelenkte Smartphone-Nutzer

Im US-Bundesstaat Hawaii denkt man schon länger darüber nach, Fußgänger zu bestrafen, die beim Überqueren der Straße Kurznachrichten auf ihrem Smartphone schreiben. Jetzt wird dies auch in New Jersey diskutiert. Die angedachten Strafen sind teilweise recht hoch.
/ Andreas Sebayang
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Noch ist es nur ein Scherz - ein Warnschild vor "Texting while Walking" in Schweden. (Bild: JONATHAN NACKSTRAND/AFP/Getty Images)
Noch ist es nur ein Scherz - ein Warnschild vor "Texting while Walking" in Schweden. Bild: JONATHAN NACKSTRAND/AFP/Getty Images

250 US-Dollar für "Texting while Walking", das ist ein schon länger(öffnet im neuen Fenster) bekannter Vorschlag für den US-Bundesstaat Hawaii für Fußgänger, die unachtsam durch die Gegend laufen. Assemblywoman Pam Lampitt(öffnet im neuen Fenster) hat nun die Diskussion auf die andere Seite der USA an die Ostküste gebracht, wie es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Associated Press(öffnet im neuen Fenster) heißt. Lampitt ist Mitglied der General Assembly, der gesetzgebenden Legislatur des US-Bundesstaats New Jersey(öffnet im neuen Fenster) , und will abgelenktes Gehen durch Bußgelder bis hin zur Haft unterbinden.

Die Strafe entspricht dem, was in den USA als Jaywalking bekannt ist, also dem Überqueren einer Straße unter Missachtung der Regeln und des Verkehrs. Vorgesehen sind bis zu 50 US-Dollar Bußgeld. Ausgeschöpft werden kann das Strafmaß schlimmstenfalls mit 15 Tagen Inhaftierung. In Hawaii will man ein Bußgeld in Höhe vom 250 US-Dollar einführen(öffnet im neuen Fenster) , noch ist die Gesetzgebung dort nicht abgeschlossen.

Wer nicht aufpasst, gefährdet sich und andere

Lampitt begründet den Wunsch nach einer Bestrafung damit, dass abgelenktes Gehen und Fahren eine Bedrohung für einen selbst sowie Fußgänger und Fahrer in der Umgebung darstellten. Lampitt sieht darin eine ebenso große Gefahr wie beim Jaywalking und spricht sich deswegen dafür aus, dasselbe Strafmaß zu verwenden. Abgelenktes Gehen soll nach Schätzungen des National Safety Council in den Jahren 2000 bis 2011 zu rund 11.000 Verletzungen geführt haben. Dazu gehörten nicht nur Kollisionen mit anderen Verkehrsteilnehmern. Immerhin neun Prozent der Kollisionspartner konnten prinzipbedingt nicht ausweichen, dazu gehörten beispielsweise Straßenlaternen, mit denen Smartphone-Besitzer Bekanntschaft machten.

Diskussionen über die Gefahr von Fußgängern, die unterwegs ihren Facebook-Status aktualisieren oder Kurznachrichten schreiben(öffnet im neuen Fenster) gibt es immer wieder. Abhilfe könnten Text-Walking-Lanes schaffen, die dafür sorgen sollen, dass Fußgänger beim Blick aufs Smartphone die Linienführung sehen. Andere Verkehrsteilnehmer würden so beim Kreuzen dieser Smartphone-Furten darauf achten, dass sie nicht von einem Kurznachrichtenschreiber versehentlich gerammt werden.


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