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Unfallforschung: Elektroautos genauso sicher wie Verbrenner, aber mit anderen Unfällen

Einer Untersuchung zufolge sollen Elektroautos vergleichbar sicher wie Verbrenner sein, Unfälle beim Anfahren sind aber häufiger. Grund ist One-Pedal-Driving.
/ Tobias Költzsch
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Fußgänger können Elektroautos oft nicht rechtzeitig wahrnehmen. (Bild: UDV)
Fußgänger können Elektroautos oft nicht rechtzeitig wahrnehmen. Bild: UDV

Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat die Unfallmuster von Elektroautos im Vergleich mit denen von Verbrennern untersucht. Dabei zeigt sich, dass die Anzahl der Unfälle nahezu gleich ist. Allerdings gibt es Unterschiede bei der Art der Unfälle.

Laut UDV(öffnet im neuen Fenster) ereignen sich Unfälle mit Fußgängern häufiger beim Anfahren aus dem Stand, beim Rückwärtsfahren, beim Abbiegen oder in der Dämmerung und Dunkelheit. Als Grund nennen die Versicherer, dass Fußgänger die leisen Fahrzeuge trotz des gesetzlich vorgeschriebenen Fahrgeräuschs nur schwer ausmachen können. "Die künstlichen Fahrgeräusche sind womöglich nicht hörbar genug oder lassen sich noch nicht eindeutig einem Pkw zuordnen", so UDV-Leiterin Kirstin Zeidler.

Auch gibt es Anzeichen dafür, dass Pedalverwechslungen bei Elektroautos häufiger vorkommen als bei Verbrennern – die Fahrer führen los anstatt zu bremsen. Laut UDV könnte der Grund daran liegen, dass die Gewöhnung, überwiegend das Strompedal zu verwenden, im Ernstfall eine Verwechslung erleichtere. In nahezu jedem zweiten Unfall, bei dem Strom- und Bremspedal verwechselt wurden, waren die Fahrer mindestens 75 Jahre alt.

Höheres Gewicht macht Autos sicherer für Insassen

Neben diesen negativen Unterschieden bei den Unfallursachen gebe es aber auch Vorteile aufseiten der Elektroautos. So seien Insassen in kleinen Elektroautos gegenüber gleich großen Verbrennern bei Unfällen besser geschützt. Neben der modernen Sicherheitsausstattung – die gleichermaßen bei Autos mit Kraftstoffmotoren vorhanden sind – liegt das am höheren Gewicht. Bei Gewichtsunterschieden zum Unfallpartner steigt das Risiko für das leichtere Fahrzeug.

"Unsere Ergebnisse sind ausdrücklich kein Argument gegen E-Mobilität", sagt Kristin Zeidler. Die Studie soll eher Ansatzpunkte zeigen, in denen Elektroautos verbessert werden können. So sollten etwa die Fahrgeräusche verbessert werden. Auch ein klares Signal zur Fahrbereitschaft im Innenraum und außen wünschen sich die Versicherer, ebenso mehr Forschung zur Auswirkung von One-Pedal-Driving.


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