Unfall von Uber: Toyota unterbricht Testprogramm für autonome Autos
Wegen des Unfalls eines Uber-Fahrzeugs, bei dem eine Fußgängerin getötet wurde, pausiert Toyota seine Tests für autonome Fahrzeuge in den USA. "Weil wir glauben, dass der Vorfall einen emotionalen Effekt auf unsere Testfahrer haben kann, haben wir uns entschieden, unsere Chauffeur-Modus-Tests auf öffentlichen Straßen vorübergehend zu unterbrechen", teilte der japanische Autohersteller laut einem Bericht von Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) mit. Toyota wolle nicht über die Ursache des Unfalls spekulieren oder was dies für die Zukunft des automatisierten Fahrens bedeuten könne.

Toyota testete seine selbstfahrenden Fahrzeuge in den US-Bundesstaaten Michigan und Kalifornien. Vor dem Unfall hatte Toyota nach Informationen von Bloomberg geplant, mit Uber bei der Erforschung automatisiert fahrender Autos zu kooperieren. Weitere Informationen dazu, und ob die Zusammenarbeit weiter vorangetrieben wird, sind nicht bekannt.
Erst im Januar 2018 stellte das Toyota Research Institute eine neue Version seines autonomen Testfahrzeugs vor. Das Auto – ein Lexus LS 600hL – ist mit Lidar, Radar und Kameras ausgerüstet. Die Sensoren sollen die Umgebung im Radius von 200 Metern rund um das Fahrzeug erfassen. Das sei deutlich mehr als die Konkurrenz könne, hieß es damals.
Das Uber-Fahrzeug war am Sonntag laut New York Times im autonomen Modus unterwegs und hatte einen Fahrer an Bord, der im Notfall eingreifen sollte. Die Frau soll angefahren worden sein, als sie ihr Fahrrad schiebend die Straße überquerte, wie ABC News berichtete. Sie starb im Krankenhaus. Die Unfallursache ist noch nicht eindeutig geklärt, womöglich trifft Uber keine Schuld.
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