Unfall: Tesla bleibt auf der Autobahn stehen - ein Toter

Ein ungewöhnlicher Unfall mit Todesfolge ereignete sich am 28. Februar in der Nähe von Kansas City in Missouri auf den US-Highway I70. Der Fahrer kam beim darauf folgenden Auffahrunfall ums Leben, ein Passagier im Tesla sowie die Insassen der beiden Fahrzeuge, die das Model 3 rammten, überlebten mit leichten Verletzungen.
Die Polizei berichtete(öffnet im neuen Fenster) , dass der Tesla mitten auf der Straße zum Stehen gekommen sei und die nachfolgenden beiden Fahrzeuge nicht mehr hätten ausweichen können. In einem ersten Statement hatte die Polizei mitgeteilt, dass der Tesla aufgrund eines mechanischen Problems Geschwindigkeit verloren habe und auf der Fahrbahn zum Stehen gekommen sei.
Diese Angaben wurden nun zurückgenommen. Business Insider schreibt(öffnet im neuen Fenster) , die Polizei sei nicht mehr sicher, was das Fahrzeug unerwartet zum Stehen gebracht habe, und habe Daten von Tesla angefordert, um herauszufinden, was passiert sei.
Gegenüber dem Sender Fox4 aus Kansas City bezeichnete die Verkehrssicherheitsbehörde National Transportation Safety Board den Unfall als "ungewöhnlich und einzigartig" .
Phantombremsungen im Visier der Behörden
Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) befasste sich Mitte Februar 2022 mit Teslas Assistenzsystem Autopilot . Der Grund waren unerwartete und grundlose Bremsmanöver. Dieses Verhalten wird auch als Phantombremsung bezeichnet.
In Beschwerden gegenüber der Behörde gaben Fahrer an, dass das Fahrzeug während der Nutzung der Autopilot-Funktionen, einschließlich des adaptiven Geschwindigkeitsreglers, bei Autobahngeschwindigkeiten unerwartet bremse. Dies könne ohne Vorwarnung, willkürlich und wiederholt in einem einzigen Fahrzyklus auftreten.
Ob bei dem Unfall im Februar ebenfalls der Autopilot eingeschaltet war und das automatische Notbremssystem Probleme machte, ist nicht bekannt.



