Unerlaubte Fotonutzung: Samsung weist Vorwürfe von Dua Lipa zurück
Samsung bestätigt, dass der Elektronikkonzern im Jahr 2025 Fernseher verkauft hat, auf denen ein Foto der Sängerin Dua Lipa zu sehen war. Lipa wirft Samsung vor, nicht die nötigen Rechte an dem Foto zu besitzen. Das bestreitet das Unternehmen in einer Golem vorliegenden Stellungnahme.
In der Stellungnahme heißt es, dass das Bild ursprünglich von einem Inhalte-Partner "für den kostenlosen Streamingdienst Samsung TV Plus bereitgestellt" wurde. Die Nutzung des Fotos sei erst erfolgt, "nachdem der Content-Partner ausdrücklich zugesichert hatte, dass sämtliche hierfür erforderlichen Rechte eingeholt worden seien".
Diese Rechte würden laut Samsung auch für die "Nutzung auf Verkaufsverpackungen" gelten. Anfang der Woche wurde bekannt, dass Dua Lipa bei einem kalifornischen Gericht eine Klage in Höhe von 15 Millionen US-Dollar gegen Samsung eingereicht hatte. Sie wirft dem Elektronikkonzern vor, ihr Bild ohne ihre Zustimmung für den Verkauf von Fernsehgeräten verwendet zu haben.
Samsung sucht eine konstruktive Lösung
In der Klageschrift wirft die mehrfache Grammy-Gewinnerin Samsung "Urheberrechtsverletzung, Markenrechtsverletzung und Verletzung ihres Rechts auf Öffentlichkeit" vor und verlangt "Wiedergutmachung für die massive, andauernde und unbefugte kommerzielle Verwertung ihres wertvollen Bildes".
"Das Gesicht von Frau Lipa wurde ohne ihr Wissen, ohne Gegenleistung und ohne dass sie irgendeinen Einfluss, Kontrolle oder Mitspracherecht darauf hatte, prominent für eine großangelegte Marketingkampagne für ein Konsumprodukt verwendet", kritisiert die Klägerin das Vorgehen von Samsung.
Samsung betont, es habe "großen Respekt vor Dua Lipa sowie vor dem geistigen Eigentum aller Künstler*innen". Samsung suche nach eigenen Angaben "aktiv den Austausch mit Dua Lipa und ihrem Team und ist offen für eine konstruktive Lösung". Demnach will es Samsung nicht zu einer Gerichtsverhandlung kommen lassen.
Nach der Schilderung der Sängerin habe sich Lipa vor der Einreichung der Klage erfolglos darum bemüht, dass Samsung die Verwendung des Fotos einstelle. Die Reaktion des Unternehmens wurde von ihr als "abweisend und gefühllos" bezeichnet.
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