UNECE-Regulierung: Staaten wollen Hersteller zu haltbaren Akkus verpflichten

Batterien für Elektroautos und Plugin-Hybride sollen künftig bestimmte Haltbarkeitskriterien erfüllen. Diese entsprechen aber schon der Praxis.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Die Akkuzellen sind das Herzstück eines Elektroautos.
Die Akkuzellen sind das Herzstück eines Elektroautos. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Die großen Automobilmärkte weltweit wollen Hersteller von Elektro- und Hybridautos auf eine Mindesthaltbarkeit der darin verbauten Batterien verpflichten. Darauf einigten sie sich im Weltforum für die Harmonisierung von Fahrzeugvorschriften der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (Unece) in Genf prinzipiell. Über den Textentwurf (PDF) für eine verbindliche Regel muss im März 2022 aber noch formell abgestimmt werden. Länder, die zustimmen, müssten die Vorgabe dann in eine nationale Gesetzgebung übernehmen. Die Regel könne damit schon 2023 in Kraft treten, teilte die Organisation am Freitag in Genf mit.

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Dem Entwurf zufolge müssten Autohersteller nachweisen, dass die Batterien in ihren Elektro- und Hybridfahrzeugen über bestimmte Zeiträume oder gefahrene Kilometer nicht zu viel Kapazität verlieren. Demnach darf der Verlust weniger als 20 Prozent über fünf Jahre oder 100.000 Kilometer beziehungsweise weniger als 30 Prozent über acht Jahre oder 160.000 Kilometer betragen.

"Das würde den Einsatz von qualitätsmäßig schwachen Batterien verhindern", hieß es zur Begründung. Darüber hinaus sei dies entscheidend, um das Vertrauen der Verbraucher zu stärken und die ökologischen Vorteile von Elektrofahrzeugen über ihre geringen Emissionen hinaus zu verbessern. Die garantierte Haltbarkeit von Akkus würde zudem dazu beitragen, den Nachfragedruck bei kritischen Rohstoffen, die für ihre Produktion benötigt werden, zu verringern und den Abfall aus gebrauchten Batterien zu reduzieren.

Dem Dokument zufolge entsprechen die geplanten Vorgaben im Wesentlichen der bestehenden Praxis. Einer Untersuchung der US-Umweltbehörde EPA zufolge gibt es am häufigsten Batterie-Garantien für acht Jahre oder 160.000 Kilometer. Ausfallgarantieren beträfen Werte zwischen 65 und 75 Prozent der Akkukapazität, meist 70 Prozent.

Erste Regulierung zu Akkukapazitäten

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Laut UNECE ist dies die erste internationale Regulierung zu Batteriekapazität. Hinter dem Vorschlag stünden neben der EU, den USA und China auch Japan, Kanada, Südkorea und Großbritannien. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) wurden im vergangenen Jahr drei Millionen Elektro- und Hybridfahrzeuge verkauft. In Europa liege der Marktanteil bereits bei zehn Prozent.

Zuständig für die Thematik ist die Arbeitsgruppe Verschmutzung und Energie (GRPE) im Weltforum für die Harmonisierung von Fahrzeugvorschriften. Das geplante Dokument wird als Globale Technische Regelung (GTR) verabschiedet.

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Sharra 15. Nov 2021 / Themenstart

Wärst du Psychologe, wärst du, völlig zu Recht arbeitslos. Und was dir - in deinem...

Grimreaper 15. Nov 2021 / Themenstart

Lol, das teuerste Bauteil eines Batterieautos, also die Antriebsbatterie ist ein...

Grimreaper 15. Nov 2021 / Themenstart

Kauf dir ein FCEV, also ein Brennstoffzellen-Elektroauto und alle deine Anforderungen...

robinx999 14. Nov 2021 / Themenstart

Viele garantieren ja jetzt schon 70% wobei man sich aber natürlich auch mal in Zahlen...

ulink 14. Nov 2021 / Themenstart

Die Leute von der UNECE. Und so fortschrittlich. Das sind dieselben, die den AP in meinem...

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