Abo
  • Services:

Unece-Arbeitsgruppe: Fußgänger sollen mit Lärm vor Elektroautos gewarnt werden

Elektroautos sind so leise, dass Fußgänger und Fahrradfahrer sie gelegentlich zu spät bemerken. Eine Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen empfiehlt ein Warnsystem. Es soll künstlich Lärm erzeugen.

Artikel veröffentlicht am ,
Nissan Leaf
Nissan Leaf (Bild: Nissan)

Im vorletzten Jahrhundert musste in Irland und Großbritannien aufgrund des Red Flag Acts ein Fußgänger mit einer roten Fahne vor dem hinterherfahrenden Auto warnen - das will bei Elektroautos natürlich niemand, aber gerade beim Anfahren sind die Fahrzeuge so leise, dass Verkehrsteilnehmer, die sich eher nach Gehör als mit den Augen orientieren, schnell vor ein solches Auto geraten können. Die Gefahr für sehbehinderte und blinde Verkehrsteilnehmer ist bei nahezu geräuschlosen Fahrzeugen natürlich noch viel höher.

Stellenmarkt
  1. Jens Verlaat Services GmbH, Henstedt-Ulzburg
  2. dSPACE GmbH, Paderborn

Die Arbeitsgruppe WP.29 der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (Unece) empfiehlt (PDF) deshalb ein akustisches Warnsystem für Elektroautos und Hybridfahrzeuge. Es soll nur aktiviert werden, wenn die Fahrzeuge unter 20 km/h fahren. Die meisten Hybridfahrzeuge agieren in diesem Bereich ebenfalls rein elektrisch, sofern nicht gerade der Akku leer ist.

Die Arbeitsgruppe empfiehlt, passend zur Fahrgeschwindigkeit des Autos den Warnton zu verändern. Bis 10 km/h soll er 50 dB(a) erreichen und danach 56 dB(a). Wenn das Fahrzeug rückwärts fährt, soll es ebenfalls ein Warngeräusch von sich geben, das mit 47 dB(a) aber deutlich leiser sein soll. Genauere Hinweise auf die Messverfahren liefert das PDF der Arbeitsgruppe.

Noch offen ist, was das für ein Warnton sein soll - vermutlich wird es aber eher kein Motorengeräusch sein. Frequenzwechsel sollen die Ortbarkeit verbessern.

Innerhalb des von der EU geförderten Projekts Evader werden entsprechende Warntechniken entwickelt, die sogar mit einer Fußgänger- und Radfahrererkennung arbeiten. Das soll verhindern, dass die Fahrzeuge unnötig Lärm machen. Bei Evader sind neben zahlreichen Zulieferbetrieben auch die Hersteller Renault, Nissan, Peugeot, Citroen und Continental sowie die Technische Universität Darmstadt mit dabei.

Nissan hat in sein Elektroauto Leaf beispielsweise ein System eingebaut, das über seine Dashcam Fußgänger und Fahrradfahrer vor dem Auto erkennt. Sechs Lautsprecher werden genutzt, um ein Warngeräusch zielgerichtet auf den Verkehrsteilnehmer zu lenken. Es ist leiser als ein herkömmliches Auto, soll aber gut hörbar sein. Andere Verkehrsteilnehmer sollen es kaum wahrnehmen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 6,49€
  2. 219€ (Vergleichspreis 251€)
  3. 19,89€ inkl. Versand (Vergleichspreis ca. 30€)

NixName 15. Mär 2016

Das wurde schon diskutiert, bis zum Abwenden. Auf einer normalen Straße sind bei 30 km/h...

der_wahre_hannes 14. Mär 2016

Habe ich denn was anderes behauptet? Nochmal meinen Beitrag von eben lesen... Nee, habe...

der_wahre_hannes 14. Mär 2016

Aber du bist einer?

ap (Golem.de) 14. Mär 2016

Bevor die Fantasie noch weiter abrutscht, wird der Thread geschlossen.

YaelSchlichting 14. Mär 2016

Stellt Euch vor, es kommt irgend so ein synthetisches Geräusch daher. piep-piep-piep-piep...


Folgen Sie uns
       


Amazons Fire HD 10 Kids Edition - Hands on

Das Fire HD 10 Kids Edition ist das neue Kinder-Tablet von Amazon. Das Tablet entspricht dem normalen Fire HD 10 und wird mit speziellen Dreingaben ergänzt. So gibt es eine Gummiummantelung, um Stürze abzufangen. Außerdem gehört der Dienst Freetime Unlimited für ein Jahr ohne Aufpreis dazu. Das Fire HD 10 Kids Edition kostet 200 Euro. Falls das Tablet innerhalb von zwei Jahren nach dem Kauf kaputtgeht, wird es ausgetauscht.

Amazons Fire HD 10 Kids Edition - Hands on Video aufrufen
Raumfahrt: Großbritannien will wieder in den Weltraum
Raumfahrt
Großbritannien will wieder in den Weltraum

Die Briten wollen eigene Raketen bauen und von Großbritannien aus starten. Ein Teil des Geldes dafür kommt auch von Investoren und staatlichen Investitionsfonds aus Deutschland.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Esa Sonnensystemforschung ohne Plutonium
  2. Jaxa Japanische Sonde Hayabusa 2 erreicht den Asteroiden Ryugu
  3. Mission Horizons @Astro_Alex fliegt wieder

Windenergie: Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?
Windenergie
Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?

Windturbinen auf hoher See liefern verlässlich grünen Strom. Frei von Umwelteinflüssen sind sie aber nicht. Während die eine Tierart profitiert, leidet die andere. Doch Abhilfe ist in Sicht.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Hywind Scotland Windkraft Ahoi

Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Nutzungsrechte Einbetten von Fotos muss nicht verhindert werden
  2. Bundesnetzagentur UKW-Abschaltung abgewendet
  3. Drupalgeddon 2 115.000 Webseiten mit Drupallücken übernommen

    •  /